Forum: Gesundheit
Glyphosat-Streit: "Es hat keine Verschwörung gegeben"
DPA

Proteste, eine Klage, jetzt auch noch ein Sonderausschuss im EU-Parlament: Glyphosat ist ein Reizthema. Bernhard Url, Chef der EU-Lebensmittelbehörde Efsa, rechtfertigt die Nutzung des Unkrautvernichters.

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wo_st 22.01.2018, 18:19
1.

Hoffentlich kann sich Herr Uhrl ohne das Gift im Essen ernähren.

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rainer goetzendorf 22.01.2018, 18:20
2. Neuerdings Nachsorgeprinzip?

Es ist schon heftig, was der Vertreter der Efsa erzählt. Haben wir inzwischen schon das Nachsorgeprinzip der USA übernommen wie beim PCB, das jahrzehntelang erlaubt worden ist, bis eindeutig nicht mehr abzustreiten war, dass es umweltschädlich ist? Wenn Bedenken hinsichtlich der Gesundheit der Menschen bestehen und - was ebenso wichtig ist - hinsichtlich der Wirkung auf Insekten - dann dürfte nach dem in Europa geltenden Vorsorgeprinzip das Mittel nicht weiter zugelassen werden.

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fin2010 22.01.2018, 18:25
3. ich glaube nur, was mir passt, und bin damit nicht allein.

> schafft man eigens Organisationen wie die Efsa oder das BfR, damit unabhängige, von der Öffentlichkeit bezahlte und ohne Einfluss der Industrie arbeitende Experten die Daten bewerten. Und dann schenkt man ihnen keinen Glauben, weil einem die Ergebnisse nicht passen.

Da könnte ja jeder mit Daten kommen.

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Luna-lucia 22.01.2018, 18:30
4. Glyphosat

hat die besonders guten Eigenschaften (biochemische Reaktionen), um fast widerstandslos durch die feinsten Haarwurzeln in die Pflanzen zu gelangen. Und, Glyphosat macht dabei keinen Unterschied, ob es sich um Gurken, Spinat, oder eine beliebige Getreideart handelt! Und, Glyphosat wird natürlich auch von Wind und Wetter verbreitet. Es gibt keinen Zaun dafür. Und dann essen wir natürlich auch das von Glyphosat belastete Gemüse aus dem eigenen Garten. Die Frage, wie lange es dauert, und in welche, vielleicht noch giftigere Stoffe, sich Glyphosat im Laufe der Zeit, in der Erde verbracht, umwandelt, ist scheinbar noch nie geklärt worden. Und somit ist eine echte Langzeitgefahr für uns alle! Dabei währen einfache Prüfungen mit Hilfe von z. B. Regenwürmern, und anderen „Unterweltbewohnern“ ganz einfach!

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marialeidenberg 22.01.2018, 18:30
5. Sancta Simplicitas

Oder ist es gespielte Naivität? Die Interviewpartner schränken das Thema klug ein: "Wenn es darum geht, ob die menschliche Gesundheit von Glyphosat geschädigt werden könnte...". So bleibt die Kausalkette der Folgeschäden 'Wildkräuter - Insekten - Bestäubung von Nutzpflanzen - Artenvielfalt - menschliche Ernährung' gänzlich unberücksichtigt. Man beschränkt sich auf das Reizthema 'Krebs', hält sich gegenseitig die letzten und neuesten Studien zu dem Thema unter die Nase uns erzeugt so den Eindruck besonderer Seriosität. Genaugenommen ein durchsichtiges Verwirrspiel. Schade.

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biesi61 22.01.2018, 18:30
6. Ein lesenswerter Artikel.

Mit Monsanto hat ein Unternehmen Glyphosat auf den Markt gebracht, dass in der Vergangenheit aus schlichter Profitgier seine Produkte weltweit mit äußerst rabiaten Methoden in die Märkte gedrückt, kleinbäuerliche Strukturen und Wettbewerber mit Vorsatz geschädigt, die Artenvielfalt in der kommerziellen Landwirtschaft extrem beschnitten und mit fragwürdiger Gentechnologie potentiell sehr gefährliche Produkte entwickelt hat. Es überfordert offensichtlich unsere Gesellschaft, einem solchen Unternehmen Glauben zu schenken, selbst wenn es im konkreten Fall wissenschaftlich sauber gearbeitet haben sollte. Da müssen unabhängige Behörden sehr sensibel jeglichen Verdacht vermeiden, der ihre fachliche Unabhängigkeit in Frage stellt. Das ist m.E. nicht genügend geschehen.

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Teigkonaut 22.01.2018, 18:33
7. grüne Ideologen

machen seit geraumer Zeit Front gegen Glyphosat. Dabei spielen wissenschaftliche Fakten keine Rolle. Der Schlusssatz von Herrn Url sollte zu denken geben: Am Ende bleibt die Wissenschaft auf der Strecke, und wir gehen zurück in ein dunkles Zeitalter von Aberglauben und " Fake News". Unsere Gesellschaft sollte sich nicht von den Angstmachern treiben lassen

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ky3 22.01.2018, 18:37
8. "sachgemäße Anwendung", wo?

Zurück zur Realität, wo findet denn ausschliesslich eine "sachgemäße Anwendung" statt?
Man muss doch nur auf ein paar Bauernhöfe schauen oder Kleingarten-Giftspritzer über die Schulter schauen.
Warum wird die Realität der Dinge nicht mit Entscheidungen eingebracht?

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i.dietz 22.01.2018, 18:37
9. ich weiß

Kerosin ablassen schadet nicht der Gesundheit -
Glyphosat nützt der Umwelt -
und die Autoabgase "verpuffen" in der Atmosphäre !

PS: Die Gehirnwäsche hat anscheinend bei mir funktioniert !

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