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Aspirin, Ibuprofen, Paracetamol: Schmerzmittel müssen in Zukunft Warnhinweise tragen
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Nierenschäden, Magenblutungen, Leberschäden - wer Schmerzmittel länger als empfohlen nimmt, steigert das Risiko für schwere Nebenwirkungen. Warnhinweise sollen in Zukunft stärker darauf aufmerksam machen.

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dasfred 11.06.2018, 14:59
1. Schwere Entscheidung

Wer akute Schmerzen hat, hat die Wahl zwischen Hilfe jetzt und eventuell Nebenwirkungen später oder Verzicht auf Medikamente. Das besser aufgeklärt wird, zum Beispiel, dass Kopfschmerzen auf Dauer noch schlimmer werden, wenn sie falsch behandelt werden ist schon mal ein Fortschritt. Was aber viele irritiert ist, dass ärztlich verordnete Schmerzmittel oft wesentlich höher dosiert sind und länger verordnet werden. Da geht doch der durschnitts Patient davon aus, dass frei verkäufliche Mittel nicht schlimmer sein können.

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Georg_Alexander 11.06.2018, 15:21
2. Die wesentliche Information ist weiterhin im Beipackzettel versteckt

Das ist mal wieder eine typische Kompromissformel, um eine Regelung garantiert wirkungsfrei zu halten!
Spart euch die Mühe. Der Wählerfrust wird durch solche Regelungen nur weiter angeheizt.

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schuetze11 11.06.2018, 16:44
3. Was will uns der Schmerz sagen?

Zitat von dasfred
Wer akute Schmerzen hat, hat die Wahl zwischen Hilfe jetzt und eventuell Nebenwirkungen später
Wer Schmerzen hat, sollte sich bewusst sein, dass der Körper ihm damit etwas signalisieren will. Es wäre gut, die Schmerzursache zu finden. Vielleicht lässt die sich ja abstellen. Falls noch keine irreparablen Schäden entstanden sind, wäre das der Weg zu Heilung und Schmerzfreiheit.
Leider kennt die Schulmedizin so gut wie keine Ursachensuche bei chronischen Krankheiten. Und bevor man sich auf eine lange Odyssee (Ärzte-Hopping) begibt, ist das Schmerzmittel kurzfristig natürlich die einfachere Lösung.

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voyager_2000 12.06.2018, 05:26
4. Aufklärung statt Gängelung

Der mündige Bürger sollte insgesamt besser über Wikungen und Nebenwirkungen von Medikamenten informiert werden.
Das müßte schon in der Schule anfangen.
Wichtige Nebenwirkungen sollten auf einer Kurzfassung eines zusätzlichen Beipackzettels stehen. Nicht jeder liest die Langversion (vgl. Bedienungsanleitungen).
Gezielt eingesetzt (Z. B. Ibuprofen gegen Menstruationsbeschwerden) tragen Schmerzmittel erheblich zur Verbesserung der Lebensqualität bei.
Häufiger oder gar Dauer-Gebrauch sollte mit dem Arzt abgesprochen sein.

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grabenkaempfer 12.06.2018, 07:31
5.

Zitat von dasfred
Was aber viele irritiert ist, dass ärztlich verordnete Schmerzmittel oft wesentlich höher dosiert sind und länger verordnet werden. Da geht doch der durschnitts Patient davon aus, dass frei verkäufliche Mittel nicht schlimmer sein können.
Das ist ein Punkt der regelmäßig völlig untergeht.
Kaufen kann ich Ibuprofen in Packungen mit 400mg, der Arzt verschreibt mal eben 600mg Tabletten für 2 Wochen ......

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Leser161 12.06.2018, 07:55
6. Versteh ich nicht

Steht doch auf dem Beipackzettel: Nicht längere Zeit einnehmen ohne einen Arzt zu konsultieren. Die Nebenwirkungen die schon bei ganz normaler Einnahme entstehen können sind auch beschrieben.

Was soll jetzt geändert werden? Entweder man liest die Hinweise zu einem Medikament oder man liest sie nicht.

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Maria--Galeria 12.06.2018, 10:42
7. Warnhinweis auf der Schachtel

schadet nicht. Viele Menschen gehen mit gehen mit freiverkäuflichen Medikamenten relativ unbedarft um, vermutlich mangels Kenntnis im Allgemeinen betreffs Medikamenten und freiverkäuflich bedeutet in diesem Sinn oft auch unschädlich was eben nicht zutrifft. Vorsicht ist eben immer geboten, wer aber von rasenden Schmerzen heimgesucht wird, die sich manch einer gar nicht vorstellen kann ist froh wenn er eine schnelle Abhilfe oder wenigstens eine Linderung durch den Gang in die Apotheke erreichen kann. Ursachen von Schmerzen können sehr vielfältig sein, deshalb ist der Gang zum Arzt immer empfehlenswert um das wieso, weshalb, warum heraus zu finden.

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realist4 12.06.2018, 12:08
8. Na toll, das wird ganz sicher funktionieren

Wer vor der Wahl steht einen realen starken Schmerz zu unterdrücken, oder ihn vielleicht doch lieber auszuhalten um eine theoretisch mögliche zukünftige Nebenwirkung zu verhindern, wird wohl eher die Schmerztablette schlucken. Man wird ohnehin abgestumpft durch die täglich wechselnden Alarmmeldungen über mögliche langfristige Todesursachen wie z. B. Milch trinken, Fleisch essen, impfen lassen usw. Aber ok, kein Problem, macht weiter eure Bildchen auf Zigaretten-, Ampelfarben auf Lebensmittel- und Warnhinweise auf Medikamentenverpackungen. Wenigstens hilft es das Gewissen der Schöpfer der Warnhinweise zu beruhigen. Das ist doch schonmal etwas. Wer wirklich chronische oder häufige Schmerzen hat, war ganz sicher schon bei einem Dutzend Ärzte ohne eine Lösung zu erhalten, er sucht sich dann die eigene am, besten verträgliche, Schmerzminderung, wen kümmert da das Gerede von Nebenwirkungen.

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dippegucker 12.06.2018, 15:02
9. Das ist wieder typisch "westliches Wertesystem", einfach nur...

...lächerlich !

Wer den Beipackzettel nicht liest oder versteht, wird auch Warnhinweise ignorieren.

Ein Präparat das mehr Schäden hervorruft als es beseitigt sollte erst gar nicht auf dem Markt erscheinen dürfen.

Das Gleiche gilt für Fertignahrung, Tabakwaren und Alkohol. Die strafrechtliche Konsequenz existiert nicht, obwohl die vorsätzliche oder fahrlässige Schädigung von Leib und Leben dritter strafbewehrt ist, greift keine Staatsanwaltschaft ein.

Politiker, die per Amtseid verpflichtet sind "Schaden vom deutschen Volk fernzuhalten", lassen sich lieber von Lobbyisten verwöhnen, statt ihrer Verantwortung gerecht zu werden.

Über Ärzte, die ja gern über den "Eid des Hippokrates" schwadronieren gar nicht erst zu reden.

Was tut unser Bildungssystem ? Nichts, außer die Volksverdummung nach Kräften zu fördern. Dafür fordern beamtete Lehrkräfte dann auch noch ein Streikrecht. Hat ja schon Roland Koch verlangt: "Fördern und fordern", er hatte allerdings andere Vorstellungen von der Umsetzung.

Schöne, neue Welt !

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