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Erziehung: Wie Kinder ein gesundes Essverhalten lernen
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Nur füttern, bis das Baby satt ist. Nicht bei jedem Quengeln Essen anbieten. Ein paar Regeln können das Essverhalten von Kindern positiv beeinflussen.

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noalk 12.06.2017, 14:29
1. Trinkverhalten

Selbige Tips gelten auch für das Verabreichen von Flüssigkeiten. Kleinkinder sollten eine Flasche nur dann in die Hand nehmen (bzw. bekommen), wenn sie trinken wollen. Über den Inhalt der Flasche müssen die Eltern selbst entscheiden. Zuckerhaltiges gehört besser nicht in die Empfehlungsliste.

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fahrgast07 12.06.2017, 14:56
2. Weniger Druck

Wie manche Eltern ihre Kinder mit Verboten und Zwängen überschütten, kein Wunder dass sie Ess-Störungen entwickeln.

Einfach lecker kochen. Mit den Kindern zusammen kochen. Und viel frisch geschnibbeltes Obst und Gemüse servieren. Die essen das dann schon.

Unsinn sind Regeln wie, das Kind muss probieren. Ich hab nie(!) erlebt, dass das funktioniert. Warum probieren wir die gegrillte Vogelspinne im Asien-Urlaub nicht? Weil wir fürchten, dass sie nicht schmeckt? Ekeln wird sie uns nach dem Probierzwang genauso. Ekel ist irrational, und wird sicher nicht durch Zwang gelöst.

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flexier 12.06.2017, 16:47
3. Ja klar,...

Zitat von fahrgast07
Wie manche Eltern ihre Kinder mit Verboten und Zwängen überschütten, kein Wunder dass sie Ess-Störungen entwickeln. Einfach lecker kochen. Mit den Kindern zusammen kochen. Und viel frisch geschnibbeltes Obst und Gemüse servieren. Die essen das dann schon. Unsinn sind Regeln wie, das Kind muss probieren. Ich hab nie(!) erlebt, dass das funktioniert. Warum probieren wir die gegrillte Vogelspinne im Asien-Urlaub nicht? Weil wir fürchten, dass sie nicht schmeckt? Ekeln wird sie uns nach dem Probierzwang genauso. Ekel ist irrational, und wird sicher nicht durch Zwang gelöst.
die essen das dann schon...oder aber auch nicht. Ich koche zusammen mit meinem Sohn, versuche keine Fertigprodukte zu verwenden und wir Eltern leben (meistens) eine ausgewogene Diät vor. Mein Sohn (10) lehnt trotzdem so ziemlich alles gemuesige ab. Nur eine Sache ist er, geschälte, frische Gurken. Eventuell und sehr selten mal ein paar (extrem durchgekochte) Mohrrüben Stückchen. Er kostet zwar immer alles (ohne Zwang), das wars dann aber auch. "Schmeckt gut Papa, aber ich hab da jetzt gerade keinen Appetit drauf".

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mol1969 12.06.2017, 17:11
4.

Zitat von flexier
Er kostet zwar immer alles (ohne Zwang), das wars dann aber auch. "Schmeckt gut Papa, aber ich hab da jetzt gerade keinen Appetit drauf".
Und das ist genau das Problem. Ich habe als Kind vieles nicht gemocht, die allermeisten Gemüsesorten und selbst Kartoffeln in Form von Salz- oder Pellkartoffeln mochte ich nicht.

Die Vorgehensweise meiner Eltern war einfach und konsequent: Ich wurde zwar nicht gezwungen, etwas zu essen, aber ich bekam stattdessen eben auch keine Alternative. Heißt, wenn es zum Beispiel Spinat mit Salzkartoffeln und Spiegelei gab, hatte ich die Wahl, das nicht gemochte zu essen oder eben hungrig vom Tisch aufzustehen.

Ausnahmen gab es für 2-3 Gerichte, die mir wirklich absolut verhasst waren. Da gab es dann für mich etwas anderes. Das wurde aber wirklich sehr sparsam dosiert, meine Mutter wusste genau, vor was ich mich wirklich ekle und was mir einfach nicht besonders schmeckt.

Das gehört nämlich auch zum Leben mit dazu - Kompromisse einzugehen. Vor sauren Nieren ekle ich mich heute noch. Aber im Alltag als Erwachsener kann ich mich ja auch nicht nur von Fischstäbchen mit Pommes und Ketchup ernähren. Jeder Erwachsene ißt ja auch viele Dinge, die er nicht besonders mag. Das ist ja noch lange kein Ekel.

Übrigens: Heute, als Erwachsener, esse ich fast alles. Neben den erwähnten Innereien gibt es nicht viel, was ich stehenlassen würde.

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Furchensumpf 12.06.2017, 17:12
5.

Zitat von flexier
die essen das dann schon...oder aber auch nicht. Ich koche zusammen mit meinem Sohn, versuche keine Fertigprodukte zu verwenden und wir Eltern leben (meistens) eine ausgewogene Diät vor. Mein Sohn (10) lehnt trotzdem so ziemlich alles gemuesige ab. Nur eine Sache ist er, geschälte, frische Gurken. Eventuell und sehr selten mal ein paar (extrem durchgekochte) Mohrrüben Stückchen. Er kostet zwar immer alles (ohne Zwang), das wars dann aber auch. "Schmeckt gut Papa, aber ich hab da jetzt gerade keinen Appetit drauf".
Wie unterschiedlich Kinder sein können: Unser Kleiner liebt rote Beete und das meiste andere Gemüse - außer Erbsen und Blumenkohl.

Wir haben aber eine gute Methode gefunden, dass er wenig Süßes ist - es einfach zu nichts besonderes machen. Er hat seine "Schatzkiste", an die er immer rann und sich selbst alles einteilen kann. So kam es, dass wir der Verwandschaft sagen mussten, dass es zu Weihnachten und Ostern keine Schokolade mehr geben soll - weil wir die nach einem halben ja eh wegwerfen müssen. Er zieht eine Gurke eben einer Tafel Schokolade vor...^^

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LittleBoy 12.06.2017, 17:56
6. Mehr Brust!

Also zum Thema Fläschchen: Vergesst die Dinger. Stillt eure Kinder! Kostet weniger, ist Sau gesund und das Kind kann selbst bestimmen, wann es satt is. Also liebe Frauen: haut rein. Übrigens können nur 3-4 % der Frauen wirklich net stillen.......

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wolflangecker 12.06.2017, 18:36
7. Alles in Maßen

Es ist wie mit allem im Leben, das richtige Maß ist wichtig.
Stillen ist gut fürs Baby, aber länger als ein Jahr zu stillen, muss auch nicht unbedingt sein. Natürlich muss man nicht zur Pulvermilch greifen, auch normale Kuh-Milch kann genommen werden. Da jedes Kind anders is(s)t kann man aber nur grobe Richtlinien vorgeben.

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trompetenmann 12.06.2017, 18:59
8. Wieder was dazugelernt:

Das Kind nur stillen, bis es satt ist und füttern, wenn es Hunger hat.
Unsere Kinder essen fast alles (außer Spargelspitzen:)) an Obst und Gemüse. Es gibt immer Salat und Gemüse zu jeder Mahlzeit, auch wenn es nur Stullen sind.
Zum Glück kommen die Kinder nicht nach mir, ich mochte als Kind auch einiges nicht...

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Leckerschmecki 12.06.2017, 19:03
9. Familienrezepte

Der Schlüssel liegt meiner Meinung nach darin, dass Eltern und Kinder das gleiche zu essen bekommen. Das Stichwort heißt hier "Familienrezepte". Idealerweise sind diese auf das Geschmacksempfinden von Kindern abgestimmt, schmecken aber eben auch Erwachsenen. Wer bspw. nach "mampfbar" googelt, finder tolle Inspiration. So spart man nicht nur den zusätzlichen Aufwand für Kinder etwas separates kochen zu müssen, sondern gibt den Kindern auch das Gefühl gleichwertig behandelt zu werden.

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