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Babymangel in Deutschland: Geburtenrate bleibt unter EU-Durchschnitt
picture alliance / dpa

Im Durchschnitt bekommen Frauen in Deutschland 1,5 Kinder, deutlich mehr als noch vor wenigen Jahren. Trotzdem können sich die meisten anderen EU-Staaten über mehr Babys freuen - allen voran ein Nachbarland.

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stoffi 15.05.2017, 16:50
1. Wer bei der momentanen politischen Lage

noch geplant Kinder in die Welt setzt, muss doch mit dem Klammerbeutel gepudert worden sein, es sei denn, er gehört zur Elite, die ihr Häuschen im Grünen, seine Kinder auf Privatschulen und einen gut bezahlten festen Arbeitsplatz hat.
Das haben hier die aller-aller wenigsten. Die meisten haben so viel Verstand, bei unsicher Arbeit und ständigen Miet und Lebenshaltungserhöhungen, zunehmender Kriminalität und schlechten Schulbedinungen, auf Kinder zu verzichten

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Grummelchen321 15.05.2017, 16:55
2. Die Franzosen haben erkannt

das ein von kirchlichen Vorstellungen geprägtes Familienbild heute nicht mehr funktioniert.Auch ist die finanzielle Förderung von Familien eine andere.Sollte sich die von katholischen Ansichten dominierte CDU/CSU mal als Vorbild nehmen.

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andreasclevert 15.05.2017, 17:23
3. Ich habe Verständnis für die kinderlosen Paare...

... denn, wenn man erst einmal schaut, dass jedes Elternteil einen Wunschberuf hat (und das sollte ja sein) und dann immer noch der richtige Lebenspartner vorhanden ist .... reicht es auf jeden Fall nicht mehr für mehr als zwei Kinder. Im Übrigen, die Normierung Junge - Mädchen steht natürlich. Auch ich habe geschluckt als Nummer 2 eine Junge war, bei Nummer 3 war das mit den Jungs schon cool. Jeder ist anders, habe ich dieser Tage aufgeschrieben. Und weil wir eine deutsch-spanische Familie sind: Kein Wunder mit den spanischen, portugiesischen und griechischen Geburtenziffern. Prinzipiell kostet das mit den Kindern erst einmal Geld. Was zurückkommt, ist logischerweise nicht in Geld bewertbar... Aber eben, wenn es ganz schwierig ist, fehlt es an der grundlegenden Finanzierung.... Wir suchen seit geraumer Zeit in Bonn eine Wohnnung mit drittem Kinderzimmer. Geht gar nicht. Aber wir sind so halt auch stapelbar glücklich.

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koves 15.05.2017, 17:25
4. das wirkliche Problem...

Wir schreien nach mehr Kinder, aber warum? Weil unsere Renten so nicht sicher sind? Wir haben das falsche Rentensystem! Weil die Wirtschaft nicht mehr wächst? Wir haben das falsche Wirtschaftssystem! Denn eines ist totsicher: Bei der derzeitigen Nachfrage nach Ressourcen, Tendenz stark steigend, gibt es bereits jetzt viel zu viele Menschen auf unserem Planeten! So gesehen macht es Europa genau richtig und sorgt für die Reduzierung der Erdbevölkerung. Das müssen jetzt nur noch die Entwicklungs- und Schwellenländer schaffen!

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StefanZ.. 15.05.2017, 17:31
5. Nachhaltigkeit erfordert Kurskorrektur

Warum kommen solche Artikel nicht ohne unverantwortliche Wertungen aus? Da wird von Geburtenziffer Erholung geredet. Das Problem Nummer 1 auf unserem Planeten ist die Überbevölkerung in fast jedem Land, und die Bundesrepublik gehört dazu, eine einstellige Millionenbevölkerung wäre hier natürlich.

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deltametro2 15.05.2017, 17:39
6. Kinderreichtum

hat heutzutage wenig mit Religion zu tun, aber sehr viel mit zu niedrigen Löhnen, das heisst die relative Armut (Prozentsatz derjenigen die unter dem mittleren Einkommen leben) und in dem Sinne ist Deutschland ärmer als z.B. Frankreich. Man muss sich es leisten können, Kinder in die Welt zu setzen. Ein anderer Faktor ist der sehr erhöhte Stress der jüngeren Generation um sich im Berufsleben zu behaupten. Ich kenne junge Leute die neben ihrem Beruf noch eine free-lance Aktivität ausüben. Wie soll man dabei Kinder bekommen?

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Grummelchen321 15.05.2017, 17:44
7.

Zitat von andreasclevert
... denn, wenn man erst einmal schaut, dass jedes Elternteil einen Wunschberuf hat (und das sollte ja sein) und dann immer noch der richtige Lebenspartner vorhanden ist .... reicht es auf jeden Fall nicht mehr für mehr als zwei Kinder. Im Übrigen, die Normierung Junge - Mädchen steht natürlich. Auch ich habe geschluckt als Nummer 2 eine Junge war, bei Nummer 3 war das mit den Jungs schon cool. Jeder ist anders, habe ich dieser Tage aufgeschrieben. Und weil wir eine deutsch-spanische Familie sind: Kein Wunder mit den spanischen, portugiesischen und griechischen Geburtenziffern. Prinzipiell kostet das mit den Kindern erst einmal Geld. Was zurückkommt, ist logischerweise nicht in Geld bewertbar... Aber eben, wenn es ganz schwierig ist, fehlt es an der grundlegenden Finanzierung.... Wir suchen seit geraumer Zeit in Bonn eine Wohnnung mit drittem Kinderzimmer. Geht gar nicht. Aber wir sind so halt auch stapelbar glücklich.
Sie machen bei der Wohnungssuche in Bonn grundsätzlich etwas falsch.Geben sie sich als Familie aus den Emiraten aus.Was meinen sie was Sie auf einmal alles angeboten bekommen.Alleine was für die Gesundheitstouristen an Immobilien bereitgehalten wird ist aberwitzig.Nur den Stadtoberen fehlt der Wille dagegen vorzugehen.Sie verdienen dabei kräftig mit.

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geando 15.05.2017, 17:45
8. Wie wärs mit echten finanziellen Anreizen?

Einerseits wird über eine geringe Geburtenrate gejammert und darüber, das damit auf Dauer der Generationenvertrag gefährdet sei und das Deutschland in Zukunft die Arbeitskräfte fehlen würden. Auf der anderen Seite wird eine starke Zuwanderung als Lösungsansatz gesehen. Auch der Flüchtlingszuzug von 2015 bis heute wird häufig unter diesem Aspekt gesehen. Stellen wir uns nun mal vor, man wollte einen starken finanziellen Anreiz zum Kinderkriegen setzen: Deutschland gibt derzeit über 20 Milliarden im Jahr für Versorgung und Unterbringung von Flüchtlingen aus. Wenn ein solcher Betrag in Geburtenförderung investiert würde, könnte der Staat pro Jahr z.B. einer Millionen Paaren mit Kinderwunsch jeweils 20.000 € bar auf die Hand geben, wenn sie diesen Wunsch umsetzen. Man würde sich wundern, wie hoch auf einmal die Geburtenrate in Deutschland steigen würde. Aber die politische Tendenz geht derzeit eher in Richtung Einwanderungsförderung anstatt in eine Geburtenförderung. Wenn man also wollte, könnte man. Man will aber wohl nicht ernsthaft.

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noalk 15.05.2017, 17:49
9. Dieser statistische Wert ist ziemlich nichtssagend

Daraus irgendwelche Motivationsgründe abzuleiten, halte ich für ziemlich sinnfrei. In welcher Mütteraltersgruppe werden wieviele Kinder geboren? Bildungsstand der Väter? Sozialer Stand der Groß eltern usw usf. Da spielen so viele Faktoren eine Rolle. Wie sieht es denn mit der Zahl der Geburten pro Einwohner und Jahr aus?

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