Forum: Gesundheit
Ernährung: Die Scharlatanerie mit Krebsdiäten
Corbis

Im Netz und in den Buchhandlungen wimmelt es von vermeintlich gesunden Diäten gegen Krebs: Wer auf Zucker verzichtet, hungert den Krebs aus. Antioxidantien besiegen Tumorzellen. Doch viele dieser Pseudo-Weisheiten sind gefährlich.

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DMenakker 21.03.2015, 04:09
50.

Zitat von capote
Chemotherapien wirken oft Lebensverlängernd, nicht heilend. Ob man das, was die Patienten mit/bei Ihrer Chemotherapie erleben allerdings noch Leben nennen kann oder man mehr von einer Leidens- und Quälverlängerung sprechen muss, ist fraglich.
Ganz im Ernst. Die Stories, die so alle über Chemo Therapien erzählt werden, sind zum großen Teil Stuss. Wenn es Leuten dabei wirklich dreckig geht, ist es meistens der Krebs, und nicht die Therapie, welche die Leute fertig macht.

Kommen Sie mal in den Therapiesaal bei meinem Onkologen. Die Leute dort wirken gesünder und besser gelaunt, als in jedem Wartezimmer eines Allgemeinmediziners.

Vor 15 Jahren galt meine Form noch als tödlich mit einer realistischen Restlaufzeit von 18 Monaten. Die Diagnose ist jetzt 2 Jahre alt, ich schreibe gerade aus Cebu City, weil der Mensch ja auch mal Urlaub braucht und erfreue mich ziemlich guter Gesundheit.

Natürlich verliert man Gewicht, dem Verdauungstrakt geht es nicht sonderlich gut und die Häärchen haben sich zwischendurch auch mal verabschiedet. Einmal im Monat gehts auch mal mies, dann bleibt man halt den Tag im Bett. So what? Jeder Morbus Chron Patient macht 10 x schlimmeres durch! Und zwar ohne Hoffnung auf Heilung. Für Magen Darm gibt es Schutzmittel, gegen Übelkeit gibt es auch was. Man muss nur die richtigen Ärzte haben um die Nebenwirkungen im Griff zu haben. Dann passt es schon.

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DMenakker 21.03.2015, 04:10
51.

Zitat von eurodoc
Wenn ein Krebskranker plötzlich Appetit auf einen Burger verspürt, dann Augen zu und ab zu McD.!
Amen! Mehr braucht man zu dem ganzen Thema nicht zu sagen, ausser, dass es bessere Burger als McD gibt!

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istnurmeinemeinung 21.03.2015, 05:00
52.

"Vollkornmehl etwa basiert auf komplexen Kohlenhydraten, Weißmehl hingegen enthält einfachere Kohlenhydrate." - Blödsinn, Vollkornmehl enthält dieselben Kohlenhydrate wie Weißmehl, denn es wird aus dem selben Korn gewonnen, lediglich die Kleie wird mitverarbeitet. Diese enthält lediglich weitere Stoffe wie Fettsäuren und einigen anderen Krams. Ich persönlich vertrage es nicht gut, weil starke Blähungen durch die schwer verdaulichen Ballaststoffe.

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lubo0703 21.03.2015, 05:17
53.

Zitat von Brathering
Wie Studien und die Molekularbiologie zeigen kann Fasten bei einer gleichzeitigen Chemotherapie wichtige Vorteile bieten, wie der Bericht 'Fasten und Heilen' auf Arte gezeigt hat. Danach ändert sich in den Zellen die Genexpression, allerdings bei gesunden Zellen und Tumorzellen unterschiedlich. Während gesunde Zellen sich in einen Schutzmodus schalten, wo die Chemogifte kaum Auswirkungen zeitigen und der Patient sich auch fit fühlt, werden die Tumorzellen für Gifte noch sensibler und können leichter vernichtet werden.
Die Friedhöfe sind voll von Menschen, behandelt durch die Schulmedizin.
Meine Frau ist eine von denen.
Und das Leiden verursacht von einer völlig wirkungslosen Chemotheraphie (Versuchskaninchen ?), - Breuss war nur ein Elektromonteur... (wie abwertend) , schade dass ich sein Buch nicht rechtzeitig gelesen habe.

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younghawk 21.03.2015, 08:35
54.

Dieser Beitrag ist bestenfalls fahrlässig und schlecht recherchiert, schlimmstenfalls gefährlich.
Dass sich die meisten Tumorzellen direkt von Zucker ernähren (Glucosevergärung) ist wissenschaftlicher Stand. Dass das Wachstum von Tumorzellen bei ketogener Ernährung (keine Kohlenhydate, nur Fette und Eiweisse) sich verlangsamt, ist in sehr vielen Studien nachgewiesen. In den USA, UK, in Deutschland vor allem Uni Würzburg 2013, jüngst Indien. Man hat in sehr vielen Tierversuchen (mäusen) Krebswachstum mit und ohne Zuckerversorgung untersucht: die Ergebnisse sind eindeutig.
Es ist natürlich nicht so, dass eine ketogene Ernährung Krebs heilt, aber sie verhindert oder verlangsamt weiteres Wachstum. Begleitend zu einer Chemotherapie erscheint es die einzig vernünftige Ernährung.

Im Übrigen: das ist keine Diät. Es ist eher die ursprüngliche Ernährung des Menschen. Unsere Vorfahren haben hunderttausende von Jahren so gelebt: Fleisch, Fisch, Gemüse, Salat. Kohlenhydrate gibt es seit wenigen tausend Jahren: seitdem wir Getreide anbauen, später Reis und Kartoffeln. Raffinierter Zucker ist eine Erfindung der Neuzeit - der menschliche Stoffwechsel ist evolutionstechnisch darauf gar nicht vorbereitet. Zucker ist die grösste Geisel der Menschheit und DIE Killerdroge Nr. 1. Den wegzulassen ist immer richtig, ob krebskrank oder nicht.

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younghawk 21.03.2015, 08:38
55.

Zitat von eurodoc
Es ist immer wieder eine Schande anzusehen, wie bei unheilbaren Erkrankungen mit der Hoffnung und Verzweiflung der Patienten gespielt wird, um mit irgendwelchem Hohopokus noch ein paar Euronen herauzuschlagen. Trotz aller Fortschritte in der Medizin, gibt es immer noch sehr viele Erkrankungen, die vielleicht vorübergend gebessert, aber nun mal nicht heilbar sind. Das muss man in solchen Fällen einfach akzeptieren. Kümmert euch lieber intensiv um eure schwer kranken Freunde oder Verwandten, macht noch einmal einen schönen gemeinsamen Urlaub,... aber bitte quält keinen mit solchen Pseudodiäten. Wenn ein Krebskranker plötzlich Appetit auf einen Burger verspürt, dann Augen zu und ab zu McD.!
Sind Sie krebskrank? Ich glaube nicht, denn sonst würden Sie nicht so schreiben. Falls Sie als tatsächlich Krebskranker unbedingt zu McDonalds gehen wollen: tun Sie es. Ihr Leben werden Sie damit nicht verlängern.

Ich bin krebskrank und gehe gerade in eine Chemo. Zu McD werde ich ganz gewiss nicht gehen...

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hubertrudnick1 21.03.2015, 08:54
56. Aber bitte

Zitat von Shelly
ihren Krebs überlebt haben. Aber es war ihr Krebs. Hören sie bitte auf, ihren persönlichen Weg der Therapie als allumfassend gut für die Heilung allen anderen Krebspatienten zu empfehlen! Da MUSS man eben nicht durch, da kann man durch - wenn man sich für diese Therapie entschieden hat, nicht mehr und nicht weniger. Genauso könnte ich hergehen und sagen - Leutchen, macht um Gotteswillen keine Chemo - denn ich habe meinen Krebs überlebt, obwohl ich die angedachte Chemo abgelehnt habe. Jeder muss sich selbst entscheiden, was er tun will und was nicht (selbst bedeutet selbst und keine Entscheidung bzw. Angstmache durch Ärzte).
Jeder kann doch nur über seine persönlichen Erfahrungen schreiben, was stört sie sich daran?
Ich habe nicht geschrieben, dass nur mein Weg zum Erfolgt führen muss, aber ich hatte mich dazu entschlossen und lebe noch.
Und auch beim jetzigen Prostatakrebs habe ich mich von meinen Ärzten beraten lassen und trotzdem für mich entschieden und ich habe Glück damit.
Auf jedem Fall ist eine entsprechende Lebensführung nur von Vorteil, denn man stärkt seine Abwehrkräfte und kann noch mehr dagegenhalten.
Ich verstehen ihre Kritik absolut nicht, sie sollten immer erst das in Ruhe durchlesern, bevort sie zum Angriff übergehen.

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younghawk 21.03.2015, 09:35
57. Gefährlich

sind solche Artikel wie dieser. Und wenn man dies unter Hinweis auf wissenschaftliche Erkenntnisse dem Autor mitteilt, werden solche Beiträge wegzenziert.
SPON: Übernehmen Sie Verantwortung für das, was Sie schreiben? Und wenn es erkennbar Blödsinn ist, darf man Sie nicht darauf hinweisen?

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ruhepuls 21.03.2015, 09:37
58. Pauschalrezepte....

Pauschalrezepte sind meist falsch. Das gilt für die konventionelle Medizin genauso, wie für die alternative. Leider stehen die meisten Menschen auf einfach Lösungen - und also auch auf "die Krebsdiät".

Trotzdem zeigen z.B. die Studien der Uniklinik Würzburg (und deren Veröffentlichungen), dass eine ketogene Ernährung Tumorzellen angreifbarer macht. Konventionelle Therapie greifen dann besser.

Das macht aber nur Sinn bei Patienten, die nicht kachektisch sind, also deren Gesamtzustand noch gut ist.

Außerdem sollte die Ernährung immer Teil einer Gesamtstrategie sein. Das gilt auch für Wirkstoffe wie Sulforaphan oder Curcumin. Sinnvoll, aber keine "Wundermedizin".

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ruhepuls 21.03.2015, 09:42
59. Schon klar,

Zitat von vandersteeg
Diese ganzen Krankheiten wie Krebs, Alzheimer, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arteriosklerose und wie sie alle heißen, haben EINEN gemeinsamen Risikofaktor... und das ist das Altern. Wenn man sich die einzelnen Krankheiten genauer anguckt, dann handelt es sich in fast allen Fällen um die Auswirkung von kleinsten Schäden auf molekularer Ebene, die sich im Laufe des Lebens aufsummiert haben. Man sollte sich darauf konzentrieren, Methoden zu finden, die genau diese Schäden regelmäßig zu "entsorgen". Genau daran wird auch geforscht, (z.B. die SENS Research Foundation www.sens.org).
Naja, natürlich spielt Zellalterung eine Rolle. Und natürlich ist Alter ein Risikofaktor für Krebs. Unbestritten.

Nur, lässt sich das Altern bis zu einem gewissen Grad beeinflussen, wenn auch nicht verhindern. Die Erkenntnisse über Radikale, AGEs usw. sind ja da. Nur passen sie nicht in das vorhandene medizinische System (also die "Praxis"), weil sie eigentlich eine präventive Medizin erfordern würden, während wir immer noch eine reparative haben. Anders gesagt: Wir warten, bis eine Krankheit ausbricht, statt deren Ausbruch möglichst zu verhindern oder zu verzögern.

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