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Ernährung: Wie gesund ist Milch?
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Für viele gehört Milch schon beim Frühstück dazu - im Müsli oder Kaffee. Trotzdem wird gestritten, ob das Lebensmittel die Gesundheit fördert oder ihr schadet. Die Fakten.

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moev 20.09.2017, 11:22
1.

Ein Blick auf die Geschichte der Laktosetoleranz reicht. Das ist quasi die größte Feldstudie am Menschen die je durchgeführt wurde.
Angefangen von einer kleinen Gruppe hat sich die Mutation, Laktose noch im Alter verarbeiten zu können, in den nördlichen Breitengrade so extrem ausgebreitet, das die eigentlich normalen, aka mit Laktoseunverträglichkeit, zur Minderheit geworden sind (teilweise regional ausgestorben!).

Fazit: Laktosetoleranz bot einen immensen Überlebensvorteil.

Wo wir heute die exotischsten Früchte um die Welt einfliegen lassen können mag der Vorteil irrelevant sein, aber er war mal ganz gewaltig.
In südlicheren Gefilden hat man hingegen das nie wirklich gebraucht, daher kaum verbeitet

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H-Vollmilch 20.09.2017, 11:23
2.

Milch ist seit jahrtausenden Bestandteil unserer Ernährung. Gestritten wird darum erst seit es Internet gibt.

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claus_kleber 20.09.2017, 11:31
3. IGF-1 und Krebszellen

Der Zusammenhang zwischen IGF-1 und dem Wachstum von Krebszellen wäre erwähnenswerter gewesen als der zwischen Milch trinkenden Kindern und deren eventuell leicht erhöhter Körpergröße.

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Keksefüralle 20.09.2017, 11:40
4.

Zitat von moev
... Wo wir heute die exotischsten Früchte um die Welt einfliegen lassen können mag der Vorteil irrelevant sein, aber er war mal ganz gewaltig. In südlicheren Gefilden hat man hingegen das nie wirklich gebraucht, daher kaum verbeitet
Kaum. Wenn man sieht wo die Industrie überall Milchzucker reinsteckt.

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Maggie Mae 20.09.2017, 11:42
5. Magnesium

Meine das es so ist das für den Körper um Kalzium aufzunehmen es auch Magnesium bedarf. Da das nicht oder nur sehr gering vorhanden ist in der Milch kann der Körper den Kalzium nicht aufnehmen--und scheidet ihn deshalb wieder aus--deshalb statt guter Knochen eher Osteoporose.

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Lord Menial 20.09.2017, 11:55
6.

Zitat von Maggie Mae
Meine das es so ist das für den Körper um Kalzium aufzunehmen es auch Magnesium bedarf.
Um Calcium aufzunehmen braucht man kein Magnesium. Deshalb wird es auch nicht wieder ausgeschieden.

Es gibt wirklich sehr günstige Bücher, die den menschlichen Körper erklären!
Wer sich einen Computer und Internet leisten kann, sollte die paar E für ein seriöses Werk über den eigenen Körper auch haben, wenn ihn das Thema interessiert.

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Rainer Helmbrecht 20.09.2017, 12:18
7.

Ich wurde 1942 Geboren und Milch war ein Lebensmittel. Der Gedanke dass sie Krank machen könnte war unbekannt. Mein Vater mochte sie nicht, aber für uns Kinder war e unabdingbar. Wir hatten in Berlin in der Nachbarschaft einen Kuhstall, der seine Tiere alle Halbe Jahre auswechselte, für uns Kinder immer ein großes Hallo.
Ich will nicht behaupten dass uns die Milch das Leben gerettet aber Ich erinnere mich immer noch in Dankbarkeit daran, dass die Bäuerin die Milchkanne immer großzügig aus gegeben hat.

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dmenne 20.09.2017, 12:25
8.

>>Die Ausnahme: Männer, die täglich mehr als 1,2 Liter trinken oder mehr als 100 Gramm Hartkäse essen, haben möglicherweise ein erhöhtes Risiko für Prostatakrebs.>>

Als Statistiker kriege ich hier das Kringeln: ein wunderbares Beispiel für Scheineffekte bei kleinen Populationen (wieviel Männer trinken mehr als 1.2 Liter und essen mehr als 100 Gramm Hartkäse?). Ironisiert wird das gerne in der Frage: "Und was ist bei rothaarigen 21-jährigen, die gerne grüne Tomaten essen?"

Wer mehr wissen will, google "garden of forking paths statistics".

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hakim 20.09.2017, 12:26
9. Milch ist nicht gleich Milch

Seitdem ca. 2003 die ESL Milch deutschlandweit eingeführt wurde und sich weiter "Frische Milch" nennen darf, gibt es fast nur noch lange haltbare homogenisierte Milch. Frischmilch, am besten nicht homogenisiert, findet man fast nur noch in der Biokühltheke für deutlich mehr als 1 EUR pro Liter.
Die Milch schmeckt nicht nur besser, wird in natürlicher Weise sauer (schmeckt dann immer noch), sondern hat andere Wirkungen auf den Körper. Der Artikel erwähnt leider auch nicht, dass das erhöhte Risiko für Krebs vor allem für fettarme Varianten gefunden wurde. Die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit gelten hauptsächlich für normalfette Milch (ca. 3,8%). Die zwar gesättigten, aber kurzkettigen Fettsäuren können vom Körper besonders gut verarbeitet werden.
Ich freue mich auf die Flasche wirklich frische Demeter Vollmilch mit 3,8% Fett und nicht homogenisiert einmal die Woche. Die ist mir auch die 1,70 EUR/Liter Wert. Lieber weniger, aber dafür hochwertig. Das ist für Gesundheit und Umwelt am günstigsten.

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