Forum: Gesundheit
Bluthochdruck: Wie (un-)gesund ist Salz?
Getty Images/iStockphoto

Bloß nicht zu viel Salz essen - diese Warnung kennt jeder. Trotzdem schafft es fast niemand, die Empfehlungen einzuhalten. Eine aktuelle Studie weist darauf hin, dass das auch nicht unbedingt nötig ist.

Seite 1 von 3
dasfred 14.08.2018, 13:50
1. Nur Salz zu diskutieren scheint mir einseitig

Ist es doch so, dass man Beispielsweise fettes Fleisch und Würste doch mit mehr Salz zubereitet, als einen bunten Salat. Von daher sollte die gesamte Zusammensetzung der Speisen berücksichtigt werden. Da könnten neben erblichen Faktoren auch die Aufnahme von Fetten einen Einfluss auf Herzerkrankungen haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Europa! 14.08.2018, 13:52
2. Sicher ist sicher

Da wir ungewollt große Mengen von Salz in Restaurants und Schnellrestaurants aufnehmen, sollten wir dort, wo wir es steuern können, SEHR zurückhaltend mit dem Salzkonsum sein. Wer ohne auch nur zu kosten jedes Essen gleich nachsalzt (wie viele Raucher) ist garantiert auf der Überholspur zum Friedhof. Unterschätzt werden die großen Mengen von Salz, die in Schinken und Würsten enthalten sind. Und auch bei Gemüse und Eiern kann mit anderen Gewürzen (Paprika, Pfeffer, Senf etc.) am Salz sparen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
627235 14.08.2018, 13:56
3. Keine große Überraschung

Dass Salz den Blutdruck erhöht, ist hinlänglich bekannt und belegt. Und weil hoher Blutdruck mutmaßlich etwas schlechtes sein muss, ist das der Stand, an dem es die (übrigens bislang notorisch unwissenschaftliche bzw. unterentwickelte) Ernährungswissenschaft es beließ. Bis es (zumindest in Detailfragen) fundierte Erkenntnisse gibt, muss es noch viele groß angelegte, langjährige und vor allem unvoreingenommene Studien geben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Leser161 14.08.2018, 14:58
4. Zusammenhang?

Es wird von manchen empfohlen weniger 5 Gramm Salz zu konsumieren. Die Studie untersucht nun Menschen die zwischen 7 und 12 Gramm Salz konsumieren. Und es wird geschlossen, das es nicht notwendig ist seinen Salzkonsum unter 5 Gramm zu reduzieren.
Das kann doch gar nicht gehen. Wenn ich wissen will ob es was bringt unter 5 Gramm zu gehen muss ich Menschen mit unter 5 Gramm untersuchen.

Selbiges mit den alten Damen aus Hong Kong, bloss weil Damen aus Honkong mit Salz alt werden, heisst das nicht das Salz gut ist, vielleicht würden sie mit weniger Salz noch älter.
Genau deshalb laufen die Menschen Populisten nach. Wenn jeder so an der Wahrheit so rumdoktort kann man auch gleich das glauben was bequem ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
misterknowitall2 14.08.2018, 14:59
5. Ich weiß ja nicht,...

Zitat von Europa!
Da wir ungewollt große Mengen von Salz in Restaurants und Schnellrestaurants aufnehmen, sollten wir dort, wo wir es steuern können, SEHR zurückhaltend mit dem Salzkonsum sein. Wer ohne auch nur zu kosten jedes Essen gleich nachsalzt.....
aber sollten wir dann nicht eher auf Restaurants und Fastfood verzichten? Etwa so, dass wir hauptsächlich selber kochen und selber die Menge Salz bestimmen, die wir aufnehmen?

Dann verteufeln sie Salz, was ziemlicher Quatsch ist. Wir brauchen Salz zum Überleben. Nebenbei: Wer raucht, braucht sich um das Risiko Salz eh keine Gedanken machen, der hat ganz andere Probleme.
Mit Substituten zu würzen funktioniert nicht. Paprika ist eben kein Salz.
Auch in diesem Fall höre ich besser auf meinen Hunger als auf halbgare Ernährungsempfehlungen. Wenn mir speziell nach was Salzigem ist, werde ich da wohl ein Defizit aufweisen, dass mein Körper ausgleichen will.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gerhard_Berlin 14.08.2018, 15:34
6. Ständig neue Studien

Ich beachte schon lange keine Studien mehr, da sie fast immer von der Pharmaindustrie bezahlt werden. Dann werden noch irgendwelche Werte wie Blutdruck, Zucker etc. angepasst, um mehr Pillen verkaufen zu können.
Ich höre auf meinen Körper, wenn er Zucker haben will, oder Salz, dann bekommt er das. Ich kaufe fast keine Fertigprodukte sondern koche selbst (ohne generellen Verzicht auf tierische Produkte), meist mit wenig bis sehr wenig Salz, das Essen hat trotzdem einen guten Geschmack. Mein Blutdruck ist seit Jahrzehnten eher viel zu niedrig, aber daran habe ich mich gewöhnt.
Manchmal gibt es Heißhunger auf Salz, dann nehme ich größere Mengen zu mir, meist in Form von Brühe. Wenn es sehr heiß ist, wie die letzten Wochen, dann meldet sich der Heißhunger schon – und darauf muss man nur achten. Irgendwelche Studie, so what?!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Zita 14.08.2018, 15:42
7. Finnland?

Finnland hat doch vorgemacht, dass ein geringerer Salzkonsum mit weniger Herzkrankheiten einhergeht (hier z.Bsp. http://salz.perfect.bio/?p=6097), das erscheint mir für deutsche Verhältnisse aussagekräftiger als Asiaten mit einer völlig anderen Ernährung.

Was den Geschmack angeht: Salz und Zucker sind reine Gewöhnungssache. Zu Anfang der Reduzierung schmeckt es nach weniger, aber sehr schnell stellen sich die Geschmacksknospen um und plötzlich schmecken die früheren Salz/Zuckermengen penetrant salzig/süß.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Europa! 14.08.2018, 15:44
8.

Zitat von misterknowitall2
aber sollten wir dann nicht eher auf Restaurants und Fastfood verzichten? Etwa so, dass wir hauptsächlich selber kochen und selber die Menge Salz bestimmen, die wir aufnehmen? Dann verteufeln sie Salz, was ziemlicher Quatsch ist. Wir .....
Das fand ich jetzt das Spannendste an dem Artikel: Dass unser Gehirn als "Belohnung" für Salzessen das Glückshormon Dopamin ausschüttet. Das wusste ich bisher nicht, aber das erklärt, warum wir so positiv auf etwas reagieren, was gar nicht unbedingt "gut" schmeckt. Und es zeigt auch, dass man sich nicht wirklich "auf den Körper verlassen" kann. Dass man mit ein bisschen Salzverzicht seinen Blutdruck runterkriegt, finde ich hingegen beruhigend. Hab ich auch schon ausprobiert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zeichenkette 14.08.2018, 15:53
9. Dasselbe Problem wie bei Zucker, Fetten und Kohlehydraten

Das sind alles Dinge, die in der Natur schwer in beliebigen Mengen und konzentriert zu finden sind, also sind wir evolutionär darauf getrimmt, das auszunutzen, wenn wir es finden. Das wiederum führt dazu, dass süß, salzig, fett und nahrhaft lieber gegessen wird, weshalb Fertigprodukte genau in diese Richtung tendieren. Und wenn man daran einmal gewöhnt ist, schmeckt alles andere langweilig. Die Gefahr, sich an irgendetwas davon zu überfressen, war in langen Zeiträumen unserer Evolution halt sehr, sehr gering. Jetzt ist sie aber definitiv gegeben, also muss man den Verstand einschalten, weil die Instinkte für diese Situation einfach nicht geeignet sind. Dass es da bei der Abschätzung dessen, was zu wenig, genug oder zu viel ist, immer wieder Neubewertungen gibt, sollte einen nicht wundern. So ist das nunmal in der Wissenschaft. Wer immerwährende Wahrheiten will, der soll in die Kirche gehen. Oder in den Wald und dort seinen Instinkten folgen, da kann er dann alles Salz essen, was er findet... was immer noch nur sehr wenig sein wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 3