Forum: Gesundheit
Düstere Prognose: US-Forscher fürchten Hunderttausende neue Ebola-Fälle
AFP

Die Ebola-Epidemie in Westafrika ist schon jetzt der schlimmste jemals dokumentierte Ausbruch der Krankheit. Nun rechnen US-Wissenschaftler mit Hunderttausenden weiteren Infektionen.

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malanda 13.09.2014, 19:17
1. Vermutlich ...

... wird doch zu drastischeren Maßnahmen zu greifen sein.

Wie soll eine durchaus weltweite Ausbreitung verhindert werden, wenn nicht z.B. auf Flughäfen oder bei Grenzübertritten aus den Risiko-Gebieten heraus Quarantäne-Zonen werden?

Wir wiegen uns hier in Sicherheit - imho fahrlässig. Fluggäste werden auf Fieber gescannt. Falls negativ, dürfen sie weiter. Aber bitteschön, Ebola hat eine Inkubationszeit von bis zu 21 Tagen.

Da muss ein Fluggast aus einer Risikozone noch kein Fieber haben - das entwickelt er ggfs. erst danach.

Wäre es nicht - trotz aller Bedenken hinsichtlich der persönlichen Freizügigkeit - erforderlich, dass Quarantäne-Stationen mit einer zugegebenermaßen großen Kapazität geschaffen werden?

21 Tage müssen überbrückt werden - Fluggäste von Tag 1 wechselt stufenweise in Zonen für Tag 2, Tag drei usw. Tauchen am Tag 15 Probleme in einer Gruppe auf, müssen alle Kontakt-Personen zurück auf Tag 1.

Klingt monströs, weiß ich. Aber müssen wir dennoch darüber nachdenken?

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MobelpreisMedizinPhysik 13.09.2014, 19:33
2. 2400 Tote bei derzeit 4800 Infizierten

wird vom Laien wirklich zu optimistisch interpretiert. Es wird schon stimmen, daß von den derzeit 4800 Infizierten mind. 4000 sterben werden, dann sind wir schon bei locker 10.000 Toten, wenn wir nur eine ganz kleine Dunkelziffer an unklaren Todesfällen abschätzen - vielleicht sind wir aber schon jetzt bei 20.000 Toten, denn viele Dörfer haben doch gar keinen Anschluß an moderne Todesstatistiken. Ich verstehe nicht, warum man fast nichts hört von den "Überlebenden", denn bei 2400 nachgewiesenen Toten müsste es ja doch mind. schon 300 Überlebende geben, die speziell in den Fokus der Forschung rücken müssten, vielleicht kann man deren Blutstammzellen an geeignete Empfänger injizieren oder Antikörper generieren, klonieren, Medikamente entwickeln.

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akmsu74 13.09.2014, 19:35
3. erst der Anfang...

Das ist doch erst der Anfang!

Alle bisherigen Ausbrüche waren nur kurz - ZU kurz, als dass das Virus groß hätte mutieren können. Der momentane Ausbruch dauert schon viel zu lange - und mit jedem Tag, den das Virus von Mensch zu Mensch springen kann, wächst die Wahrscheinlichkeit, dass es mutiert!
Möglicherweise wird es weniger tödlich, sehr wahrscheinlich wird es aber früher oder später durch die Luft übertragbar sein.
Dann viel Spaß...

Wenn man das (jetzt noch) verhindern will, hilft nur flächendeckende Totalquarantäne und die gibts nur mit Kriegsrecht und ggf. drastischsten Mitteln.
Nicht schön - aber hier stehen JETZT die Leben von einigen Hunderttausend Leuten gegen die von 7 Milliarden.
...und dieses Dilemma haben sich die Völkergemeinschaft und auch die Staaten vor Ort selber eingebrockt, weil sie viel zu zögerlich und viel zu spät reagiert haben.

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Ursprung 13.09.2014, 19:44
4. Monstroese Population

Zitat von malanda
... wird doch zu drastischeren Maßnahmen zu greifen sein. (...) Klingt monströs, weiß ich. Aber müssen wir dennoch darüber nachdenken?
Ist auch monstroes:
die Menschen in der derzeitigen Biosphaere sind in einer Situation wie ein schaedlicher Bakterienstamm in einem Uhrschaelchen mit (noch) genuegend Agar-Agar, dessen Population nicht realisieren kann, dass sie bald mangels Ressourcen in selbst herbeigefuehrter Monokultur allesamt ersticken, an typischen Monokulturkrankheiten sterben oder in den eigenen Abbauprodukten elend eingehen werden.

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piribum 13.09.2014, 19:47
5. Ich lese hier nur etwas von zehntausenden...

... nicht von hunderttausenden. Was für eine Panikmache!

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klarobello 13.09.2014, 19:48
6. Ideale Helfer!

Wen ich richtig informiert bin, sind die Kranken, die Ebola überstanden haben, nun immun dagegen. Es wäre doch wirklich sinnvoll, wenn man die als Helfer anwirbt, sie gehen kein Risiko ein und aus Dankbarkeit für ihr Überleben sind sie auch motiviert.

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Bonanza 13.09.2014, 19:52
7. Quarantänemaßnahmen anleihern

Quarantänemaßnahmen für Europa und den Rest der zivilisierten Welt anleiern, damit die Seuche auf Afrika beschränkt bliebt. Sonsten haben wir hier demnächst. was bisher nur als Computerspiele gibt.

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BlakesWort 13.09.2014, 19:52
8.

Das größte Problem ist nicht Ebola selbst, sondern die mangelnde Aufklärung in Afrika. In einigen Landstrichen gelten Kondome über Besenstiele gezogen als hilfreich gegen Aids, weil Aufklärer Kondome über Besenstiele zogen.

Sollte sich Ebola wirklich über die hoffnungslos überfüllten und medizinisch unterversorgten Megacities ausbreiten, wird die Krankheit in Afrika wüten wie dereinst die (bakteriell übertragene) Pest in Europa. Der bisherige Ebola-Erreger ist noch relativ flink, mit Inkubationszeiten von 7-21 Tagen. Was aber wenn er mutiert, die Inkubationszeit wächst und die Infektionsart sich ändert? Ohne Panik schüren zu wollen, Viren werden irgendwann ein Massensterben auslösen. Vielleicht nicht Ebola, aber wenn doch...

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YourSoul Yoga 13.09.2014, 20:10
9. Hochgefährlich

Dass man über die Epedemie vergleichswiese wenig liest und sieht, zeigt schon, wie ernst die Situation ist. Das ist mal nicht sarkastisch gemeint.

Ganze Regionen in den betroffenen Gebieten werden abgeriegelt, Landesgrenzen werden geschlossen, Airlines stellen den Linienverkehr ein, Militär riegelt betroffenene Gebiete ab....incl Einsatz von Waffen.
Und das reichste Land der Welt schickt ein Feldlazarett um macht 23 Mio EUR locker. Das ist der eigentliche Skandal. 600 Mrd Budget zum Kriegführen sind kein Problem, man kämpft aber lieber gegen Menschen als gegen Viren..?

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