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Katharina Saalfrank antwortet: Warum tritt mich mein Kind?
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Der Vierjährige wütet und tobt, tritt und beschimpft seine Mutter. Was kann sie tun? Antworten von Katharina Saalfrank.

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ludna 30.11.2017, 15:27
1. Sie könnten auch sagen:

"Ich sehe, dass du dich ärgerst, und ich verstehe, dass du getragen werden möchtest. Es tut mir leid, dass es nun so ist, wie es ist."
Ok, finde ich gut. Was mache ich, wenn es nicht aufhört zu treten ?

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fatfrank 30.11.2017, 15:32
2. Nuff said

Liebe Frau Saalfrank, dem ist nichts hinzuzufügen. Bravo! Die Trotzphase ist eine enorm wichtige in der Entwicklung der Persönlichkeit unserer Kinder. Hier lernen sie vor allem, wie sie mit negativen Gefühlen konstruktiv umgehen können. Wer das als Eltern als Vorbild nicht vorlebt und möchte, dass seine Kinder nur brav und angepasst sind (z.B. weil sie aus Angst ihre Gefühle unterdrücken) und das z.B. mit Strafen durchzusetzen versucht, wird sich später noch sehr, sehr wundern.

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Leser161 30.11.2017, 15:47
3.

Zitat von ludna
"Ich sehe, dass du dich ärgerst, und ich verstehe, dass du getragen werden möchtest. Es tut mir leid, dass es nun so ist, wie es ist." Ok, finde ich gut. Was mache ich, wenn es nicht aufhört zu treten ?
Ausweichen.

Der Kern der Tipps von Frau Saalfrank sind Geduld und Souveränität. Wenn ein 4jähriger tritt, heisst das nicht das die Welt untergeht. Ist halt so. Wir haben alle in die Hose gemacht, getobt und wollten immer nur Ketchup. Es ist kein Beinbruch wenn unsere Kinder dasselbe tun.

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SkyNet_SO 30.11.2017, 15:55
4. du du du

Grundsätzlich ist es natürlich richtig, dass man nicht auf jede Trotzreaktion oder jeden Wutanfall mit Ausrasten, Strafen oder ähnlichem reagiert.
Auch sollte man Kinder ermutigen, Gefühle zu äußern und dazu gehören eben auch Wut oder Trauer.
Dennoch brauchen Kinder auch Regeln und Grenzen und es gibt in meinen Augen rote Linien, die man dem Kind durchaus vermitteln sollte. Wenn das Kind die Eltern tritt oder schläft, dann sollte man es daran erinnern, dass dies eben keine angemessene Reaktion ist und eben auch eine entsprechende Reaktion, zB eine Entschuldigung einfordern. Nur mit "Du Du Du" oder "Ich verstehe dich" zu reagieren ist in meinen Augen keine angemessene Reaktion.
Meine Tochter (5) kann sehr gut zicke, und wenn sie in der Phase drin ist, dann lasse ich ihr das auch. Sie hat aber gelernt, dass mit dem Kopf durch die Wand nicht weit kommt und dass es eben rote Linien gibt, die man nicht überschreitet. Trotzdem haben wir eine wunderbare emotionale Beziehung.

Aber heutzutage gilt man ja schon als gestriger, wenn man den Grundsatz vertritt, dass Kinder durchaus Regeln und Führung brauchen. Das Kind soll sich ja schließlich frei entfalten und auf gar keinen Fall irgendwo eingeschränkt werden.

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whitewisent 30.11.2017, 15:57
5.

"Sagen Sie ihm, dass Sie ihn jetzt nicht tragen können, weil Sie die Hände voll haben.

Ist das wirklich Ihr Ernst Frau Doktor? Scheinbar wird der Junge regelmäig in diesem Alter noch getragen! Wahrscheinlich damit die Windel nicht verrutscht. Solche Form der Fürsorge und Zuneigung muß begründbar sein, genauso wie die Ablehnung dessen. Erst recht bei einer kooperativen Erziehung. Die Trotzphase ist doch wesentlich damit verbunden, daß die Kleinkindjahre vorbei sind, und Eltern sich automatisch vom Kind mehr entfernen, als dieses es bis dahin gewohnt war. Vieleicht auch mal darauf achten, wieviel Zeit man mit einem schimpfenden Vierjährigen verbringt, und das man vieleicht genau diese Zeit von der Aufmerksamkeit für die ältere Tochter und den Ehemann abzweigt? Der Kleine ist nen Tyrann, und weiß genau, wie er das bekommt, was er möchte. Und vieleicht auch mal beobachten, was eigentlich sonst so mit dem Hose anziehen verbunden ist. Väter machen das meist praktisch, passt wackelt und hat Luft. Eine Mutter gibt dabei vieleicht genau die Streicheleinheiten, die ein Kind sonst vermisst. Und das kann man dann auch einem Vater sagen, dem der Unterschied gar nicht bewußt ist.

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huger56 30.11.2017, 15:58
6. Mmmmh, ja....

1) Mit vier Jahren gehört ein Kind auf die Rückbank.
2) Mit vier Jahren sollte ein Kind in der Regel auch selbst zum Auto laufen.
3) Schöne Allgemeinplätze als Ratschläge, aber nichts Greifbares. Diese Mutter hat ein konkretes Problem und wünscht sich rat, kriegt ihn aber nicht wirklich. Denn das grösste Problem ist a) wie komme ich überhaupt zum zornigen Kind durch, wenn es mich schlicht ignoriert, und b) was tue ich, wenn alles zureden und erklären nichts nützt? Ich erlebe das täglich: Der kleine will was/tut was, kriegt es nicht/hört nicht auf, tobt trotz Erklärung und wird zornig, ist in seinem Zorn nicht mehr ansprechbar, bringt die Eltern zur weissglut.... und dann? Das ist die Situation, die hier geschildert wird. Wie soll reagiert werden? Reden? Nutzt ja nichts, wenn sich der kleine nicht beruhigt. Sitzen lassen? Ist ja auch eine verpönte Sanktion. Daneben sitzen und sich ärgern? Schafft Spannung in der Familie...
Das Problem ist doch: Es gibt bei der Erziehung keine Patentrezepte, ausser, dass sie gewaltfrei sein muss, was sowohl physische wie psychische Gewalt betrifft. Und daher enthält der obige Text auch keinen tauglichen Ratschlag für das konkrete Problem.

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cedebe 30.11.2017, 16:09
7.

ich finde die Antwort wenig hilfreich. offensichtlich meint Frau Saalfrank, dass die Mutter weiterhin mit der sie überfordernden Situation leben soll. Soll der Jznge doch treten, ist halt so. Die Frage war aber, ob das so sein muss? Die Frage sollte auch sein, warum ein vuerjähriger regulär im Auto vorne sitzt? Strafen mögen ja "demütigen", aber sie erziehen eben auch. Wo liegt denn der Unterschied zwischen "im Auto heute mal hinten" und der viel gelobten stillen Treppe?

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trompetenmann 30.11.2017, 16:11
8. In meinen Augen totaler Quatsch...

Zitat von ludna
"Ich sehe, dass du dich ärgerst, und ich verstehe, dass du getragen werden möchtest. Es tut mir leid, dass es nun so ist, wie es ist." Ok, finde ich gut. Was mache ich, wenn es nicht aufhört zu treten ?
Es tut mir leid? Es tut mir leid, dass ich beide Hände voll habe und dich nicht mehr tragen kann? Und du zu Fuß gehen musst? Hallo?
Ich finde den Artikel bzw. die Ratschläge total daneben. Ich kann meinen Kindern ein guter Vater sein, dem sie sich öffnen, und trotzdem streng sein und Regeln durchsetzen. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Und wenn Kinder meinen, ihre Wut in Aggression auszulassen und anderen weh zu tun, dann werden sie früher oder später an einen stärkeren geraten, der sich nichts gefallen läßt. Bevor das passiert und die Kinder mit eingeschlagenen Zähnen oder gebrochenem Kiefer nach Hause kommen finde ich es besser, dass ich ihnen beibringe, wie man sich zu benehmen hat. Und das geht auch ganz ohne körperliche Züchtigung o.ä. Aber man braucht starke Nerven und Ausdauer.
Btw, das hätten meine Kinder sich mal erlauben sollen, ihre Mutter zu treten oder zu schlagen!!

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m_jackson41 30.11.2017, 16:11
9. Hmmm

Der Kinderschutzbund, KJM und diverse andere Institutionen waren ja nicht so begeistert vom Supernanny-Format bzw. dessen Umsetzung. Das Realityformat in der Vita von Nanny quasi als Promotion-Argument zu nutzen - Irgendwie nicht so seriös. Zu erwähnen sei, dass Nanny lediglich eine Weiterbildung als Musiktherapeutin gemacht hat und diese noch nicht einmal abgeschlossen. Wenn dem so sei, ist "..arbeitet als Therapeutin..." eigentlich fast schon irreführend.
Falls dieser Artikel eine Werbeanzeige ist, sei es dem Spiegel verziehen.

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