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Historisches Tief: Zahl der Organspender in Deutschland fällt auf 769
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Jahr um Jahr werden es weniger: Die Zahl der Organspender in Deutschland ist 2017 auf ein historisches Tief gefallen. Nur Griechenland, Rumänien, Bulgarien und Albanien haben noch weniger - Spanien ist Vorreiter.

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sarido 13.01.2018, 14:03
1. Bewusst verweigere ich es

Bewusst verweigere ich es, den mir jährlich mit der Jahreslohnübersicht zugeschickten Organspendeausweis auszufüllen und mitzutragen.
Warum? Weil das deutsche Organspendeverfahren auch ein Beispiel für verfehlte Politik und den zu großen Einfluss von Lobbygruppen (Kirche!) ist. Ich hatte gerne eine Umkehr des Verfahrens wie in den Niederlanden: Jeder ist Organspender außer er hat sich bewusst (!) und formal dagegen erklärt.
Nur so gibt es auch wieder mehr Leid lindernde Organspender und diejenigen die wirklich perönlich - aus welchen Gründen auch immer - dies nicht möchten; so soll es sein.
Go, GroKo, Go!

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Crom 13.01.2018, 14:05
2.

Einfaches Mittel: Wer nicht bereit ist, selber zu spenden, bekommt auch keine Organe.

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sozialismusfürreiche 13.01.2018, 14:06
3. Frage

Derzeit ist es doch so, dass wenn man sich zur Organspende bereit erklärt erklären muß, was man nicht spenden möchte. Besser wäre es anders herum. Oder irre ich mich?

Ich möchte nicht das Gefühl haben einer Vollverwertung zugeführt zu werden wie ich Schlachthof.

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joG 13.01.2018, 14:07
4. Transplantationen wurden im Dlf ....

....besprochen. Ich war einigermaßen entsetzt wie wenige in Deutschland vorgenommen werden. So komplizierte Operationen brauchen Übung und dazu genügen diese Zahlen vielfach kaum. Einige Organe werden in ganz Deutschland kaum öfter vorgekommen als an einigen einzelnen Kliniken in Spanien, Belgien oder den USA.

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Patrik74 13.01.2018, 14:07
5. Kein Vertrauen

So ist das halt nach 30 neoliberalem Dogma - es glaubt eben kaum einer mehr, dass die (im Zweifel privatisierten) Kliniken gewinnorientiert Vorgehen, und im Zweifelsfall nicht doch lieber 3 teure OPs (1x Entnahme von 2 Nieren + 2x Transplantieren bei Privatpatienten) anstatt nur einer (Leben retten des Kassenpatienten) abrechnen.

Kannst sich jemand vorstellen, wie PEINLICH es im Golfclub ist, wenn der andere Chefarzt mehr verdient? Unzumutbar!

Der Michel ist zwar unglaublich genügsam und einfältig, wenn es um „Gedöns“ wie Gerechtigkeit (Einkommen, Vermögen, Steuern, Bildungs- und Berufschancen) geht, aber wenn es ihm selbst ans Leder geht, dann wacht er auf...

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kiefer1941 13.01.2018, 14:11
6. Anzahl der Organspender?

Woher kennt man diese Zahl ? Meine Frau und ich haben einen solchen Ausweis, aber niemand hat uns je danach gefragt !

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sanfernando 13.01.2018, 14:11
7. In Spanien...

....gilt jeder Verstorbene als potentieller Spender, es sei denn, er/sie hat sich gegen eine Organspende ausgesprochen. Damit gelten die Rechte eines Jeden auf eigene Entscheidung am Körper als beachtet. Ich sehe das auch so: jeder kann sich dagegen entscheiden. Das Recht auf Selbstbestimmung betrachten deutsche Politiker hingegen nur als berücksichtigt, wenn als Spender nur der in Frage kommt, der sich ausdrücklich dazu entschieden hat.
Eigentlich müssten der Bedarf an Spenderorganen bei uns doch viel geringer sein, denn: wer keinen Spendenausweis hat, hat damit doch auch entschieden, dass er/sie - im Falle des Falles - auch kein Empfänger sein möchte - oder? Oder dann plötzlich doch? Obwohl er/sie Organtransplantationen ablehnt?
Politiker sollten mal der Gechtigkeitsfrage nachgehen, wenn Nicht-Spendenbereite denen mit Spenderausweis Plätze auf den Wartelisten wegnehmen

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muzepuckel 13.01.2018, 14:11
8. Endlich mal eine gute Nachricht

Organe werden immer noch lebenden Menschen entnommen. Immer mehr Leuten scheint klar zu werden, daß sie sich besser nicht zur Ausweidung bei lebendigem Leib freigeben sollten. Angeblich "hirntote" Menschen als Ersatzteillager zu mißbrauchen ist das Letzte.

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polaris65428 13.01.2018, 14:11
9. Frage :

gemessen an der Bevölkerungszahl Deutschlands wäre die Zahl 762 als bekannte Anzahl der Organspender eher als homöopathisch anzusehen.
Ganz ehrlich : ich bezweifle diese Zahl ganz gewaltig.
Wie wurde sie ermittelt? Handelt es sich um die Anzahl der ("brauchbar") Verstorbenen oder aller potentiellen Spender, also auch der noch lebenden ?
Ich persönlich besitze schon "ewig" einen Spenderausweis, auch meine Ehefrau sowie etliche Freunde und Bekannte. Glücklicherweise erfreuen wir uns alle bester Gesundheit. Nach einem Spenderausweis gefragt hat uns bisher noch keiner.
Müssen wir alle erst sterben, oder sollte die Lebenserwartung gesenkt werden, damit solche Menschen in eine etwas aussagekräftigere Satistik eingehen ?

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