Forum: Gesundheit
Ernährungsreport 2019: So essen die Deutschen am liebsten
DPA

Es soll vor allem gut schmecken: Eine Umfrage zeigt, wie sich die Menschen in Deutschland ernähren. Agrarministerin Klöckner will Verbrauchern nun gesündere Nahrungsmittel unterjubeln.

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Bernhard.R 09.01.2019, 17:34
1. So ähnlich

hatten wir es schon einmal. Die damalige Ministerin hieß Renate Künast. Sie hat doch tatsächlich behauptet, die Deutschen würden für gesunde Lebensmittel gerne mehr Geld ausgeben. Im Auftrag der Bio-Lobby? In die Geschichstbücher ging sie dann aber ein, als sie eine Viertelmillion gesunde Rinder vernichten ließ, statt sie an Brot für die Welt o. ä. zu geben. Nur, um den Preis für Rindfleisch hoch zu halten. Hat mich an den Steinzeitkapitalismus aus dem Geschichtsunterricht erinnert, als Milch ins Meer gekippt und Kaffee verbrannt wurde. Bin gespannt, was ihre Amtsschwester uns noch zumutet.

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bikosaurus 09.01.2019, 17:38
2. Was denn nun?

Noch vor nicht allzu langer Zeit warf SPON der Ministerin eine zu große Zurückhaltung gegenüber dem Wirken der Nahrungsmittelindustrie vor. Nun will sie den Verbrauchern etwas Gesünderes "unterjubeln". Negativberichterstattung, egal wie. Ich finde die Ministerin nun auch nicht gerade toll, aber hier geht sie m.E. einen ganz guten Weg. Lange Zeit ging es anders herum, die problematischen Inhalte wurden immer höher gesetzt, bis die Kunden daran gewöhnt waren und alles Gesunde fad schmeckte. Eine Schocktherapie würde jetzt nur Sinn machen, wenn wie in GB und Mexiko gleichzeitig drastischere Kennzeichnungspflichten und Steueraufschläge erhoben würden. Dann wären die Nachteile deutlich sicht- und spürbar. Ansonsten hat Frau Klöckner Recht: Ladenhüter.

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jo126 09.01.2019, 17:56
3. Brauchen wir unbedingt!

Was wäre unser Leben ohne die Politiker! Die sagen uns, was gut ist. Wie arm wäre mein kleines Dasein ohne solche Nannies wie Klöckner.

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dpfungstadt 09.01.2019, 18:14
4. Klöckner ist Industrie Lobbyistin

Klöckner wehrt sich schon lange gegen eine einfache und für den Verbraucher leicht zu erkennende Ampel für Zucker, Salz und Fett in verarbeiteten Nahrungsmitteln. „Allerdings bringe es nichts, den Zuckergehalt von heute auf morgen zu halbieren, so die CDU-Politikerin. Die gesünderen Produkte drohten dann zu Ladenhütern zu werden. "Am Ende wird es alles nichts bringen, wenn es nicht schmeckt", sagte Klöckner.“ Das zeigt wieder deutlich, dass Klöckner der Nahrungsmittelindustrie keine Vorgaben machen will. Das soll alles auf freiwilliger Basis passieren. Dabei ist Zucker als Zusatzstoff extrem billig und die Industrie wird darauf freiwillig nicht verzichten. Den Zusatz von Zucker in verarbeiteten Lebensmitteln müsste man gesetzlich beschränken, z. B. maximal 5 Gramm Zucker pro 100 Gramm Lebensmittel. Ausnahmen für Schokolade oder andere Naschereien müssen natürlich gelten. Mit Frau Klöckner wird es dass jedoch nicht geben.

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ruhepuls 09.01.2019, 18:24
5. ...und wir sind selbst schuld!

Zitat von jo126
Was wäre unser Leben ohne die Politiker! Die sagen uns, was gut ist. Wie arm wäre mein kleines Dasein ohne solche Nannies wie Klöckner.
Einmischung nervt jeden. Allerdings ist es leider oft so, dass die Einmischung deshalb kommt, weil die "Vernunft" derer nicht ausreicht, in deren Angelegenheiten man sich einmischt. Jedes Jahr steigen die Kosten für lebensstilbedingte Krankheiten (also angefressen, angehockt, angesoffen...) und ebenso führt die Massentierhaltung und überhaupt die Massenproduktion in der Landwirtschaft zu immer mehr Umweltschäden, die wir unseren Nachkommen hinterlassen bzw. mit viel Geld wieder halbwegs beseitigen müssen. Aber über steigende Kassenbeiträge oder höhere Steuern wird dann wider geklagt. Soll doch jemand anders die Zeche zahlen.

Wen wundert es da, wenn die Politik versucht, die Unvernunft zu "regulieren"? Ob es allerdings funktioniert, ist eine ganz andere Frage. Aber wenn offensichtlich bei vielen das Denken nur nach dem Motto funktioniert: Hauptsache heute Party..! kommt eben irgendwann ein Gesetz. Nebenbei, das "Euro-Bio" der Renate Künast hat immerhin dazu geführt, dass heute jeder bei ALDI & Co. zumindest eine erschwingliche Alternative findet, die mit weniger Rückständen und weniger Umweltbelastung erzeugt wurde.

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Referendumm 09.01.2019, 18:25
6. Klöckner will Verbrauchern nun gesündere Nahrungsmittel unterjubeln

"Klöckner will Verbrauchern nun gesündere Nahrungsmittel unterjubeln".
Was für ein Euphorismus! Es wird nicht gelingen, man oder frau wird gnadenlos scheitern, wenn das gilt: Es soll vor allem gut schmecken.

Irgendwie "leichtere" Produkte anstatt eine gehaltvolle Sahne? Wissen denn die Leute nicht, dass Fett ein Geschmacksträger ist?

Vergisst es! Wer statt Sahne irgendwie krampfhaft nach einem Ersatzstoff sucht, kann das Kochen gleich ganz einstellen, weils nämlich nicht schmeckt.

Das Thema ist doch seit langem schon durch. Dito. bei Vollkornnudeln. Dann lieber gleich Austronautenkost. ;)

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Pixopax 09.01.2019, 18:30
7. Jeder Zweite achtet auf Tierwohl, die anderen essen täglich Fleisch

Den meisten ist es herzlich egal dass Sie Fleisch von lebenslang gequälten Tieren essen, hauptsache lecker und billig.

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Gleichstrom 09.01.2019, 18:37
8.

In diesem Amt sind seit jeher nur Lobbyisten gewesen - anders läßt sich nicht so viel erklären - und vieles anders nicht.

Was die Ampel angeht - sind wir denn alle Analphabeten? Seit Ewigkeiten stehen die Nährwerte auf jedem Lebensmittel drauf, ausgenommen Frischware. Wenn es intellektuell überfordert, die Menge Zucker pro 100g oder 100 ml abzulesen, eine unpräzise Ampelkennzeichnung jedoch dringend benötigt wird, die auch nicht mehr aussagen kann, kann ich mich nur fragen, von wievielen Schwachsinnigen ich umgeben bin - offenbar genug, um gehört und protegiert zu werden!

Sinnvolle Kennzeichnungen - die also nicht nur eine Angabe wiederholen, die jedem Menschen, der des Lesens mächtig ist, bereits seit langer Zeit zugänglich ist - wie z.B. tierische Hilfsstoffe, die in der Produktion verwendet werden, jedoch nicht im Produkt verbleiben - anzuregen stößt beim Ministerium auf taube Ohren, oder wird mit einer Kennzeichnungspflicht für Allergene beantwortet, die in der Anfrage selbst schon als positives Beispiel genannt wurde, und bei anderen Menschen stößt man damit, eine vorhandene Information mitgeteilt bekommen zu wollen, i.A. auf einen Abwehrbeißreflex - "Ihr wollt uns immer vorschreiben, was wir essen sollen!" - darum geht es jedoch nicht.

Wie auch immer, wer zu dumm ist, die Nährwertangaben zu lesen, kann sich doch ruhig zu Tode fressen. Oder darüber nachdenken, ob das Erlernen des sogenannten Lesens nicht vielleicht seiner Lebensqualität auch in anderen Bereichen zuträglich sein könnte.

Niemand braucht eine Fettampel!

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Referendumm 09.01.2019, 18:39
9.

Zitat von Bernhard.R
die Deutschen würden für gesunde Lebensmittel gerne mehr Geld ausgeben. Im Auftrag der Bio-Lobby?
Alles Bio, oder?
Interessant ist doch, dass es sehr viel mehr Bio-Produkte als Hersteller von Bio-Waren gibt. Bereits im TV x-fach drüber berichtet.

Da wird so viel Schindluder mit betrieben und wen juckts? Klöckner & Co. garantiert nicht.

Ähem was ist denn mit den überdüngten Äckern, weshalb tonnenweise viel zu viel Nitrate auf Deutsche Böden gelangen?
In den Niederlanden undenkbar, weshalb die dortigen Landwirte und Lebensmittelhersteller schön nach D fahren (lassen), um es hier zu verklappen.Das lässt sich ebenso x-fach überall nachlesen - z.B. wird ständig im "eilboten" (Landwirtschaft-Magazin) drüber berichtet. Gibts auch online.
In NL wird z.B. die gezielte, mengenmäßig erheblich reduzierte Nitratinjektion in JEDE einzelne Pflanze und eben keine flächenmäßige Verklappung vorgenommen. Das wird dann auch noch staatlich penibel kontrolliert. Ja, deshalb haben die Niederländer eben einen Überfluss an Gülle. Und der gelangt dann halt über unsere Grenze. Import vom Feinsten.

Fällt es etwa nicht ins Agrarministerin von Klöckner? Was tut die MInisterin dagegen? Bis dato genau rein gar nichts aus dem Agrarministerium von gehört; außer: Wir sollten mal ...

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