Forum: Gesundheit
"Hart aber fair" zum Pflegenotstand: "Das reicht nicht aus, Herr Spahn, und das wisse
WDR/Oliver Ziebe

Bei "Hart aber fair" verteidigt Gesundheitsminister Spahn wenig einfühlsam seinen Plan, 13.000 Pflegestellen zu schaffen. Die Betroffenen in der Runde sind kaum begeistert - und begründen dies teils sehr persönlich.

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guenther.kukla 12.06.2018, 07:02
1. lächerlich...

Da sitzt ein Minister einer Partei, die seit über 12 Jahren regiert und preist sein neues Programm an, um die schlimmsten Probleme leicht abzumildern. Dabei erntet er berechtigte Kritik, weil seine Maßnahmen zu kurz greifen.
Frage, hat er nicht mitbekommen wer seit über 12 Jahren regiert? Zweitens, wo ist der Aufstand gegen die, die uns seit über 12 Jahren sehenden Auges in diesen Schlamassel geführt haben?

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Mister Stone 12.06.2018, 07:15
2.

Für Spahn kein Grund zum Handeln: Das müsse man sich erst einmal genauer anschauen.

Erstmal genauer anschauen? Die Standard-Floskel für Nichtstun. Spahn tut ja so, als seien der Pflegenotstand Neuland und die Profitgeilheit der Pflegeeinrichtungen und die Ausbeutung der Pflegekräfte total überraschend. Alles, was privatwirtschaftlich arbeitet, ist rein profitorientiert. Das sollte Herr Spahn mit seiner privatwirtschaftlichen Vita doch selbst am besten wissen.

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observerlbg 12.06.2018, 07:16
3. Jens Spahn ist Prakmatiker

Er ist Berufspolitiker durch und durch, "Bestandteil" der Atlantik-Brücke. Im Prinzip könnte er auch Mitglied der US.-Republikaner sein. WAS können wir von so einer Persönlichkeit erwarten? Empathisches Mitgefühl? Oder doch eher Sachverwaltung der Pflegeindustrie? In dieser und in den letzten Regierungen werden die Ministerposten meist entgegen langläufiger Laienmeinung besetzt: als Landwirtschaftsminister immer Jemand, der nur die Interessen der Landwirtschaftsindustrie bedient, als Innenminister nur Jemand, der die Interessen der Behörden und Verwaltungen bedient, als Sozialminister Jemand, der die Interessen der Sozialversicherungsträger bedient..usw.. Nur wer bedient in diesem unserem Lande die Interessen von uns Bürgern? Wer über etwas höhere Finanzmittel verfügt, und sich mindestens dem achtzigsten Lebensjahr nähert, sollte für den Rest des Leben einfach eine Weltreise antreten. Auf den Kreuzfahrtschiffen wird er besser versorgt und das auch noch billiger als in der deutschen Pflegeindustrie.

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tadano 12.06.2018, 07:23
4. Fühlt er sich zu schwach?

Spahn selbst hingegen hatte öffentlich mehrfach gesagt, nicht zur Pflege seiner eigenen Eltern bereit zu sein. Seinen menschlichsten Moment hat der Minister, als er bei "Hart aber fair" erneut zugibt: "Ich traue es mir schlichtweg nicht zu." Was heißt er traue es sich nicht zu? Hat er keine Lust dazu? Hat er ein schlechtes Verhältnis zu seinen Eltern? Oder fühlt er sich zu schwach? Ich traue ihm den Ministerposten schlichtweg nicht zu.

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Leser161 12.06.2018, 07:32
5. Das Problem angehen

Solange Spahn das Problem weder angeht noch überhaupt seine Existenz zugibt ist nichts gewonnen. Stattdessen greift er zu staatlichen Eingriffen die sonst immer als Sakrileg verdammt werden.

Das Problem ist das in der Pflege Gewinn gemacht wird muss. Auf Kosten z.B. der Pfleger. Was durch staatliche Zuschüsse ausgeglichen werden soll. Das Geschäftsmodell scheint "Gebt uns Geld oder eure Alten und Hilfsbedürftigen leiden". Das halte ich moralisch für zutiefst falsch.

Und Spahn macht sich zum Helfer dieses Modells.

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wilbury 12.06.2018, 07:38
6. Pflege gehört verstaatlicht

Das kann nur funktionieren wenn Pflegeeinrichtungen nicht der Gewinnmaximierung dienen. Die Pflege alter und kranker Menschen sollte eine hoheitliche Aufgabe des Staates sein. Mit gerechter Bezahlung und guter Ausbildung. Warum nicht dafür den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung senken und den der Pflegeversicherung erhöhen.

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m.ecker 12.06.2018, 07:50
7.

Es generell schwierig als vollkommen fachfremde Führungskraft gute Leistungen zu erbringen. Diese Thema ist jedoch eine ganz besondere Herausforderung an Herrn Spahn. In dessen beruflicher Welt spielen Empathie und Emotion keine Rolle, dort geht es um Zahlen und Kalkül. Nun will er mit Leid auf der einen Seite und grosser Aufopferung auf der anderen Seite umgehen? Dass es ihm nur schwerlich gelingt, sich gedanklich in die Situation von Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu versetzen, hat er ja bereits mehrfach laut Kund getan.

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marthaimschnee 12.06.2018, 07:53
8. die Politik kapiert gar nichts

ist eigentlich klar, wohin uns die Salamitaktik der Zerstörung der Sozialsysteme führt, bzw schon geführt hat? Wenn man 25 Jahre lang den Arbeitnehmern nur ein Prozent vom Lohn vorenthält, steht der dann eben mit einem Viertel weniger da. Und da die Ausgaben leider nicht auch auf ein Prozent verzichten - Wirtschaft will ja wachsen - fehlen sämtlichen Sozialsystemen eben 25%. Die Rechnung mag nicht auf Heller und Pfennig stimmen (Optimisten sind "nur" bei 20%, Pessimisten bereits bei über 30), aber die Dimension wird hoffentlich klar. Der Frosch sitzt im Wasser, das langsam erwärmt wird. In unserem Fall kocht es bereits! Alle palvern unentwegt von Herausforderungen der Zukunft, dabei haben sie das Land mit all ihren Reformen der Zukunftsfähigkeit beraubt. Und dank des exzessiven Exports auch noch in ein Situation begeben, in der wir kinderleicht erpressbar sind. Bravo, kann man dazu nur sagen. So wirtschaftet man ein erfolgreiches Land herunter.

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wasistlosnix 12.06.2018, 08:18
9. Danke

an Herrn Spahn. Er stellt den Typus Politiker den niemand mag perfekt dar.

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