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Ernährungstraining: Frustesser oder Kontrollfreak?

Hand aufs Herz: Essen Sie manchmal, weil Sie müde, wütend oder traurig sind? Mit dem Ernährungstraining von SPIEGEL WISSEN lernen Sie mehr über Ihre Haltung zum Essen - und wie Sie diese ändern können.

diskantus 21.04.2017, 11:31
1. Essen als Lebenseinstellung - für Körper und Geist.

Und nicht mit einem kurzfristigen Ziel.

Das muss gelernt werden, und das geht nicht in Stresszeiten oder während/nach einer großen seelischen Belastung.
"Abnehmen" als kurzfristiges Ziel führt nicht zu einer Umstellung der Ernährung - nach dem Ziel, so man es erreicht, macht man weiter wie vorher.
Wichtig ist, sich zu fragen: Wie geht es mir gesundheitlich und seelisch, wenn ich mich gesund und ausgewogen ernähre? Dann kommt man von ganz alleine darauf, dass Zuckerprodukte, Softdrinks oder Salzknabbereien unnötig sind, um sich wohlzufühlen. Das heißt, anders gesagt: Essen muss von der Sucht zum Selbstverständnis werden - kein Hineinstopfen mehr. Dazu gehört freilich auch, die Sucht anzuerkennen, damit man sie umlenken kann. Merke: Wer die Sucht nicht anerkennt, schwenkt zu einer anderen um (Rauchen, Kaufen ...)!

Wenn gesundes Essen zu einer Lebenseinstellung geworden ist, "darf" man alles essen, was man will - weil man automatisch Gesundes isst. Zur Zwischenmahlzeit werden dann ein paar Walnüsse, ein Apfel - auch ein Keks oder 2 Stückchen Schoko (statt der Tafel). Ohne dass man was vermisst. Eben - Lebenseinstellung.

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taglöhner 21.04.2017, 11:40
2. Toll

Jetzt brauch ich mir die Brigitte gar nicht mehr kaufen.

Wie wär's mal mit ein paar Trainingsplänen für Dummies?

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super-m 21.04.2017, 12:47
3. @#1

Bravo, genau so sieht es aus. Sehr gut auf den Punkt gebracht, was in unzähligen Artikeln zu dem Thema nur umschrieben wurde. Nur eine dauerhafte Umstellung bringt Erfolg. Es muss dauerhaft reflektiert werden, wie man auf Nahrung reagiert, und eingesehen werden, das die Nahrungsaufnahme entscheidend zur Lebensqualität beiträgt. Und damit meine ich keineswegs den kurzfristigen Genuss von Süßem.
Mir fiel besonders auf, wie sehr mich ein kohlenhydratreiches Frühstück in den Morgenstunden ermüdete. Nach einer Umstellung auf Protein/Fett als erste Mahlzeit des Tages verbesserte sich das extrem. Aber schon ein Umstieg auf echte Vollkornprodukte wird sich positiv bemerkbar machen. Ausprobieren, reflektieren, Änderungen vornehmen!

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jujo 21.04.2017, 14:05
4. ...

Ich esse gerne und daurch oft zuviel, dann ziehe ich bei über 100kg die Notbremse und schaffe es durch weniger naschen und kein Alkohol(!) in kurzer Zeit wieder auf 95 kg. Seit dem Jahreswechsel, hatte 103 kg, probiere ich etwas neues aus. Kein Alkohol, es gab Ausnahmen, kaum Kolehydrate, Montags und Donnerstag, unter 500kcal, die übrigen 5 Tage normal essen. Bin jetzt bei 92 kg.
Über Ostern etwas geschlemmt und getrunken, die Zunahme 1,5 kg, sind schon wieder weg. 3-4 kg weniger sollen es noch werden , dann wird die Notbremse in Zukunft bei 90kg gezogen. Ich bin optimistisch das es so klappt.

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mayazi 22.04.2017, 11:12
5. Tipp

Noch ein Tipp: nehmen Sie ab sofort nur noch so viele Kalorien zu sich, wie Sie brauchen werden, um Ihr Zielgewicht zu halten. Dann haben Sie keine Diät-Phase, sondern gewöhnen sich gleich das normale Essverhalten Ihres dünneren Ichs an.

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jemimadaniel91 23.04.2017, 14:26
6.

Zitat von diskantus
Und nicht mit einem kurzfristigen Ziel. Das muss gelernt werden, und das geht nicht in Stresszeiten oder während/nach einer großen seelischen Belastung. "Abnehmen" als kurzfristiges Ziel führt nicht zu einer Umstellung der Ernährung - nach dem Ziel, so man es erreicht, macht man weiter wie vorher. Wichtig ist, sich zu fragen: Wie geht es mir gesundheitlich und seelisch, wenn ich mich gesund und ausgewogen ernähre? Dann kommt man von ganz alleine darauf, dass Zuckerprodukte, Softdrinks oder Salzknabbereien unnötig sind, um sich wohlzufühlen. Das heißt, anders gesagt: Essen muss von der Sucht zum Selbstverständnis werden - kein Hineinstopfen mehr. Dazu gehört freilich auch, die Sucht anzuerkennen, damit man sie umlenken kann. Merke: Wer die Sucht nicht anerkennt, schwenkt zu einer anderen um (Rauchen, Kaufen ...)! Wenn gesundes Essen zu einer Lebenseinstellung geworden ist, "darf" man alles essen, was man will - weil man automatisch Gesundes isst. Zur Zwischenmahlzeit werden dann ein paar Walnüsse, ein Apfel - auch ein Keks oder 2 Stückchen Schoko (statt der Tafel). Ohne dass man was vermisst. Eben - Lebenseinstellung.
richtig guter Text, kurz und einfach gesagt, wunderbar!
Es ist leider überhaupt nicht einfach sich die Essenssucht einzugestehen.

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jemimadaniel91 23.04.2017, 14:26
7.

Zitat von taglöhner
Jetzt brauch ich mir die Brigitte gar nicht mehr kaufen. Wie wär's mal mit ein paar Trainingsplänen für Dummies?
das wäre nicht schlecht, so ein Trainingsplan :)

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