Forum: Gesundheit
Bundesrat: Pille danach ab Mitte März rezeptfrei in der Apotheke
DPA

In wenigen Tagen erhalten Frauen die Pille danach in Deutschlands Apotheken ohne ein Rezept. Der Bundesrat hat eine entsprechende Verordnung gebilligt. Die Beratung übernehmen dann die Apotheker.

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BernhardNYC 06.03.2015, 17:09
1. Endlich

Wurde auch Zeit. Jetzt bitte noch die Schwulenehe einfuehren und Canabis legalisieren und dann ist Deutschland so langsam in der Gegenwart angekommen.

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antipinguin 06.03.2015, 17:23
2.

Diese Handlungsanweisung an die Apotheker ist ja hübsch - damit wird dann das peinliche Kreuzverhör von der Arztpraxis eben in die Apotheke verlegt (mit erfreulich viel Publikum natürlich!). Als ich selbst seinerzeit einmal auf eine solche "Beratung" angewiesen war, erschöpfte sich diese in einem Riesentheater ob meiner Verantwortungslosigkeit.
Die Realität ist doch die: Wer kommt, um die "Pille danach" zu kaufen, ist sich völlig darüber im Klaren, wie diese wirkt und dass das kein dauerhaftes Verhütungsmittel sein kann (schon allein des Preises wegen). Frau will dann einfach nur so schnell wie möglich ihre Sicherheit zurück. Auf eine begleitende Diskussion bzw. Belehrung kann nun wirklich verzichtet werden.

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Mysticsister 06.03.2015, 18:17
3. na endlich

heute brauche ich sowas nicht mehr, da ich damit durch bin, also mit der Fruchtbarkeit, aber ich erinnere mich an die Zwei mal in meinem Leben als ich die Pille danach brauchte, und es war je am Wochenende und es dauerte ewig bis ich endlich ein Rezept in einem Krankenhaus bekam, da ging die ganze Nacht drauf.

Gut so nun, und der verantwortungsvolle Apotheker wird kein Kreuzverhör starten, das wäre eine Verfehlung der Beratung, er soll ja nur Beraten und nicht entscheiden ob es die Pille danach geben soll oder ob es moralisch ist etc. Das ist nicht sein Job.

Wer so was machen würde hätte definitiv einen an der Klatsche- Die Zeiten sind sowieso vorbei, wobei, es gibt auch heute noch ältere Frauenärzte die recht daneben sind.

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marcw 06.03.2015, 19:08
4.

Schon längst überfällig.

Übrigens folgt aus der Beratungspflicht der Apotheker nicht die Pflicht der Kunden sich beraten zu lassen. Mit dem Hinweis, dass man über die richtige Anwendung und Risiken bescheid wisse und keine Beratung wünsche, lässt sich die Beratung umgehen.

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privat 06.03.2015, 19:42
5. Aus den Augen, aus dem Sinn!

Wann hat schon ein werdendes Leben die uns gewohnten Menschenrechte "verdient"? In manchen Kulturen findet dies erst bei der Geburt statt. Bis dahin ist alles im Bauch zur Disposition gestellt...
In unserem Land ... wurde eine Grenze in Wochen definiert. Eine Zeitspanne trennt davor ... und ... danach.

Kulturabhängig also unterschiedliche Antworten ... kann dies objektiv sein?

Ich habe keine objektive Wahrheit. Keine Frist. Meint diese doch, dass gestern nichts und morgen ein empfindendes Wesen ist. Vielleicht sogar mit Seele? Wächst dies über Nacht? Kann die Wissenschaft dies vermessen? Oder abwiegen?

Ich könnte den Termin nicht fixieren. Geschieht es gar im Moment der Befruchtung?

Wie ist sicherzustellen, nur den unerwünschten Zellhaufen zu entsorgen, und nicht einen kleinen Menschen mit Bewusstsein zu töten?

Aus Unkenntnis falsch zu wählen... ich könnte dies nicht tragen. Ich würde immer damit rechnen, dass die Wissenschaft wie so häufig, irrte. Da spielen Milliarden von Basenpaaren Reigen in den Zellen und ein Mensch urteilt über die Zeit.

Ich weiß es nicht. Ich lese von Freiheit, nicht von Verantwortung, von der Verführung zur Leichtigkeit im Leben ... und nicht von Vernunft.

Realisiert wurde allein ein leichter Zugang. Eine Verführung zum leichten Denken. Vordergründig eine leichte, weil von anderen getroffene, Entscheidung. "Man darf, Frau darf".

Wieso selbst prüfen? Der Gesetzgeber hat doch geprüft, die Pharmaindustrie ist professionell und der Apotheker befugt.

Leichte Antworten passen nicht auf diese Frage.

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marcw 06.03.2015, 20:00
6.

Zitat von privat
Wann hat schon ein werdendes Leben die uns gewohnten Menschenrechte "verdient"?
Die schwangerschaftsverhütende Wirkung der Pille danach beruht auf der Verschiebung des Eisprungs, es handelt sich nicht um eine Abtreibung. Ihre Argumente laufen völlig ins Leere.

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fridagold 06.03.2015, 20:38
7.

Zitat von privat
Wann hat schon ein werdendes Leben die uns gewohnten Menschenrechte "verdient"? In manchen Kulturen findet dies erst bei der Geburt statt. Bis dahin ist alles im Bauch zur Disposition gestellt...
Eine unbefruchtete Eizelle ist kein Leben. Wäre sie es, würden alle gebärfähigen Frauen monatlich abtreiben, ganz unfreiwillig. Die Pille danach macht nichts anderes als die reguläre Pille, nur eben als Notfallmedikament.

Es ist lange überfällig, dass diese Art der Verhütung Frauen in Notlage unkompliziert zur Verfügung gestellt wird. Die nächtlichen Odyseen über Land und besonders in religiösen Gebieten auch noch zu verschiedenen Krankenhäusern hat damit ein Ende. Damit steigt die Chance, dass die Pille auch wirkt.

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anna_mustermann 06.03.2015, 21:08
8.

Die Sorge, Frauen könnten die Pille danach als regelmäßiges Verhütungsmittel benutzen, hat so ein Ding offensichtlich noch nie nehmen müssen. Bei der Hormonbombe, die da drin ist, sind bis zu fünf Tage nach Einnahme die Hölle für jede Frau. Und wer meint, es sei moralisch verwerflich, die Pille danach zu nehmen, frage sich ernsthaft, ob das ggf. entstehende Kind nicht das Recht hat, in eine Familie geboren zu werden, die es von ganzem Herzen liebt und auch haben will. Ein ungewolltes Kind hat meist kein besonders schönes Leben.

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Featherduster 06.03.2015, 21:27
9. danke EU-Komission

Das wurde höchste Zeit. Diese widerliche Hinterwäldler-CDU hat sich ja lang genug in den Weg gestellt.

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