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Internationale Kinder-Studie: So mächtig sind Geschlechterklischees
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Die einen schön und zurückhaltend, die anderen stark und unabhängig: Über viele Kulturen hinweg werden Mädchen und Jungen stereotype Verhaltensweisen anerzogen. Forscher warnen vor den daraus entstehenden Schäden.

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andreasclevert 20.09.2017, 15:54
1. Wichtig ist...

... im globalen Kontext darauf hinzuweisen, dass eine geschlechterspezifische Erziehung mit völlig hirnrissigen Konsequenzen idR für Mädchen ("weniger schlau", "kürzer zur Schule", etc.) oder auch Jungs ("weinen nicht", "keine Emotionen zeigen") nicht hinnehmbar ist. Im Gegenzug ist das Gedankenverbot hierzulande, dass Mädchen und Jungs einfach gleich, gleich, gleich sind, auch ... sehr deutsch. Chancengleichheit für alle, unabhängig vom Geschlecht, ist das Ziel. Keine Gleichmacherei. Dann ist es auch nicht schlimm, wenn Jungs auch mal jungstypische Eigenschaften zeigen und Mädchen mädchentypische. Auch wenn unser Dritter (Junge) lange Zeit eine Vorliebe für die Farbe lila hatte (ich weiß, das kann später so oder so wieder kommen), bei der pailettenbestückten Bluse für den Vierjährigen war mir das auch ein bisschen zu viel (http://wp.me/p4WCtx-mK)....

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Don Lucio 20.09.2017, 15:55
2. Problem verkannt

Also weg mit diesen geschlechtstypischen Verhaltensweisen.
Das Problem dabei ist aber imho gravierender als "gesundheitliche Folgen", die ja auch lt. Aussage der Forscher "nicht bewiesen" sind:
Männer und Frauen sind von Natur aus darauf konditioniert, eben diese geschlechtstypischen Verhaltensweisen attraktiv zu finden, sie zu Auswahlkriterien für ihre Partnerwahl zu machen. Ohne diese Merkmale wird es eben auch keine Paarungen mehr geben, jedenfalls keine, die auf persönlicher Anziehung beruhen.
Vernunftehen wie im Mittelalter. Ist das das Ziel des "modernen" Genderismus?

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wupdidu 20.09.2017, 16:00
3. Evolution

Ich vermute auch hier hat die Evolution dafür gesorgt.
Man stelle sich zwei Gruppen aus jeweils 10 Männern und 10 Frauen im Leben als Jäger und Sammler vor.
Die eine Gruppe schickt ihre Männer auf die Jagd die andere ihre Frauen. Nun kommen bei einem Jagdunfall bei beiden Gruppen 9 der 10 Jäger/innen ums Leben, Welche Gruppe wird den fehlenden Bestand schneller ausgleichen können?

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dirk59 20.09.2017, 16:05
4. Eine andere Sicht auf dasselbe Phänomen

Wenn das gleiche Phänomen über viele Kulturen hinweg sehr ähnlich auftaucht steht eigentlich zu vermuten, dass es für die Gesellschaft, die überwiegende Mehrheit der Individuen oder beide vorteilhaft ist. Sonst wäre es im Laufe der Jahrtausende ausgestorben. Andere Kulturen, in denen es anders läuft, hätten es verdrängt weil sie erfolgreicher gewesen wären.

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lupo62 20.09.2017, 16:21
5. Zu Einseitig

Den Grund für unterschiedliche Verhaltensweisen allein in der frühkindlichen Erziehung zu suchen, ist eine zu einseitige Betrachtungsweise. Zuallererst spielen da mal die Gene eine Rolle und erst dann kommen gesellschaftliche Normen, die ererbten Veranlagungen verstärken oder abschwächen können (je nachdem, was gerade erwünscht ist), aber niemals aufheben.
Die Erziehungsmaxime "ich behandle die kleinen Jungen und Mädchen völlig gleich, dann entwickeln sie gleiche Vorstellungen und Verhaltensweisen" ist schon vor 40 Jahren ausprobiert worden - und total gescheitert. Wohl auch, weil die erziehenden Erwachsenen bewusst oder unbewusst die weibliche Perspektive weniger wertschätzen. Der Beitrag ist ein Beispiel dafür, dass sich daran nichts geändert hat

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estiikay 20.09.2017, 16:25
6.

Die Studie hat ja doch sehr viele verschiedene Kulturen harangezogen - ich finds schon interessant, dass es da einige Überschneidungen gibt, die scheinbar doch eher evolutionärer Natur sind, anstatt auf "Klischees" oder durch das Patriarchat aufgezwungene Rollenbilder zu fußen (was ja nun nicht immer so ist - das wird ja nur behauptet)

Mit fehlen bei den gezogenen Schlüssen objektive Fragestellungen nach der Ursache oder der Notwenkdigkeit der Rollen - das hat ja alles historische bis evolutionäre Ursachen. Alles in den einen "Gender"-Topf zu werfen, ist wenig zielführend finde ich ... es ist sogar recht oberflächlich und zu einfach geschlussfolgert. Welche Konsequenz soll das denn jetzt haben? Im Endeffekt war der Artikel nahezu sinnlos ... mal wieder in diesem Kontext.

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sr.pablo 20.09.2017, 16:30
7. Interessant!

Woher stammen denn diese Rollen?
Von den Schamanen der Christen, Muslime, Buddhisten, etc.
Die Frau wird hier durchweg als unrein und des Mannes nicht ebenbürtig angesehen. Daher z.B. dieser irre Kult um die unbefleckte Empfängnis, diesen ganzen "Jungfrauen" Schwachsinn, sich verhüllen wenn man die Öffentlichkeit betritt und so weiter. Alles kompletter Hirnschiss! Alles nur manipulativer reaktionärer Dreck. Jede Religion ist Dreck. Jede. Es gibt keine Ausnahme.

Solange sich Menschen an Märchenerzählungen aus den vor-vorletzten Jahrtausenden halten, werden wir hier kaum einen echten Fortschritt erreichen.

Das hilflose herumdoktern und die Erfindung weiterer Spitzfindigkeiten hilft auch nicht weiter. Da werden nur bestehende Vorschriften und Gebote durch neue Vorschriften und Gebote ersetzt. Je nach vorherrschenden Geschmack. Daher können die Herren und Damen Experten sich Ihre Empfehlungen auch an den Hut stecken.

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Bondurant 20.09.2017, 16:31
8. Aha

Die Stereotype seien zwar an sich nicht überraschend, sagt Mmari - aber es sei doch unerwartet, dass sie über alle Kulturen und sozialen Schichten hinweg den Kindern bereits so früh anerzogen werden.

Wenn etwas "über alle Kulturen und soziuale Schichten hinweg" für richtig befunden wird, sollte ein intelligenter Forscher zumindest mal in Erwägung ziehen, ob dieses "Stereotyp" vielleicht der Natur des Menschen entspricht. Ich sage nicht, dass es so ist, ich weise aber darauf hin, dass eine seriöse Herangehensweise diese Frage klären müsste, also erklären, warum das nicht zutrifft, anstatt - wie es offenbar gemacht wird - von vornherein dies Verhalten als reine Willkür zu verurteilen.

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realist4 20.09.2017, 16:36
9. Alle liegen seit jahrtausenden falsch, nur ......

Ich verstehe diesen feministischen Zwang nicht, dass Mädchen wie Jungen zu sein haben. Mädchen und Jungen sind nicht gleich und das ist nicht nur anerzogen. Wer behauptet sie wären gleich hat wohl keine Kinder oder lässt ihnen keine Freiheiten. Sogar jede sexuelle Variation hat überwiegend ihre Eigenheiten und ich verstehe nicht was daran falsch sein soll, lasst doch doch die Menschen einfach sein wie sie sind.

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