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Herzinfarkt: Sterben Frauen häufiger, wenn sie von Männern behandelt werden?
imago/ UIG

Frauen haben ein höheres Risiko, nach einem Herzinfarkt zu sterben. Dafür gibt es mehrere Gründe. Jetzt wollen Harvard-Forscher einen weiteren ausgemacht haben: das Geschlecht des Arztes.

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M.steitz 08.08.2018, 18:17
1. und die anderen Wehwehchen ?

würden Patienten mit anderen Diagnosen auch von Ärztinnen in der Notaufnahme profitieren?
Oder könnten z.B. Schlaganfall und innere Blutungen besser vom männlichen Kollegen erkannt werden?
Was ist eigentlich mit dem Rest vom Team? Oberarzt, Chefarzt, Pflege, Funktionspflege, nicht zu vergessen das mehrköpfige Team im Herzkatheter Labor.

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susie.soho 08.08.2018, 18:21
2. Symtome bei Frauen

Mein Herzinfarkt machte sich lediglich durch einen leichten, aber dauerhaften Druck am Oberbauch und ein Engegefühl am Kehlkopf bemerkbar. Da mir dieser Zustand völlig fremd war und über eine Stunde lang andauerte, schaute ich ins Internet unter der Suchanfrage: "Herzinfarkt bei Frauen" nach und fand meine Beschwerden bereits dokumentiert. Da rief ich die Rettung an. Nach Schilderung meiner Beschwerden war sie nach 5 Minuten vor Ort. Das ist jetzt 13 Jahre her.

Kurz und gut: kein Ausstrahlen von "Schmerzen" in den linken Arm, kein Ausstrahlen in den Rücken.

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Lemjus 08.08.2018, 19:09
3. Logisch

Da deutlich mehr Menschen von Ärzten als von Frauen behandelt wurden starben dabei wohl auch mehr

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Naturrecht 08.08.2018, 19:25
4. Harvard Business School

Vielleicht wäre das eher ein Forschungsgebiet für die Harvard Medical School und nicht für die Business School. Leider konnte ich die Studie selbst nicht finden. Es wäre sehr interessant, ob die Differenz zwischen männlichem Arzt und weiblichem Arzt wirklich signifikant ist. Gemäß dem Falle die Differenz sei Signifikant und es ist wissenschaftlich gearbeitet worden, welche möglichen Gründe könnte für eine höher Überlebenswahrscheinlichkeit"sprechen?
Fühlen sich weibliche Patienten bei weiblichen Ärzten wohler und teilen mehr Beschwerden mit. Nach dem Motto - in Gegenwart eines Mannes muss ich stark sein. Können sich weibliche Ärzte in die Beschwerden von Frauen besser hineinversetzten und so präventiv mehr Hilfe leisten?
Da es bei Männern wohl genauso ist, würde mehr für die These sprechen - In Gegenwart eines Mannes muss ich stark bleiben.

Natürlich könnte es auch einfach sein, dass männliche Ärzte mehr Geld verdienen und nicht mit dem Kopf bei den Patienten sind, sondern welches Auto sie demnächst kaufen. Frauen verdienen bekanntlich (Gender pay gap) viel weniger und sind dann mit dem Gedanken eher beim Patienten.

Genug spekuliert - Leider fehlen bei solchen Studien immer die Kausalität...

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koh 08.08.2018, 20:15
5. interessant

interessante studie, schade dass sie nicht verlilnkt ist. und in der tat ein seltsames thema für eine business school. Das Problem bei allen Studien dieser art ist, dass es unglaublich viele variable faktoren gibt, die man nicht leicht unter kontrolle halten kann. Beispielsweise wäre es denkbar, dass männliche Ärzte eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, Nachtdienste zu machen, oder in 'schlechten krankenhäusern' zu arbeiten. Und ich bin sicher, dass ein Infarkt schlechtere Chancen hat, wenn er Nachts eingeliefert wird, oder in bestimmten Häusern behandelt wird.

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zieglerm 08.08.2018, 21:12
6. wenn tatsächlich die Frauen, die sich dort als Ärztinnen durchsetzen,

besser qualifiziert sind, müsste bei Umsetzung der Empfehlung - also Erhöhung der Anzahl Ärztinnen in der Notaufnahme - dieser Unterschied schwinden.

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coyote38 08.08.2018, 21:35
7. Sterben Männer häufiger, wenn sie mit Frauen verheiratet sind ...?

Männer haben ein höheres Risiko, nach einer Heirat an Suizid zu sterben. Dafür gibt es mehrere Gründe. Jetzt wollen Harvard-Forscher einen weiteren ausgemacht haben: das Geschlecht der Ehefrau. --- Ganz ehrlich, liebe Leute ... ich kann diese täglichen "Frauen sind so besonders und ganz doll benachteiligt"-Artikel nicht mehr lesen.

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AlexanderJäger 09.08.2018, 06:41
8. Männer haben das "Privileg" früher zu Sterben

"Die Patientinnen waren im Schnitt sechs Jahre älter als die Patienten"
Hmmm komisch das 6 Jahre genau der Mittleren längeren Lebenserwartung von Frauen in Industrieländern entspricht.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/199585/umfrage/lebenserwartung-in-industrielaendern-und-entwicklungslaendern/
Klar das dann im hohen Alter die Frauen an Krankheiten leiden. Sie sind natürlich trotzdem benachteiligt weil die Männer schon weggestorben sind und demzufolge keinen Herzinfakt bekommen können.
Schlussfolgern wir daraus jetzt noch mehr Forschungsmittel auszugeben, damit Frauen noch älter werden?
Ich würde auch gerne 6 gesunde Jahre länger haben. Das Männer im Schnitt die gefährlichen Jobs machen und dafür sorgen das bei uns allen der Strom und der Abfluss fliesst, davon reden wir erst garnicht.
( Nur mal so ne Zahl für den hinterkopf: 90% aller Tödlichen Arbeitsunfälle betrifft Männer, schocker )

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chris4you 09.08.2018, 09:26
9. Der Vorschlag

mehr Ärztinnen in der Notaufnahme einzusetzen ist zielführend, jedoch wahrscheinlich nicht praktikabel aus einem einfachen Grund, es werden mit hoher Wahrscheinlichkeit sich nicht genügend Ärtzinnen für den streßigen Job finden lassen (http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/beruf/aerzte-und-kliniken/aerzte-der-generation-y-selbstbewusst-gut-bezahlt-und- gern-in-teilzeit-12622408-p2.html), der läuft der gewünschten Work-Life-Balance entgegen.
Viel ausgeprägter (und das schon seit Jahrzehnten ohne das irgendetwas nennenswertes unternommen wird) sind z.B. die Unterschiede bei Suziden (http://www.faktum-magazin.de/2016/03/die-welt-suizidrate-bei-maennern-5mal-hoeher-als-bei-frauen/). Programme zur Verhinderung/Hilfe bzw. Analysen dazu gibt es nicht,k bzw. nur in homepatischen Dosen...
Um noch auf einen kleinen weiteren Unterschied hinzuweisen, der sich in unwesentlich höheren Prozentzahlen :o) wiederspiegelt, hier noch ein kleiner Link (https://www.destatis.de/DE/Publikationen/STATmagazin/Gesundheit/2009_02/2009_02Krankheitskosten.html), Zitat: "Der Blick zurück ins Jahr 2002 zeigt, dass die Differenz der Krankheitskosten von Frauen und Männern in der Vergangenheit noch größer war. Der Abstand verringerte sich von 2002 bis 2006 um 2,8 Milliarden Euro. Während die Kosten der Frauen die der Männer im Jahr 2002 noch um 43% überschritten, lag dieser Wert vier Jahre später bei 36%.". Was ich damit ausdrücken will: Es gibt viele Themen die deutlich signifikantere Unterschiede aufzeigen, die aber keinesfalls thematisiert werden, die Gründe dazu kann sich jeder selber zusammenreimen... und stehen im deutlichen Gegensatz zu den üblichen medialen und politischen Floskeln (z.B. gender Budgetin, "Gleichberechtigung", .. suchen sie sich was aus)...

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