Forum: Gesundheit
Eine Milliarde Euro gegen Ebola: Europa macht endlich Ernst
REUTERS

Die EU-Staatschefs verstärken angesichts der weltweiten Seuchenbedrohung ihre Anstrengungen, um das Ebolafieber im Zaum zu halten - und verdoppeln ihre Finanzhilfe auf eine Milliarde Euro.

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Ruhrfred 24.10.2014, 11:58
1. Geld

Als wenn man alles mit Geld regeln kann, dass - ja wann eigentlich - fließen "soll".

In diesem Fall geht es doch um Handeln und nicht um Reden. Wo sind denn die Feldbetten und Zelte, die es dort braucht. Wo sind denn die Feldküchen? Sind die schon unterwegs? Ich habe darüber nichts gelesen.

Aber für den Aufbau von Zelten und Betten auf der grünen Wiese braucht man ja Mediziner. Da reichen keine Soldaten oder auch Freiwillige. Selbst dann, wenn man das auch kann ohne Kontakt zu Einheimischen zu haben und damit auch kein Risiko einer Ansteckung.

Wie kann man sowas als "Erfolg" verkaufen. Das ist Aussitzen ohne Handeln zu müssen.

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ihawk 24.10.2014, 12:07
2. Kostenkontrolle

Bei allem Willen helfen zu wollen und der Notwendigkeit präventiv handeln zu müssen, sollte m.E. genauso aufmerksam darauf geachtet werden, dass die "Gesundkeitsindustrie" die Notlage nicht schamlos ausnutzt und mit überhöhten Preisen und unnötiger Ausrüstung fette Gewinne einfährt.
Die Schamlosigkeit mit der sich Kriesengewinnler die Taschen vollstopfen ist schon erschreckend.

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Sackaboner 24.10.2014, 12:16
3. Maßnahmen

Werden jetzt endlich alle Einreisenden aus den betroffenen Ländern wie in den USA 3 Wochen lang beobachtet, wozu zweimaliges Fiebermessen pro Tag gehört und ein Behördenbesuch, wenn das Fiebermessen versäumt wurde?

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firenafirena 24.10.2014, 12:17
4. Nachhaltigkeit wäre wichtig

Wie könnte es laufen? Die Gelder werden aufgestockt, Behandlungzentren werden eingerichtet und mit Unterstützung durch ausländisches Personal betrieben. Irgendwann wird dieser Ausbruch zuende sein, ohne dass es zum Ende der Welt kommt. Und danach? Die Helfer verlassen das Land, die Zentren stehen rum und es hat sich weder an der Infrastruktur, noch am Gesundheitssystem der Länder etwas geändert. Die westliche Welt bleibt nur solange dort, wie sie selbst in Gefahr ist. Das ist jetzt nicht besonders überraschend, sondern dieser Egoismus liegt in der Natur des Menschen. Damit die betroffenen Länder selbst auf die Beine kommen und zukünftige Ausbrüche (und die wird es geben) besser bekämpfen können, muss ein Gesundheitssystem etabliert werden. Sowas geht aber nur ohne Korruption, Bürgerkriege, Misswirtschaft, etc. Man kann keinem Land von aussen eine funktionierende Politik überstülpen. Sowas geht nur von innen heraus und da hat Europa keinen Einfluss. Wir müssen uns an den Gedanken gewöhnen, dass dies nicht der letzte Ausbruch war. Erfrischend wäre jedoch, wenn sich mit der Zeit eine sachliche Haltung durchsetzen würde und die Hysteriker und Verschwörungstheoretiker mit ihren Aluhüten zuhause blieben.

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stahlfahrer 24.10.2014, 12:23
5. Danke !

...sagt die Gesundheitsindustrie und lacht sich ins Fäustchen...;-) In D sterben jedes Jahr über 30.000 Menschen an Grippe und da regt sich keiner drüber auf. Ebola ist im Vergleich dazu weit weniger ansteckend...wie SPON neulich schrieb:
"Ein Video aus den USA zeigt einen Mann ohne Schutzkleidung, der wenige Meter neben einem Ebola-Infizierten steht. Handelt dieser Mann nicht unverantwortlich?

Solange er weder den Patienten berührt noch seine Pfleger, besteht keine Infektionsgefahr. Allein über die Luft ist eine Übertragung nach derzeitigem Wissensstand unmöglich - anders als etwa bei Influenzaviren. Ebolaviren werden nur durch direkten Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten wie Speichel, Erbrochenem, Urin oder Fäkalien (teilweise auch durch Schweiß oder Tränenflüssigkeit) übertragen. Indem man sie berührt und sich anschließend zum Beispiel an Mund, Nase oder die Augen fasst, können die Viren über Schleimhäute in das Innere des Körpers gelangen. Verletzungen auf der Haut sind ebenfalls eine Eintrittspforte für die Viren. Man kann sich auch bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr infizieren."

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen!

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nachtmacher 24.10.2014, 12:34
6. mit geld zuschei....

wird bei Ebola wohl auch nicht funktionieren... wie meine Mitforisten vermisse ich so etwas wie einen "Plan". Leider ein Kennzeichen der EU. Erst aussitzen probieren, dann Aktionismus. Und der bevorzugt mit viel Geld (wieviel bleibt davon eigentlich mal wieder an uns hängen?) und wenig Nachhaltigkeit. Siehe Infrastrukturmaßnahmen und EU-Projekte in vielen Ländern. Bleibt am Ende auch etwas für die betroffenen afrikanischen Länder übrig? Eine Verbesserung der medizinischen Versorgung etwa? Oder ein wenig Bildung? Mit einer Milliarde kann man schon etwas vernünftiges und dauerhaftes aufstellen, oder diversen Profiteuren die Taschen füllen...

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tsaag 24.10.2014, 12:34
7. Schöner theoretischer Vorschlag ohne Realitätsbezug

Zitat von firenafirena
Wie könnte es laufen? Die Gelder werden aufgestockt, Behandlungzentren werden eingerichtet und mit Unterstützung durch ausländisches Personal betrieben. Irgendwann wird dieser Ausbruch zuende sein, ohne dass es zum Ende der Welt .....
Das haben Sie sich sehr schön ausgedacht, doch haben Sie bitteschön auch bedacht, dass es in Afrika eine völlig andere Kultur gibt? Vielleicht wird das von Ihnen vorgeschlagene Vorgehen als wiedererstehen des Kolonialismus verstanden? Schon seit zig Jahren werden Unsummen von Geld nach Afrika gepumpt, doch was hat sich geändert? Nicht viel bis gar nichts. Wann endlich wird der bornierte Westen begreifen, dass es Menschen auf diesem Planeten gibt, die anders leben und auch anders leben wollen als wir? So grausam und hart es auch sein mag, aber die Menschen in Afrika werden weiter Bushmeat essen, dabei werden immer wieder einmal Menschen mit Ebola infiziert und sterben, denn Bushmeat ist nicht nur Nahrung sondern Delikatesse und Arzneimittel. Dazu gehört auch die Korruption und die daraus folgende Misswirtschaft. Wir können nicht die Menschen bevormunden und ihnen unser "sauberes" Weltbild aufdrücken.
Ob das in unser Weltbild passt oder auch nicht, daran werden wir nichts ändern können, da können wir noch soviel Geld rein pumpen.

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Spokey 24.10.2014, 12:35
8. miese Vergleiche

es scheint doch einen unterschied zu geben.. grippe gibt es jedes jahr, ebola in dieser form ist extrem außergewöhnlich und extrem tödlich.

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happy2010 24.10.2014, 12:59
9.

Vor acht Monaten hätte man mit 50 Millionen ein ähnliches Ziel erreicht.
Vor einem Jahr mit 20, 30 Millionen

Aber Geiz ist Geil, und Ebola war weit weg

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