Forum: Gesundheit
Ex-Homöopathin: Was haben Sie gegen Alternativmedizin, Frau Grams?
Michael Hudler

"Wer behauptet zu heilen, muss das auch belegen": Die frühere Homöopathin Natalie Grams hat ein Buch über das Gesundheitssystem geschrieben. Hier erklärt sie, warum Bachblüten nicht helfen - und was Ärzte vom Erfolg der Alternativmedizin lernen sollten.

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99Augustus 13.10.2017, 11:11
1. Nicht mehr aktuell

Die Autorin scheint die zahlreichen seriösen Studien an renommierten internationalen Universitätskliniken nicht zu kennen, die Placebo-Effekte in Doppelblind-Versuchen. untersuchen. Es gibt klare Belege dafür, dass Placebos in der Schmerzmedizin und Neurologie helfen, obwohl sie biochemisch nicht wirksam sind. Das ist sogar dann der Fall, wenn die Probanden darüber informiert werden, dass sie ein Placebo erhalten.

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chrho67 13.10.2017, 11:11
2. Apotheker

Apotheker/-innen sind hoch studiert und staatlich approbiert. Dass sie Homöopathie u.ä. nicht nur verkaufen, sondern teils aktiv bewerben, erweckt beim Kunden den falschen Eindruck, es handele sich um (spezifisch) wirksame Medikamente. Lasst endlich die Heilpraktiker in Ruhe: errwachsene Menschen können Verträge abschließen mit wem und worüber immer sie das wollen.

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soyafreund 13.10.2017, 11:12
3. Zustimmung

Seh` ich genauso wie Frau Grams. Empathische Ärzte, richtig essen und genug Bewegung an der frischen Luft ersetzen fast jeden Heilpraktiker...und Homöopathie ist leider wirklich Unfug...

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ebmarzt 13.10.2017, 11:14
4. Danke für diesen Beitrag.

Ein wichtiger Artikel! In vielen Ländern Europas ist dieser Wahnsinn längst gestoppt und in anderen Berufsfeldern würde man niemals solche Parallelwelten wie Homöopathie oder den psychotherapeutisch tätigen Heilpraktiker akzeptieren. Wer sich in die Hände anderer gibt, hat ein Recht auf kompetente, nachvollziehbare, überprüfbare und objektive Vorgehensweisen. Das ist bei Ärzten nicht anders als bei KFZ Mechanikern oder Richtern. Danke, dass der Spiegel dieser Frau eine Stimme gibt.

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uban1 13.10.2017, 11:15
5.

Wieviele Symptome werden von den Ärzten nicht richtig erkannt, geschweige denn geheilt? Wie gut ist eine Behandlung die bestenfalls nur Symptome lindert, in vielen Fällen nicht mal das und dazu häufig auch mit erheblichen, ungewollten Nebenwirkungen.

Die Ärzte sollten man von ihren hohen Standesross runterkommen, das Einhalten von Leitlinien können meist auch angelernte Fachkäfte und bei den komplexerne Sachverhalten 'probieren' die auch nur stupide eine Therapie nach der anderen um den Patienten emotionslos als 'autherapiert' oder 'psychosomatisch' resignierend abzuweisen.

Natürlich spielen dabei auch die 'dummen' Patienten eine erhebliche, wenn nicht gar die wichtigste Rolle, wer durch seinen ungesunden Lebensstil sein Verhalten nicht ändert der wird als lukratives Schaf durch die gesundheitspolitischen Institutionen finanziell geschoren und beazhlt mit seiner Gesundheit bzw mit seinem vorzeitigen Ablebe, u.U. nach langer Leidneszeit.

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thomixx 13.10.2017, 11:15
6. Zu kurz gedacht

Wir vergessen die traditionelle europäische Medizin, den Ayurveda und die TCM. Das sind Jahrtausende alte Heilweisen, die eine große Berechtigung haben.
Bei der Evidence Based Medicine schießen wir mit Kanonen auf Spatzen, mit all den Nebenwirkungen, die bei den oben genannten Vorgehensweisen viel seltener auftreten. Die zu erreichenden Wirksamkeitswerte sind selbst gemacht; so kommt es, dass Acetylsalicylsäure, Ibuprofen und Parcetamol nach den Waschzetteln alle gegen Schmerzen wirken, aber jeder, der damit schon therapiert hat, weiß, dass ein Mittel bei einem Patienten besser wirkt und ein anderes beim anderen.
Vor allem bei chronischen Erkrankungen sind die Monopräparate der Pharmaindustrie alles andere als zielführend. Sie erhöhen nur die Gewinne der Pharmariesen.

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blubbi-blupp 13.10.2017, 11:23
7. Eure Meinung ist bekannt

Die negative Meinung und ablehnende Haltung des Spiegels zur Homöopathie ist hinlänglich bekannt. Auffallend ist, dass bei Euch die Vertreter intelligenter Gegenargumente nie zu Wort kommt.

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varlex 13.10.2017, 11:23
8.

Zitat von 99Augustus
Die Autorin scheint die zahlreichen seriösen Studien an renommierten internationalen Universitätskliniken nicht zu kennen, die Placebo-Effekte in Doppelblind-Versuchen. untersuchen. Es gibt klare Belege dafür, dass Placebos in der Schmerzmedizin und Neurologie helfen, obwohl sie biochemisch nicht wirksam sind. Das ist sogar dann der Fall, wenn die Probanden darüber informiert werden, dass sie ein Placebo erhalten.
Darum geht es doch gar nicht.
Das Placebos helfen, ist ein alter Hut.
Es geht darum, das z.B. Homöopathen behaupten über den Placeboeffekt hinaus heilen zu können. Und das wurde nie bewiesen.

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varlex 13.10.2017, 11:25
9.

Zitat von chrho67
Lasst endlich die Heilpraktiker in Ruhe: errwachsene Menschen können Verträge abschließen mit wem und worüber immer sie das wollen.
Auch die Vertragsfreiheit ist eingeschränkt. Sittenwidrige oder falsche Versprechungen sind strafbar bzw. die Verträge sind dann ungültig.

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