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Hormone: Die Macht des Eisprungs
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Rund um den Eisprung sind Frauen besonders wählerisch. Doch nach welchen Kriterien suchen sie ihre Sexualpartner aus? Und was ist mit dem Mythos, dass der Zyklus das politische Wahlverhalten beeinflusst?

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dasfred 20.07.2018, 11:42
1. Die Frau als willenloses Opfer ihrer Hormone

Gewagte Theorie. Natürlich habe ich als Schwuler auch schon Frauen erlebt, denen ihr Zyklus durchaus anzumerken ist. Was aber hier unterstellt wird, bedeutet, dass Frauen, die ihren Zyklus nicht durch Hormone unterdrücken, nur bedingt zurechnungsfähig sind. Triebgesteuert suchen sie dann plötzlich nach neuen Männern, weil sie der Mann, den sie unter Einfluss der Pille gewählt hat, plötzlich nicht mehr interessant ist. Wenn hier ein Kaufrausch ausgelöst wird, dann frage ich mich, wann die Boutiquen Pheromone vernebeln. Wenn ich bedenke, dass uns Männern seit jeher Triebhaftigkeit unterstellt wird, verbunden mit der Erwartung an absolute Selbstbeherrschung und der Frau im Artikel indirekt unterstellt wird, sie würde konservativ wählen, wenn sie ihre hormonellen Begierden nicht ausleben kann, dann ist das Forschungsergebniss der größte Rückschritt in der Geschichte der Emanzipation. Oder sollte man Frau Stokowskis wöchentliche Kolumne mal auf Schwankungen im Zyklus prüfen. Schließlich löst sie ja auch oft unterschiedlich starke Reaktionen im Forum aus.

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aleron 20.07.2018, 12:01
2. Ich kann das Verhalten

Nur allzugut bestätigen. Ich bin ein Mann und merke ziemlich schnell bei meiner Freundin wenn sie ihren Eisprung hat. Wie in dem Artikel schon richtig festgestellt wurde beginnt dann die 'Phase'. Meine Angebete putzt sich heraus, blickt abfällig auf die ' Konkurrenz ' herab und die Wohnung wird auf Vordermann gebracht. Und ja, auch ihr Gruch verändert sich, aber ich finde es ok und muss immer wieder lächeln, wenn die Tage wieder dann sind. Ich würde mir eher Sorgen machen wenn dieses Verhalten bei ihr ausbleiben würde.

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santoku03 20.07.2018, 12:02
3.

Zitat von dasfred
Gewagte Theorie. Natürlich habe ich als Schwuler auch schon Frauen erlebt, denen ihr Zyklus durchaus anzumerken ist. Was aber hier unterstellt wird, bedeutet, dass Frauen, die ihren Zyklus nicht durch Hormone unterdrücken, nur bedingt zurechnungsfähig sind. Triebgesteuert suchen sie dann plötzlich nach neuen Männern, weil sie der Mann, den sie unter Einfluss der Pille gewählt hat, plötzlich nicht mehr interessant ist. Wenn hier ein Kaufrausch ausgelöst wird, dann frage ich mich, wann die Boutiquen Pheromone vernebeln. Wenn ich bedenke, dass uns Männern seit jeher Triebhaftigkeit unterstellt wird, verbunden mit der Erwartung an absolute Selbstbeherrschung und der Frau im Artikel indirekt unterstellt wird, sie würde konservativ wählen, wenn sie ihre hormonellen Begierden nicht ausleben kann, dann ist das Forschungsergebniss der größte Rückschritt in der Geschichte der Emanzipation. Oder sollte man Frau Stokowskis wöchentliche Kolumne mal auf Schwankungen im Zyklus prüfen. Schließlich löst sie ja auch oft unterschiedlich starke Reaktionen im Forum aus.
Haben Sie keinen besseren Einwand gegen ein überprüfbares Forschungsergebnis, als dass es Ihnen nicht gefällt? Drollig. Zitieren Sie doch bitte lieber die Studie, die dieses Ergebnis falsifiziert. Oder kennen Sie keine? Glauben Sie wirklich, wir hätten uns bereits so weit über die Natur erhoben, dass diese keinen Einfluss mehr auf uns ausübt? Wir sind (noch) keine Roboter oder Cyborgs.

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taglöhner 20.07.2018, 12:07
4.

Zitat von dasfred
Gewagte Theorie. Natürlich habe ich als Schwuler auch schon Frauen erlebt, denen ihr Zyklus durchaus anzumerken ist. Was aber hier unterstellt wird, bedeutet, dass Frauen, die ihren Zyklus nicht durch Hormone unterdrücken, nur bedingt zurechnungsfähig sind. Triebgesteuert suchen sie dann plötzlich nach neuen Männern, weil sie der Mann, den sie unter Einfluss der Pille gewählt hat, plötzlich nicht mehr interessant ist. Wenn hier ein Kaufrausch ausgelöst wird, dann frage ich mich, wann die Boutiquen Pheromone vernebeln. Wenn ich bedenke, dass uns Männern seit jeher Triebhaftigkeit unterstellt wird, verbunden mit der Erwartung an absolute Selbstbeherrschung und der Frau im Artikel indirekt unterstellt wird, sie würde konservativ wählen, wenn sie ihre hormonellen Begierden nicht ausleben kann, dann ist das Forschungsergebniss der größte Rückschritt in der Geschichte der Emanzipation. Oder sollte man Frau Stokowskis wöchentliche Kolumne mal auf Schwankungen im Zyklus prüfen. Schließlich löst sie ja auch oft unterschiedlich starke Reaktionen im Forum aus.
Das ist statistisch abgesichert, gar nicht gewagt. Und natürlich ließen sich stilistisch und inhaltlich signifikante Unterschiede damit auch in weiblichen Kolumnen entdecken.
Gewagt wäre, diese Erkenntnisse von einem männlichen Experten berichten zu lassen :).
Ich vermisse den Teil zum homonellen Beitrag zur MINT-Affinität.

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dasfred 20.07.2018, 12:27
5. Zu Nr.3 santoku03

Ich bezweifle gar nicht den Einfluss von Hormonen, ich bezweifle aber, dass dieser so groß ist, dass die Frau ansich plötzlich die Kontrolle über sich verliert. Jede Frau kennt ihre eigenen Stimmungsschwankungen, aber gleichzeitig entwickelt sie eben auch Strategien, diese zu kontrollieren, soweit es notwendig ist. Ansonsten wäre diese Welt überschwemmt von weiblichen Weinsteins, die an ihren fruchtbaren Tagen jede Zurückhaltung verlieren. Oder, wie der Artikel vermittelt, versagt sie sich die leiblichen Genüsse, muss sie zwanghaft konservative Parteien wählen. Ich traue Frauen nun mal zu, dass sie in der Lage sind, ihre Hormone unter Kontrolle zu halten.

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pric 20.07.2018, 12:35
6. Nicht so ganz...

Zum Artikel muss man sagen: Wissenschaft geht anders. Das hier ist 'Sexismus' mit höchstwahrscheinlich ungenau zitierten Studien garniert. So etwas passiert manchmal Fachfremden: SPON ist kein Wissenschaftsmagazin, das stimmt, aber sich ein wenig mit Methodik beschäftigen gehört schon dazu.

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hannibalanteportas 20.07.2018, 12:39
7. Ist doch alles (k)alter Kaffee

Diese Studienbefunde gab es schon zu meines Psychologiestudiums und das ist inzwischen schon ein Weilchen her.
Wir hatten glücklicherweise eine Professorin und einen ihrer Post-docs, die zum Thema evolutionäre Sozialpsychologie geforscht haben.
Und für alle die den Text so lesen, wie sie ihn lesen wollen: die Ergebnisse sagen nicht, dass Frauen (oder Männer, Überraschung!!!) nur triebgesteuert sind.
Sie sagen lediglich aus, dass das menschliche Bewusstsein nunmal durch mehr als unsere „Vernunft“(die leider rar ist) mitbestimmt wird.
Es ist ein komplexes Wechselspiel von Hormonen, neuronalen Prozessen, Gefühlen, Gedanken, Körperempfindungen, etc.
Und nein, eine Henne-Ei-Diskussion ist nicht zielführend, es ist wie gesagt ein Wechselspiel (siehe auch neuronale Korrelate, neuronale Plastizität, etc.)
Um die Aussage eines Mitforisten aufzugreifen, der Fr. Stokowski ins Spiel gebracht hat: solche Zusammenhänge braucht man den lauthals schreienden, sog. „dekonstruktivistischen Feminsten/innen“ nicht nahebringen. Die fauchen dann die ganze Zeit nur „Diskriminierung“. Und genau diese Haltung trug ihren Teil dazu bei, dass die Forschung der Evolutionspsychologie und -Anthropologie in den letzten 20 Jahren immer mehr aufpassen musste, was sie publiziert.
Unideologisch betrachtet heißt das alles lediglich, dass wir aus mehr bestehen außer dem „Verstand“(welcher wie gesagt rar ist).

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Susi64 20.07.2018, 12:51
8. Frauen sind eben doch Menschen zweiter Klasse

Sind wir mittlerweile wieder soweit zum einen gegen jede Art von Diskriminierung und Rassismus zu sein, aber bei Frauen darf jeder (Mann) noch mal?
Was will der Artikel denn nun sagen? Frauen sollten kein Wahlrecht haben und ihr Wort ist nur die Hälfte wert?
Männer haben natürlich keinerlei Probleme mit Hormonen.

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ssissirou 20.07.2018, 13:07
9.

Zitat von aleron
Nur allzugut bestätigen. Ich bin ein Mann und merke ziemlich schnell bei meiner Freundin wenn sie ihren Eisprung hat. Wie in dem Artikel schon richtig festgestellt wurde beginnt dann die 'Phase'. Meine Angebete putzt sich heraus, blickt abfällig auf die ' Konkurrenz ' herab und die Wohnung wird auf Vordermann gebracht. Und ja, auch ihr Gruch verändert sich, aber ich finde es ok und muss immer wieder lächeln, wenn die Tage wieder dann sind. Ich würde mir eher Sorgen machen wenn dieses Verhalten bei ihr ausbleiben würde.
Na wenn das alles bei Ihrer Freundin zutrifft, dann höchstwahrscheinlich auch dieser Effekt, ich zitiere aus dem Artikel:
"Rund um den Eisprung erhöht sich bei Frauen in Beziehungen außerdem die Bereitschaft zum Seitensprung."
Also lassen Sie sie in dieser Zeit nicht aus den Augen, oder noch besser aus der Nase.

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