Forum: Gesundheit
Depression im Alter: Oma braucht Hilfe
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Ist die Großmutter depressiv, braucht sie Unterstützung von der Familie. Was können Angehörige tun, wie sollten sie sich am besten verhalten?

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marlies_lönnies-walther 19.05.2015, 20:45
1. Das Wort Oma finde ich total unpassend

Es ist mir in der letzten Zeit zwei Mal passiert, dass ich beschimpft wurde: "Werd nicht frech - Oma". Ich finde die Bezeichnung einer Familienbeziehung für einen älteren Menschen im Titel eines seriösen Artikels unpassend.

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Lampenluft 19.05.2015, 20:51
2. Facharzt

Der Facharzt für psychische Erkrankungen heißt Psychiater.

Sowohl Ärzte als auch Psychologen können sich zum Psychotherapeuten weiterbilden lassen.

Heilpraktiker für Psychotherapie sind Laienmediziner, deren Behandlungen im Gegensatz zu den oben genannten Fachkräften nicht von den Krankenkassen getragen werden.

Also zuerst zum Hausarzt oder direkt zum Psychiater gehen und dort das eigene Befinden ansprechen.

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Böses Auto 19.05.2015, 20:58
3. Propaganda

Ein Beitrag aus der Propaganda-Abteilung des Bündnisses gegen Depression. Einziges Ziel: Möglichst vielen Menschen eine Depression anzuhängen, um den Umsatz der Pharmaindustrie zu steigern.

Wenn ältere Menschen sich betrübt, traurig und niedergeschlagen fühlen, könnte das vielleicht nicht einfach eine ganz normale Reaktion auf Ihre Lebensituation sein (Altenheim, Vereinsamung, Ausgrenzung)? Wäre es nicht besser das zu verändern, als mit Pillen und Psychotherapie draufzuschlagen?

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PeterAnsari 19.05.2015, 21:44
4. Warum nicht mit den Alten reden?

Antidepressiva zeigen bei alten Menschen gar keine Wirkung.
Und Psychotherapie nehmen ältere Menschen nicht an. -
Gespräche mit Familienangehörigen wären besser, aber wer möchte schon mit "ALTEN" reden? Ärzte oder Psychiater bestimmt nicht.

Für die Senioren gibt es immer wieder dieselbe Information: "Tabletten und Psychotherapie sind die beste Kombination ... (aber freie Plätze für eine Psychotherapie gibt es nicht, dann nehmen Sie doch erst mal die Tabletten)."
Dabei bleibt es.
Das ist wirklich deprimierend.

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KeineIdee100 19.05.2015, 21:49
5. Hmm...

als Pfarrerin einer überalterten Landgemeinde erlebe ich vor allem im Juni/Juli (vor den Sommerferien) und im September (vor den Herbstferien) einen enormen Anstieg von depressiven Erkrankungen in der alleinstehenden/verwitweten altgewordenen Bevölkerung. In der Regel sind die Erkrankungen so gravierend, dass nach Diagnosestellung durch den Hausarzt der Familie ein ca. dreiwöchiger KH-Aufenthalt in der Psychiatrie oder in der Kurzzeitpflege eines hier ansässigen psychiatrischen Altenheims folgen muss.
Glücklicherweise sind die Heilungsquoten dieser Einrichtungen fulminant hoch. Nachdem sich die Mischpoke nämlich drei Wochen in der Türkei oder auf Malle erholt hat, ist auch "die Oma/der Opa" wieder vollständig genesen und hat noch dazu ein paar bunte, berauschende Pillen im Gepäck, die die Angehörigen superglücklich machen.

Sarkasmus beiseite: Psychotherapie für depressive Alte??? Jenseits von Psychiatrien und psychotherapeutischen Fachkliniken siehts dahingehend für die Alten mau aus. Da verschreibt der Hausarzt doch lieber ein paar Pillen, weil weder er, noch die Family den Tanz durch die Krankenkasseninstanzen machen wollen. Und nötig wäre es in der Tat nicht, wenn es nämlich mehr Möglichkeiten der Ansprache für die Altgewordenen gäbe. Auch das eine Beobachtung von mir: Alte, die zwei oder drei Tage in der Woche in eine Tagespflegeeinrichtung gehen, reden bei Besuchen sehr viel seltener davon, dass sie sterben möchten.

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molly_walker 19.05.2015, 21:51
6. Depression

I finally beat my own depression naturally, find out how at http://controlyourmindset.com/how-to-overcome-depression/ I suffered terribly with depression and anxiety since I was 13 and finally got my life back last year

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boardinggoofy 19.05.2015, 21:53
7. In der Tat ein Riesen Problem

Aus eigener Erfahrung, d.h. in der Zusammenarbeit mit alten Menschen kann ich sagen, dass das in der Tat ein ganz gewaltiges Problem ist. Klar könnte man sagen, dass das ein Problem ist, welches sich die Generation auch ein Stück weit selber geschaffen hat, aber das trägt nicht zu Lösung bei. Die Dunkelziffer, insbesondere unter Alleinstehenden Menschen und auch die damit assoziierte Suizidrate müssen dramatisch sein. Ich finde die Thematisierung gut und wichtig.

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joker32 19.05.2015, 21:54
8.

Zitat von marlies_lönnies-walther
Es ist mir in der letzten Zeit zwei Mal passiert, dass ich beschimpft wurde: "Werd nicht frech - Oma". Ich finde die Bezeichnung einer Familienbeziehung für einen älteren Menschen im Titel eines seriösen Artikels unpassend.
Da haben Sie recht.
Die Worte "Oma" und "Opa" stellen die Betroffenen sehr oft in die Ecke.
Besonders eigenartig finde ich es, wenn Eltern ihre eigenen Eltern nur noch als Oma und Opa ansprechen.

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joker32 19.05.2015, 22:13
9. Ältere Menschen sind ...

mindestens genau soviel wert wie Kinder.
"Aber wir müssen doch an unsere Zukunft denken."
In dem Fall muss ich sagen: Scheiß auf die Zukunft.
Denken wir nicht bei X anderen Themen nicht an die Zukunft (Umwelt, Atomkraft, Überbevölkerung, Artensterben, ...).
Wir leben in diesem Punkt erstmal im Hier und Jetzt.
Alte und Junge sind gleichwertig und auch so zu behandeln - dass muss meiner Meinung nach in die Köpfe, nicht zuletzt auch bei den Älteren.
So lässt sich Depression auch entgegenwirken.

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