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Haarausfall: Geheimratsecken durch Körperkontakt
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Geheimratsecken und Kahlschlag am Hinterkopf? Typisch Mann, könnte man meinen. Nicht jedoch im Fall einer 52-jährigen Frau, die scheinbar grundlos Haare verliert. Nach welchen Krankheiten die Mediziner fahnden - und warum eine einzige Frage sie zur Lösung des Rätsels führt.

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old_spice 12.06.2012, 12:02
1. kein Haar in der Suppe

Wenn ich sehe, welchen Aufwand manche treiben, um ihre Körperbehaarung zu entfernen sollte eine Glatze doch willkommen sein.
Schließlich ist dies doch ein Merkmal, welches uns von unseren tierischen Verwandten unterscheidet.

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talackova 12.06.2012, 13:52
2. Haarausfall nimmt zu

Das Problem von Haarausfall betrifft immer mehr Frauen.
Neben Minoxidol als Mittel zur Förderung des Wachstums empfiehlt sich häufig Finasterid zur Reduzierung der Wirkung der Abbauprodukte von Testosteron.

Frauen mit Haarausfall sollten rechtzeitig den Hautarzt aufsuchen.

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albert schulz 12.06.2012, 17:16
3. Heureka

Daß Männer, die einen unsittlichen Lebenswandel bevorzugen, zuweilen eine recht zaghafte Kopfbeharrung haben, dürfte seit Urzeiten bekannt sein. Dabei können sie etwa unter den Armen oder auf der Brust riesige Haargeflechte vorweisen. Das heißt aber nicht zwingend und unbedingt, daß Männer mit dichtem und vollem Haupthaar und Bart besonders wohlerzogen und züchtig sind. Den Zusammenhang zwischen den bösen Hormonen und dem Bartbewuchs kann allerdings jeder Mann beim Rasieren feststellen. Entweder wächst der Bart oder was anderes war gewachsen worden. Die tollen Spezialisten hätten übrigens mal unter dem Stichwort Dihydrotestosteron ihre schlauen Bücher befragen können. Die Zusammenhänge sind sogar in der Medizin bekannt, erstaunlicherweise. Obwohl ich den Verdacht nicht loswerde, daß manche Ärzte bei SPON ihre Wissenschaft studiert haben.

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talackova 12.06.2012, 17:54
4. Hormonfabrik Haarwurzel

Zitat von albert schulz
Daß Männer, die einen unsittlichen Lebenswandel bevorzugen, zuweilen eine recht zaghafte Kopfbeharrung haben, dürfte seit Urzeiten bekannt sein. Dabei können sie etwa unter den Armen oder auf der Brust riesige Haargeflechte vorweisen. Das heißt aber nicht zwingend und unbedingt, daß Männer mit dichtem und vollem Haupthaar und Bart besonders wohlerzogen und züchtig sind. Den Zusammenhang zwischen den bösen Hormonen und dem Bartbewuchs kann allerdings jeder Mann beim Rasieren feststellen. Entweder wächst der Bart oder was anderes war gewachsen worden. Die tollen Spezialisten hätten übrigens mal unter dem Stichwort Dihydrotestosteron ihre schlauen Bücher befragen können. Die Zusammenhänge sind sogar in der Medizin bekannt, erstaunlicherweise. Obwohl ich den Verdacht nicht loswerde, daß manche Ärzte bei SPON ihre Wissenschaft studiert haben.
Es deutet sich immer mehr an, dass auch überhöhte Östrogenlevel schädlich wirken, weil die Haarwurzel als kleine "Chemiefabrik" nach neuester Forschung Östrogen in Testosteron umbauen kann. Aber die Ergebnisse sind noch nicht veröffentlicht, zumindest habe ich nichts gefunden.

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albert schulz 12.06.2012, 18:19
5. ziemlich viel Klärungsbedarf

Zitat von talackova
Es deutet sich immer mehr an, dass auch überhöhte Östrogenlevel schädlich wirken, weil die Haarwurzel als kleine "Chemiefabrik" nach neuester Forschung Östrogen in Testosteron umbauen kann. Aber die Ergebnisse sind noch nicht veröffentlicht, zumindest habe ich nichts gefunden.
Ziemlich umfangreiches Thema, an dem sich vermutlich gut verdienen läßt. Ich gucke nur zu. Und sehe, daß Frauenhaar ziemlich schütter wird nach der Menopause. Über das grau und weiß werden des Haares habe ich noch nichts gefunden. Vermutlich hat es aber auch ein wenig mit Hormonen zu tun.

Tatsächlich wäre es erstaunlich, wenn außerhalb des Kernhirns irgendwelche Hormone erzeugt würden, oder der Befehl dazu nicht von diesem Kernhirn kommen würde.

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doc 123 12.06.2012, 18:51
6. Welche Lösung des Rätsels!

Zitat von sysop
Geheimratsecken und Kahlschlag am Hinterkopf? Typisch Mann, könnte man meinen. Nicht jedoch im Fall einer 52-jährigen Frau, die scheinbar grundlos Haare verliert. Nach welchen Krankheiten die Mediziner fahnden - und warum eine einzige Frage sie zur Lösung des Rätsels führt.
Sorry, dieses Fallbeispiel ist ja wohl an Absurdität nicht zu überbieten. Durch ein Trichogramm hätte man längstens die "angeborene" androgenetische Alopezie der Frau feststellen können, die sowohl beim Mann wie bei der Frau durch das Dihydrotestosteron ausgelöst wird, bei absolut normertigen Hormonwerten. Welchen Einfluss sollten denn wohl die Testostern-Salbe des Mannes haben, bei normwertigen Blutwerten der Frau.

Außer durch das frontal verstärkte telogene Effuvium im Trichogramm kann man bei der Frau KEINE androgenetische Alopezie diagnostizieren, natürlich würde dann JEDE Frau, wie man diese nahezu täglich in der Praxis sieht, grundlos ihre Haare verlieren.

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schlimmer1 13.06.2012, 02:33
7. Merkwürdige Story

Durch eine Krebserkrankung und deren Folgen muss ich Testosteron zuführen. Eine Möglichkeit, die ich nicht mehr nutze, ist ein Testosteron-Gel. Der verschreibende Arzt wird bei so etwas immer ausdrücklich darauf hinweisen, dass das Zeug mit Risiken behaftet ist. Und zwar besonders für Frauen. Wenn man sich nach dem Auftragen nicht die Hände richtig wäscht, reicht ein Händedruck für einen Schwangerschaftsabbruch aus. Zu den Risiken steht auch nicht nur im Kleingedruckten etwas aus dem Beipackzettel. Deswegen sagt meine Urologin auch, dass sie so etwas nur verschreibt, wenn sie davon überzeugt ist, dass der Patient etwas im Kopf hat.

Insgesamt drängt sich mir aber bei dieser hanebüchenen Story der Eindruck eines Sommerlochfüllers auf. Die Schädlichkeit größerer Mengen Testosteron für den weiblichen Organismus ausgerechnet am Haarausfall zu belegen - wer hätte je gedacht das dies passieren könnte (umpf!) - ist schon ziemlich dämlich. Tschuldigung.

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matthiasn 13.06.2012, 10:16
8. Dr. House

Das war einmal Thema in einer Folge von Dr. House. Da traten bei den Kindern seltsame Auswirkungen auf und das war auch auf die Testosteronsalbe des Vaters zurückzuführen.

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doc 123 13.06.2012, 11:56
9. Noch einmal!

Zitat von matthiasn
Das war einmal Thema in einer Folge von Dr. House. Da traten bei den Kindern seltsame Auswirkungen auf und das war auch auf die Testosteronsalbe des Vaters zurückzuführen.
Steht eigentlich alles im Artikel, NUR die Schlussfolgerung ist geradezu abenteuerlich:

"Andere Anzeichen dafür, dass sie möglicherweise zu viele männliche Geschlechtshormone produziert, finden die Mediziner jedoch nicht: Die übrige Körperbehaarung der Frau ist typisch weiblich, sie leidet weder unter Übergewicht, noch unter Akne."

Wäre nämlich das Testosteron (egal ob zugeführt oder selbst produziert) die Ursache des Haarausfall, wie dies z.B. gelegentlich bei bestimmten hormonproduzierenden Tumoren oder Syndromen der Fall ist, würde die Patienten AUCH an deutlicher Akne oder verstärktem Bartwuchs (Hypertrichose) bis hin zum Hirsutismus leiden. Dies würde man auf EINEN EINZIGEN Blick erkennen können.

Wenn also nur eine isolierte androgenetische Alopezie vorliegt, kann NUR das Dihydrotestosteron, ein Umbauprodukt des Testosteron, welches genetisch bedingt durch seine Wirkung am Haarfollikel sowohl beim Mann als auch bei der Frau zum Haarausfall führt, die Ursache für die Problematik sein!

Ein Zusammenhang zwischen dem Haarausfall der Frau und der Applikation des Testosteron-Gels ist damit in allenfalls absurder Weise an den Haaren herbeigezogen. Dass ein derartiger Unsinn dann auch noch in einem wissenschaflichen Fachmagain veröffentlich wird, ist schon bezeichnend, hier bei SPON kann man dies sicherlich noch nachsehen, da bei der Diskussion entsprechend richtigzustellen.

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