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H1N1-Infektion übersehen: Gericht spricht Arzt von Haftung frei
dapd

Mit Husten und Fieber geht ein Mann zum Arzt, der stellt eine falsche Diagnose und übersieht eine Schweinegrippeinfektion. Jetzt hat ein Oberlandesgericht entschieden: Der Arzt haftet dafür nicht.

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jesse01 02.09.2013, 15:18
1. ärzte sind keine götter !

komisch ist es nur, dass ein arzt offenkundig nicht in der lage ist, eine lungenentzündung zu erkennen ! bei meiner mutter hat die hausärztin ihre lungenentzündung auch nicht erkannt. erst nach überweisung ins krankenhaus wurde das dort dann erkannt. offenbar ist das für einen hausarzt schwierig, dabei muss das doch ein standardproblem für ihn sein.
genauso absurd ist es doch wohl , die symptome immer gleich als bronchities und grippe zu deuten, obwohl offenbar mehr dahinter stecken kann. ich kann mir schon vorstellen, dass ein arzt zu schnell diese diagnose stellt und eben nicht richtig untersucht. vielleicht auch aus budgetgründen ?
sehr bedenklich alles.

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Tony 02.09.2013, 15:22
2. Richtig so

Der Arzt hatte eine Grippe diagnostiziert und der Mann hatte eine Grippe, das der Krankheitsverlauf sich verschlechtert ist immer möglich. Viel schlimmer finde ich das hier jemand versucht Kapital raus zu schlagen, vermutlich weil sein Ego gekränkt ist, unter dem Motto: "Ich hab doch gewusst das ich Schweinegrippe habe...." Als nächstes wird dann gegen die Rechtsschutzversicherung geklagt, weil diese die Anwalts- und Gerichtskosten nicht tragen will. Zu Recht...

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goomer 02.09.2013, 16:07
3.

@jesse01
Nur um Ihre eigene Geschichte hier einzubringen verstehen Sie den Inhalt des Artikels so wie es ihnen gerade passt...
Lungenentzündungen werden u.U. auch Zuhause behandelt... Wie es auch ganz richtig in Artikel steht. ..
bei berechtigten Mängeln okay, doch sei allen Klagewütigen Menschen geraten sich zu überlegen worum es einem geht.... mir kommt in diesem Fall der Verdacht auf das da jemand einfach ordentlich Abstauben wollte!
Schmerzensgeld... Als ob das Geld der Person die Schmerzen im Nachhinein nehmen würde welche ja nun definitiv nicht vom Arzt verursacht wurden. ...
Das Urteil bekommt meine vollste Zustimmung!

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flensojenso 02.09.2013, 16:09
4. Richtig So II

Ärzte neigen heutzutage ( warum auch immer ) ihre Patiente nach dem Schema F zu untersuchen. Da wird die Person nicht richtig untersucht sondern aus den ersten paar syntomen innerhalb von weniger als einer Minute eine Diagnose gebastelt. Das ist schade und zeugt von einer gewissen Unfähigkeit darum find ich das gut das sich mal ein Patient wehrt, aus welchen Motiven auch immer das in diesem Einzelfall geschehen sein mag wag ich nicht zu beurteilen.

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tstar 02.09.2013, 16:09
5. ojemine

Zitat von jesse01
komisch ist es nur, dass ein arzt offenkundig nicht in der lage ist, eine lungenentzündung zu erkennen ! bei meiner mutter hat die hausärztin ihre lungenentzündung auch nicht erkannt. erst nach überweisung ins krankenhaus wurde das dort dann erkannt.....
Offensichtlich obliegen Sie hier dem üblichen Kritikewahn an der Ärzteschaft. Die überwiegende Zahl der Schweinegrippeninfektionen lief so harmlos ab, dass kein Unterschied zu einem "normalen" Atemwegsinfekt feststellbar gewesen ist. Sollte man jetzt bei jeder harmlosen Erkältung einen Test auf das Schweinegrippevirus gemacht haben? Mit nichten! Der Mann hat total richtig behandelt (obwohl ich nicht erkennen kann welche Medikamente gegeben wurden) denn nur selten entwickelt sich wie bei diesem Patienten eine Lungenentzündung daraus. Übrigens kleiner Tip : Krankenhäuser werden wohl keine Erkältung stationär abrechnen können, da ist das mal schnell eine "Lungenentzündung" ;-).

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tstar 02.09.2013, 16:21
6. Komisch?

Zitat von flensojenso
Ärzte neigen heutzutage ( warum auch immer ) ihre Patiente nach dem Schema F zu untersuchen. Da wird die Person nicht richtig untersucht sondern aus den ersten paar syntomen innerhalb von weniger als einer Minute eine Diagnose gebastelt. Das ist schade und zeugt von einer gewissen Unfähigkeit darum find ich das gut das sich mal ein Patient wehrt, aus welchen Motiven auch immer das in diesem Einzelfall geschehen sein mag wag ich nicht zu beurteilen.
Die Wartezimmer sind voll , teilweise 100 Patientenlkontakte pro Tag pro 8 Stunden (und in Wahrheit sind es meistens 10 und mehr). Würde sich der Arzt wie er es möchte mindestens 15 Minuten pro Patient nehmen, könnte er 32 pro Tag behandeln und dann können Sie ja gern 6 Monate auf einen Termin warten.
Wie wir ja seit gestern wissen sind Merkel und Co Privatpatienten und damit fein raus.
Übrigens z.b. ein Orthopäde bekommt pro Quartal 18€ pro Patient von den gesetzlichen Kassen, egal ob der Patient einmal oder 20 mal kommt, das ist ein Zigeunerschnitzel mit Pommes und Salat, wann geht das endlich mal in die Köpfe der Leute? Guten Appetit!

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dr.u. 02.09.2013, 16:24
7. Fight the Game, not the Player

Zitat von flensojenso
Ärzte neigen heutzutage ( warum auch immer ) ihre Patiente nach dem Schema F zu untersuchen. Da wird die Person nicht richtig untersucht sondern aus den ersten paar syntomen innerhalb von weniger als einer Minute eine Diagnose gebastelt. Das ist schade und zeugt von einer gewissen Unfähigkeit darum find ich das gut das sich mal ein Patient wehrt, aus welchen Motiven auch immer das in diesem Einzelfall geschehen sein mag wag ich nicht zu beurteilen.
1. Ärzte sind auch nur Menschen. Wer sie immer noch für unfehlbare Halbgötter in Weiß hält, ist selber schuld
2. Ärzte müssen sih innerhalb des gegebenen Gesundheitssystems bewegen. Da wird eben nicht in jedem Fall die großtechnische medizindiagnostische Keule ausgepackt.
3. Der Arzt hat eine Grippe diagnostiziert und es war auch eine Grippe. Wenn es keine Indikation gab, nach H1N1 zu suchen oder ihn differentialdiagnostisch auszuschließen, hat der Arzt auch keine Fehler gemacht.
4. Wie konnte sich der Patient denn so mit einem H1N1 Virus infizieren? Hat er etwa elementare Vorbeugemaßnahmen vermissen lassen? Etwa eine ausreichende Hand-Hygiene, oder Fernhalten von anderen Menschen mit grippeähnlichen Symptomen?

Über Ärzte und das Gesundheitsystem kann man sicher trefflich streiten und diskutieren. Hier hat das Gericht die Umstände aber dahingehend gewürdigt, dass dem Arzt keine Nachlässigkeit oder Fehler zu unterstellen ist.

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charliie 02.09.2013, 16:37
8. optional

Deutsche Hausärzte die etwas korrekt diagnostizieren? Wo gibt's denn sowas? Die korrekte Diagnose einer Krankheit, die nicht Schnupfen oder Husten heißt, bedeutet für deutsche Patienten meistens einen Spießrutenlauf durch die Instanzen inklusive Krankheitsverschlechterung. Ich habe etliche Fälle im näheren Umfeld, wo Diagnosen gar nicht oder falsch getroffen wurden.

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granaten_apfel 02.09.2013, 16:50
9. Kritikwahn

Grippe lag vor, Grippe wurde diagnostiziert. Erinnert mich an den Schlag sympathischer Zeitgenossen die beim Anfahren an der Ampel mal kurz die Handbremse ziehen um ihr verkratzes Heck von der Versicherung des dann unschuldig Auffahrenden repariert zu bekommen.

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