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Glücksspielsucht: "Es geht nicht ums Geld, sondern um die Gefühle"
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Glücksgefühle, Erregung und Betäubung: Das sind die Motive, die Spielsüchtige antreiben, immer weiterzumachen. Der Suchtexperte Gerhard Meyer erklärt, warum der Nervenkitzel bleibt, selbst wenn der Spieler verliert.

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fatherted98 25.09.2014, 15:09
1. Daddelautomaten...

...sind ausgeklügelte Psycho-Maschinen...Lichter, Farben, Geräusche und Musik lassen da bei vielen das Hirn glühen. Einzige Möglichkeit...die Dinger abzuschaffen...sprich zu verbieten. Die Daddelhallen sind meist eh nur Geldwaschanlagen des organisierten Verbrechens....aber...scheinbar sind dessen Verbindungen in die Politik so gut, dass es keine Einschränkungen geben wird.

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toolhead 25.09.2014, 15:33
2.

Ich finde es ja schade, daß ein ehemaliger Nationaltorhüter Fernsehwerbung für einen Wettanbieter macht und mit "Sicherheit" wirbt.
Für so eine perfide Abzocke würde ich meinen Namen nicht hergeben, erst recht nicht wenn ich schon zigfacher Millionär wäre.

Der Ex-Torhüter bekommt dafür Geld, was armen Schweinen aus der Tasche gezogen wurde.
Erbärmlich.

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spon-facebook-1425587294 25.09.2014, 16:12
3. Alle Bemühungen sind halbherzig..

..Also, ich gehe selbst seit vielen Jahren gelegentlich in die Spielhalle. Verzocke da einen gewissen Betrag und freu mich wenn ich etwas gewinne. Gleichzeitig ist es für mich eine Art Zeitvertreib. Und solange man das Ganze nicht zu oft und unkontrolliert betreibt, ist es auch gut so.
Wenn man sich allerdings mal die "Maßnahmen" der Politik zur Eindämmung der Glücksspielsucht der letzten Jahre anguckt, kann man echt nur müde lächeln.
Da wird mit diversen Gängelungen versucht, dem Spieler das Spielen zu vermiesen (Rauchverbot, kostenlose Getränke-Verbot, Reduktion der Automatenanzahl usw.) nur leider sieht man trotzdem immer die gleichen schweren Fälle der Spielsüchtigen...denn sind wir doch mal ehrlich; das hält doch keinen Zockwilligen davon ab. Reduzierung von Einsatz und Gewinn bringt nichts...dann werden eben 5 Automaten gleichzeitig gespielt.

Zum Thema "Mitarbeiterschulung" damit diese Spielsucht erkennen lernen und den Spieler ggf. davon abbringen! Zu der Maßnahme fällt mir echt nichts mehr ein...Ich möchte mal eine Spielhallenaufsicht (die für 5 Euro die Stunde da rumsitzen und sich das Gepöbel der Leute anhören und abfedern müssen) sehen, die auf einen Spielsüchtigen zugeht und ihn darum bittet, doch sein Spielverhalten zu überdenken.

Das einizige wäre wirklich ein Verbot aber dazu spendet Herr G(r)auselmann wohl zu hohe Summen in die Parteikassen.

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Werner655 25.09.2014, 16:25
4. Gauselmanns Paylists?

Experte Meyer erdreistet sich, nachfolgendes publizieren zu lassen:
"Mitarbeiter von Spielhallen werden zum Beispiel in der Früherkennung von problematischen oder süchtigen Spielern geschult. Ob der geforderte Spielerschutz auch tatsächlich umgesetzt wird, wird aber bisher nicht überprüft. Ein wesentlicher Anteil der Einnahmen in den Spielhallen stammt von Spielsüchtigen. Es ist also immer eine Gratwanderung zwischen Profitstreben und sozialer Verantwortung..."

Jeder Automatenspieler, der über mehr Hirn als ein paar Gramm Salz verfügt, kann über einen solchen "Experten" nur den Kopf schütteln.

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Werner655 25.09.2014, 16:27
5.

Zitat von fatherted98
...sind ausgeklügelte Psycho-Maschinen...Lichter, Farben, Geräusche und Musik lassen da bei vielen das Hirn glühen. Einzige Möglichkeit...die Dinger abzuschaffen...sprich zu verbieten. Die Daddelhallen sind meist eh nur Geldwaschanlagen des organisierten Verbrechens....aber...scheinbar sind dessen Verbindungen in die Politik so gut, dass es keine Einschränkungen geben wird.
Selbstverständlich gehörten die Dinger längst verboten, aber:
Da kommt richtig Kohle rein. Auch für die Kommunen, die Monat für Monat Festgebühren pro aufgestelltem Geldspielunterhaltungsgerät einsacken.

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xcountzerox 25.09.2014, 17:02
6. ein echter

kommt hier zu wort ;)

der aber noch nicht zu der erkenntnis kam, dass bei spielsüchtigen mit der zeit die extrem starken gefühle nach dem verlieren die tatsächlich süchtigmachenden sind. da der sinn des glückspiels ist, dass die spieler mehrheitlich verlieren, werden sie so konditioniert. der ab und zu erzielte gewinn erzeugt dann bei weitem nicht die starken gefühlsregungen, wie ein erneuter verlust.

und führt so wieder zum bestreben nach verlust. der süchtige versucht seinen ankonditionierten zustand zu erreichen. er setzt seinen gewinn also bis zum erneuten verlust wieder ein. wenn nicht sofort, dann bald.

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widower+2 25.09.2014, 17:05
7. Wieder mal der gleiche Fehler

Und wieder der immer gleiche Fehler, Poker mit Daddelautomaten gleichzusetzen.

Poker besitzt sicherlich ein gewisses Suchtpotenzial, das allerdings um Zehnerpotenzen kleiner ist als das von Spielautomaten.

Zudem ist Poker kein reines Glücksspiel, sondern ein Geschicklichkeitsspiel mit recht hohem Glücksfaktor, das von einigen wenigen nachweislich profitabel betrieben werden kann. Das haben inzwischen sogar die deutschen Finanzämter erkannt und versuchen, Pokergewinne zu besteuern, obwohl Poker rechtlich als Glücksspiel eingestuft ist und Glücksspielgewinne steuerfrei sind, weil man ja mit Gewinnabsicht spiele.

Absurdes Theater.

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Roudotto 25.09.2014, 17:28
8.

Stimme meinem Vorredner zu. Habe Online selbst auf Microstakes(up to NL25) mit System und Gewinn gespielt.
Automatenspielen ist in den vergangenen Jahren zu einem generationsübergreifenden Problem geworden. Von Jugendlichen bis hin zu Rentnern sind mittlerweile alle Altersschichten vertreten. Leider hat sich da etwas etabliert was sich nicht mehr so schnell abschaffen oder verbieten lässt, da Spielhallen mittlerweile eine feste Institution geworden sind, an denen auch der Fiskus verdient. Letztendlich gewinnen ja alle. Der Staat an den Steuern, der Besitzer an seinen Kunden und die Kunden an Erfahrung.

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tomcat-1040 26.09.2014, 09:59
9. Als ob Glücksspiel der einzige Schuldenverursacher wäre!

Ganz sicher sind die Daddelautomaten ein heikles Thema, weil sie psychisch schwache Menschen dazu verleiten, Geld zu verschleudern. Allerdings kämpfen die Hersteller und Betreiber schon seit Jahren offensiv gegen dieses Image an, zum Teil mit Mitteln, die ihr eigenes Geschäft schädigen. Das geht von schriftlichen Hinweisen bis hin zu Datenbanken, in denen sich der Spielsüchtige selbst freiwillig sperren lassen kann, und daraufhin keinen Zutritt mehr zu den Spielhallen erhält! Allen klugs........n Besserw......n hier, die darüber lachen müssen, sollten sich mal vorstellen, vor einem Mercedes- Autohaus zu stehen, bei dem an der Tür ein Schild hängt: " Unter €2000 Netto/ Monat brauchst du gar nicht reinzukommen!"
Das ist nämlich mein Lieblingsthema in Sachen Verschuldung in Deutschland. Ich möchte nicht wissen, bei wievielen Familien in Deutschland die Kids den Kitt von der Wand knabbern, weil sich Papi ein viel zu dickes Auto geleast/ finanziert hat und jetzt die Raten nicht gestemmt kriegt! Mami macht beim Zweitwagen ja mittlerweile auch keine Abstriche mehr, Hauptsache, das Ego wird kräftig gefüttert! Aber an die mächtige Auto- Industrie traut sich natürlich keiner ran, mit Schattenboxen und Heißluftblasen gegen die hässliche, kleine Automatenbranche, die sich nicht richtig wehren kann, lassen sich viel leichter und billiger Punkte beim deutschen Krämermichel machen! Und die ach so schlauen suchtberatenden Professoren machen auch noch undifferenziert mit, "Wes´Brot ich ess, des´Lied ich sing´!"

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