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Achilles' Verse: Laufend zur Selbstliebe
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Das Laufen ist wie eine Langzeitbeziehung, weiß Anna Achilles. Irgendwann kennt man den anderen. Nichts ist neu und aufregend. Aber man schätzt sich. Denn man weiß, dass auf den anderen Verlass ist.

1bc 15.06.2017, 20:55
1. Recht hat sie

Vielen Dank. Und lesen Sie Ihren eigenen Beitrag ab und zu mal wieder. Vor allem, wenn es Ihnen mal nicht so gut geht. Es wird immer wieder. Das ist mein Wunsch fuer Sie.

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antandre 15.06.2017, 21:11
2.

Die Botschaft "so musst du sein, ansonsten stimmt was nicht" aus den Zeitschriften von früher (wie die heute sind, weiß ich nicht, aber ich wette, das ist noch genauso. Sonst kauft frau ja weniger.) unterscheiden sich aber sehr von der Botschaft, sich zu akzeptieren, wie man ist, und sich selbst zu lieben. (Solche Leute entdecken eher, was sie alles nicht kaufen müssen, um sich glücklich zu fühlen.) WENN es ehrlich gemeint ist und nicht nur bedeutet "du erreichst es sowieso nicht, attraktiv zu werden, also lass es und akzeptiere dich lieber". Ein hübscher Mainstreamoptik-Mensch kann leicht sagen "akzeptiere dich" zu einem, der hier nicht mithalten kann. Ebenso bringt es nichts, wenn man es sich krampfhaft sagt und es doch nicht glaubt, und aber nie mal daran arbeitet, wie man diesen Zustand der Selbstschätzung erreichen kann. Bestimmt nicht, indem man jedem vorgegebenen Ideal nachhechelt, weil man meint, wenn man es erreichte, könnte man endlich mithalten.

Sich akzeptieren geht nur dann, wenn man seine eigenen Vorzüge zu schätzen weiß, auch die optischen. Das ist vielleicht eine Frage des Alters.

>>>Ich finde das genauso anstrengend. Schon wieder muss ich darüber nachdenken, was mein Körper ist, was er nicht ist und warum er trotzdem okay ist.

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antandre 16.06.2017, 00:07
3.

Mein Beitrag ist anscheinend teilweise verloren gegangen, hier der Rest
>Ich finde das genauso anstrengend. Schon wieder muss ich darüber nachdenken, was mein Körper ist, was er nicht ist und warum er trotzdem okay ist.<
Darüber MUSS doch keiner nachdenken, bloß weil es irgendwo eine Bewegung im Netz gibt oder eine Zeitschrift das gedruckt hat. Diese Gläubigkeit an Medien... vorgaben aus irgendwelchen Artikeln oder Bewegungen ist es doch, die den Kopf besetzt hat, wenn man seine eigenen Maßstäbe noch nicht setzt und nicht selber entscheidet, was wichtig ist für einen selbst und was man toll findet am eigenen Leben und auch Aussehen. EIGENE Werte fürs eigene Sein und eigene Leben, das macht, dass man mit sich zufrieden ist. Dazu gehört auch, Sport zu treiben und auf seine Ernährung zu achten, WENN man schlank sein will. Statt dauernd vorm Spiegel zu stehen und sich zu dick zu finden. Ändern. Was tun. Oder gut finden, wie es ist, statt Zeit damit zu verschwenden.
Ich kann mich tatsächlich vor den Spiegel stellen und sagen "heute seh ich attraktiv aus". Wenn ich es wirklich finde, was schon mal vorkommt. Ich kann auch denken "heute seh ich aber alt aus" oder augenringig, die Haare sitzen nicht, und das ist kein Bad-Hair-Day, ich hab Good-Hair-Days. Aber wen interessiert das? Die Umwelt nimmt das nicht wahr. Wer mich mag, der freut sich, mich zu sehen, auch mit ollem Haar. Wer mich nicht kennt, denkt sich nichts. Oder, er denkt, was er will, ist mir egal, denn: Wer ist er? Wichtig für mich? Nö. Wer mich nicht mag, wird mich mit gut sitzendem Haar auch nicht mögen. Und wenn es aufs Aussehen ankommt, ob jemand mich mag, dann tut es mir leid für die Person.

Was haben manche immer mit der Heidi. Dieses "erlaubte" Rumhacken auf einer Person, weil viele gern mit einstimmen und man sich so die Zustimmung der breiten Masse sichern will, finde ich nicht besonders reif, egal, was die Frau nun tut oder lässt. Entweder man hat berechtigte Kritik oder nicht, aber Leute benutzen durch abwertende Bemerkungen über sie und das für Zustimmung ist auch eine Art Mobbing. Ist für die eigene Seele, die sich lieben will, nicht gut, auch wenn's die Heidi nicht jucken wird.

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