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Katharina Saalfrank antwortet: Wenn Mama bis 1000 zählen muss, damit der Sohn sich si
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Ein Fünfjähriger spannt seine Eltern massiv in seine Spiele ein - nur wenn sie mitwirken, kann er entspannen. Katharina Saalfrank hat konkrete Tipps, was dem vereinnahmenden Sohn helfen könnte.

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artusdanielhoerfeld 18.12.2017, 21:29
1. Prävention

Durch diesen und ähnliche Artikel über die Hilflosigkeit heutiger Eltern gegenüber ihren Kindern wird zunehmend die Notwendigkeit von vorsorgenden Maßnahmen deutlich. D.h., in der Schule ist eine pädagogische Ausbildung zum Elternsein BEVOR der Fall eintritt offensichtlich dringend geboten. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Kinder bei ihrem Prozess in das Menschsein hineinzuwachsen Regeln und Grenzen brauchen, um sich selbst darin finden und definieren zu können. Auch im Erwachsenenalter kennen wir dieses Prinzip, etwa wenn uns furchtbar schwindelig ist und wir einen unverrückbaren Halt brauchen, um uns neu zu orientieren. Wir benötigen für jede einfache Tätigkeit, sei es Angeln oder Bootfahren, einen Befähigungsnachweis, nur auf die Kinder als unser aller Zukunft werden wir als blutige Amateure losgelassen, die kaum wissen, was sie tun. Und (wie im Artikel beschrieben) bei der Erziehung ihrer Nachkommen, um sie zu sozialen und gesellschaftsfähigen Mitgliedern zu bilden, völlig versagen.

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the.everybody 18.12.2017, 22:29
2. Elternfühererschein?

Zu #1:
Sie fordern im Ernst einen „Elternführerschein“?
Wer soll denn die Regeln und die Übungseinheiten festlegen?
Die Sache ist eigentlich ganz einfach:
Mit Liebevollem Respekt den lieben Kleinen den Bewegungsrahmen feststecken. Geschwindigkeit der Entwicklung bestimmen die Kinder selbst, den Inhalt geben die Eltern vor.
Wie Frau Saalfrank auch schreibt: die Führung übernehmen und nicht hinter den Kindern hertaumeln. Die Führung kann mann durchsus liebevoll und doch bestimmt übernehmen.

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DiePureWahrheit 19.12.2017, 00:16
3. Kommunikation ist das Stichwort

Fragen Sie nicht einen Therapeuten, warum sie bis 1000 zählen sollen, fragen sie ihr Kind! Warum wird nur über das Kind geredet, nicht mit ihm? Vllt ist das genau das das Problem. Im übrigen sind das blöde Machtspiele, auf die man bei aller Liebe nicht einsteigen darf. Sonst können Sie bald ein Buch schreiben: "Das kleine A****loch, Aufzucht und Pflege"

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realist4 19.12.2017, 00:20
4. Gut erzogen

Mit gut erzogen meine ich natürlich das das Kind die Mutter gut im Griff hat. Eigentlich sollte es ja umgekehrt sein. Warum geht die Mutter davon aus, daß das Kind im Kindergarten seine Bedürfnisse hintenan gestellt hat? Dort gibt es Erzieherinnen, viele andere Kinder, Spiele und Aktivitäten welche sicherlich die Mehrzahl der kindlichen Bedürfnisse erfüllen. Frau Saalfrank spricht, wie üblich, die Probleme der Mutter nicht an (denn diese hat psychologische Probleme nicht das Kind). Es ist allerhöchste Zeit, dass die Mutter ihren Pflichten nachkommt und dem Kind einen angemessenen Platz in der Familie zuweist, ihm richtig und falsch beibringt. Was diese Frau macht, hat mit Liebe absolut nichts zu tun.

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fendrikat 19.12.2017, 00:46
5. Danke

Sehr geehrte Frau Saalfrank,
..vielen Dank für diese Artikel-Reihe, die wohl zu den besten und hilfreichsten zählt, was es so zu diesem Thema zu lesen gibt.
Vielen Dank,
Frank Endrikat

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dasfred 19.12.2017, 01:20
6. Wo ist das Problem?

Hier wird ein aufgeweckter junger Mann beschrieben, der morgens in den Kindergarten geht und sich dort anscheinend unauffällig zwischen anderen gleichaltrigen bewegt. Am Nachmittag übernimmt er dann die Verantwortung, das seine Mutter ihre Zeit nicht mit, aus seiner Sicht, unsinnigen Dingen vertrödelt. Offenbar sogar sehr erfolgreich. Ich habe da so eine Assoziation zu Menschen die sich einen Hundewelpen zulegen. Man kann gut beobachten, dass ein schnell wachsendesTier automatisch sanft aber bestimmt erzogen wird, spätestens wenn es den Couchtisch erreicht und sich selbst bedienen will. Menschen mit kleinwüchsigen Hundewelpen lassen diesen oft so lange alles durchgehen, bis sie ausgewachsen sind und dann anfangen, das Familienleben zu dominieren. Ich erinnere mich an eine entsetzte Dame, deren Dackel sie nicht ins Wohnzimmer lies. Ungefähr dasselbe hat die Hilfesuchende hier beschrieben. Ihr Kind ist in der Lage, im Kindergarten seine Rolle einzunehmen aber zu Hause hat sie irgendwann dem Kleinen die Führung überlassen. Da nun von einem Tag auf den anderen was zu ändern bringt Machtkämpfe mit sich. Hier kommt sie am ehesten noch mit Unterstützung weiter. Auf andere Erwachsene hört der Junge ja offensichtlich.

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carlwilde 19.12.2017, 03:32
7. Als Psychotherapeut möchte ich folgenden Gedanken ergänzen:

Bei der scheinbar extremen Angst des Kindes kann es sich durchaus überwiegend auch um eine Projektion unbewusster Ängste der Mutter handeln, die sich vielleicht in ihrer Kindheit selbst nicht ausreichend behütet fühlte und heute genau ihre eigenen frühen und unbewältigten Ängste hineinsieht, vor denen sie das Kind unbedingt beschützen will. Ist ja schon auffällig, dass das Kind im Kindergarten offenbar diese Ängste nicht zeigt. Mal einen Therapeuten zurate ziehen!

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Suppenelse 19.12.2017, 06:16
8. Da fehlt noch jemand

Es wäre interessant gewesen zu erfahren, wie die Rolle des Vaters bei dieser Geschichte aussieht und wie sich der Junge dort verhält - nur leider kommt der Papa weder in der Frage noch in der Antwort auch nur ein einziges Mal vor.

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rubberducki 19.12.2017, 06:40
9. pädagogische Hilfen ...

für die lieben Kleinen, damit sie ihre Eltern noch effizienter zu drolligen Helikopter-Äffchen und zu rundumversorgenden Entertainment-Clowns abrichten können?! Das Leben besreht aus biologischen, physischen, ethischen, moralischen, logischen, gesellschaftlichen, kulturellen usw. usw. Grenzen, die den Kids einfach mal vermittelt werden sollte. Alles basiert auf dem Ursache-/Wirkungs-Prinzip. ADHS ist keine Krankheit sondern ist anerzogen ... und weil die permanent überforderten Eltern dies nicht realisieren können und oftmals windige Pädagogen dies als eigentherapierende Spielwiese mit ordentlichem Verdienstpotential für sich entdeckt haben, muss das dann als Krankheit deklariert werden. Kinder lernen überwiegend durch Selbsterlebnisse und merkliche Grenzen/Konsequenzen. Schade, das viele Eltern ihre Kinder nur zu einem Leben voller Konfrontationen ohne konstante Harmonie mit sich selbst und ihrer Umwelt ERZIEHEN!

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