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Deutschland: So viele Frauen bleiben kinderlos
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Jahrelang bekamen immer weniger Frauen in Deutschland Kinder - jetzt ist dieser Trend gestoppt. Vor allem bei Akademikerinnen nimmt die Zahl der Kinderlosen dem Mikrozensus 2016 zufolge sogar ab.

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muellerthomas 26.07.2017, 15:26
1.

naja, ich sehe da in der Geburtenziffer nicht wirlich einen Trendwechsel:
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Bevoelkerung/Geburten/Geburten.html

Seit 1970 schwankt die Geburtenziffer zwischen 1,2 und 1,5 Kindern je Frau. Und auch in allen anderen Ländern von den USA bis Japan sind die Geburtenziffern nicht so wahnsinnig anders. Da liegt dann Frankreich mit knapp über 2 vorne und Taiwan mit 1,2 hinten, aber in keinem halbwegs entwickelten Land liegt die Zahl höher.

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marty_gi 26.07.2017, 15:35
2. Maenner...

Die gesamten Maedels in meinem engeren Freundeskreis sind so ziemlich in dem Alter zwischen 40 und 50 und dem mittleren Bildungsstand mit Richtung nach oben. Und ich wuerde keine davon als Feministin bezeichnen - dennoch hat keine einzige ein Kind. Nicht mal irgendeine Art von Beziehung. Und das schon laenger nicht. Nicht weil sie nicht wollen, sondern weil die Kerle entweder totaler M*st sind (nachweislich), oder die wenigen guten schon laengst vergeben. So ist das halt, wenn's nicht gerade eine Grossstadt ist. Und fuehrt damit dann auch zu geringen Geburtenraten.

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Sibylle1969 26.07.2017, 15:43
3. Viele Gründe

Für endgültige Kinderlosigkeit gibt es im Wesentlichen drei Gründe: ungewollt (hat nicht geklappt mit dem Schwangerwerden), ungewollt (nicht den richtigen Partner gefunden) und gewollt. Meines Erachtens sind die ersten beiden Gründe häufiger als der letzte. Wer über kinderlose Frauen schimpft, meint aber meist die mit letzterem Grund. Es ist aber eine höchst private Entscheidung, ob man Kinder bekommen will oder nicht. Das ist bitte zu akzeptieren. Gruß von einer 47jährigen Akademikerin, wahrscheinlich endgültig kinderlos.

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hasselblad 26.07.2017, 15:44
4.

Individualität und Lifestyle sind deutlich wichtiger, als der überkommenen Vater-Mutter-Kind-Vorstellung deutscher Konservativer zu entsprechen. Auch wenn diese das naturgemäß anders sehen. In meinem Umfeld sind gut 3/4 der Frauen kinder- und häufig partnerlos, haben das selber so entschieden und genießen ein glückliches Leben voller Freunde, Kaufkraft und Flexibilität. Alles gut. Es gibt keine Notwendigkeit, den Planeten weiter mit Menschen vollzustopfen, davon gibt es mehr als genug. Und wenn es in 400 Jahren deswegen keine "Biodeutschen" (Patridioten-Sprech für ordentliche deutsche Arier) mehr geben sollte, kann uns das heute herzlich egal sein, dann sind wir nämlich alle nicht mehr da.

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HH-Hamburger-HH 26.07.2017, 15:45
5. Nichts und niemand wäre am Ende

Zitat von Sponatiker
Den Feministen natürlich. Die haben millionen Frauen betrogen indem sie die "Karriere" propgaierten, als wäre es DAS Ziel überhaupt im Leben einer Frau. Tja, jetzt sitzen die Frauen da, 35 bis 40 jahre alt und sind allein. Wenigstens haben die Migranten noch Kinder, sonst wäre dieses Lande jetzt schon völlig am Ende.
Die Weltbevölkerung ist schon jetzt viel zu groß und wächst ungebremst weiter. Auch Deutschland ist mit mehr als 80 Mio. Menschen nicht gerade dünn besiedelt. Rückläufige Geburtenzahlen sind also keinesfalls ein Beinbruch. Die Umwelt wird es danken und nachfolgende Generationen werden es zu schätzen wissen. Mit der demographischen Entwicklung einhergehende finanzielle Probleme, etwa in Bezug auf die Rente, sind von Menschen gemacht und müssen von Ihnen auch gelöst werden.

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Spiegelsicher 26.07.2017, 15:49
6. Ja, und leider auch den Medien ...

Zitat von Sponatiker
Und wem haben wir das zu verdanken. Den Feministen natürlich. Die haben millionen Frauen betrogen indem sie die "Karriere" propgaierten, als wäre es DAS Ziel überhaupt im Leben einer Frau.
... ich erinnere mich, wie vor gut 15, 20 Jahren Olaf Henkel und Alice Schwarzer dafür als leuchtendes Beispiel gefeiert, ich glaube sogar geehrt wurden, dass Sie so gut und tolerant miteinander auskamen. Dabei propagierte Frau Schwarzer exakt das Lebensbildleitbild für die Frau, dass die Wirtschaft sich erhoffte. Eine weitere Stramplerin im Hamsterrad.

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jelouis 26.07.2017, 15:49
7. Leben um zu Arbeiten ??

Leben um zu Arbeiten - lies : Karriere - oder arbeiten um zu leben ?? Diese Frage sollte sich eigentlich jeder stellen. Das gilt nicht nur für Frau, sondern meines erachtens auch für Mann. Gibt es parallel zur im Artikel genannten Statistik, eine weitere die besagt, wieviel Männer kinderlos bleiben ? Gehen wir denn nicht "arbeiten" um unsere Familie zu ernähren ; und mit "Familie" ist nicht nur der Partner, sondern ausdrücklich auch unsere Nachkommen, also Kinder gemeint.

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fatal.justice 26.07.2017, 15:51
8. Ach so.

Zitat von Sponatiker
Den Feministen natürlich. Die haben millionen Frauen betrogen indem sie die "Karriere" propgaierten, als wäre es DAS Ziel überhaupt im Leben einer Frau. Tja, jetzt sitzen die Frauen da, 35 bis 40 jahre alt und sind allein. Wenigstens haben die Migranten noch Kinder, sonst wäre dieses Lande jetzt schon völlig am Ende.
Ihrer Logik nach haben also Frauen keinen freien Willen, sich für oder gegen eigene Kinder zu entscheiden. "Feministen" haben ihnen das von Ihnen so empfundene Elend eingebleut. Potzblitz.... Wie gut, dass die männliche Population noch fleißig am Reproduktionsprozess teilnimmt. Gleicht sich das nicht aus?

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weisse.thomas 26.07.2017, 15:57
9. Werbung für die neuen Bundesländer

.. lol...

bei Euch hier ( Spiegelbeiträge der Redaktion) hat man immer das Gefühl, das die negativen Seiten der neuen Bundesländer explizit hervorgehoben werden. Die positiven Seiten werden nur am Rande erwähnt. Woran liegt es das die Geburtenrate sich SO deutlich zwischen Alt- & Neubundesländern unterscheidet ?
Ich möchte jetzt kein Loblied auf Deutschland singen, aber ich empfinde die hohe Geburtenrate im Osten deutschlands als positiv. Die Ursachen warum dies bei uns im Westen nicht so ist, sollte mal deutlich herrausgekehrt werden.

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