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Katharina Saalfrank antwortet: Wie überzeuge ich mein Kind von gesundem Essen?
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Nichts außer Schokomüsli? Eine Mutter ist verzweifelt, weil ihre kleine Tochter nur Ungesundes isst. Die Pädagogin Katharina Saalfrank weiß Rat.

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bandelier 13.11.2017, 09:04
1. Der Esstisch war schon immer eine gute

Arena für "Machtkämpfe", denn welche Mutter erträgt schon, dass ihr Kind hungert. Die Feststellung, dass die Kleine in der Kita problemlos isst, sind ein Hinweis auf eben solche Kämpfe. Meine Söhne hatten auch Phasen, in denen sie vieles schlichtweg nicht essen wollten. Sie hatten dann die Möglichkeit, aus dem Angebotenen etwas auszuwählen oder hungrig zu bleiben, das alles jedoch ohne böse Worte oder Druck. Einer ass wochenlang nur trockene Kartoffeln. Hat es bei prächtiger Gesundheit überstanden. Grundsätzlich denke ich, wenn Kinder von Anfang an gesund ernährt werden, z.B. niemals Schokomüsli im Haus haben, gewöhnen sie sich daran und mögen es. Es braucht halt Konsequenz und starke Nerven.

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Teilzeitalleinerzieherin 13.11.2017, 09:12
2.

"Wenn ein Wutanfall kommt, spiegeln Sie die Gefühle und seien Sie empathisch: "Ich verstehe, dass du lieber das Müsli haben möchtest." Nennen Sie einen Zeitpunkt, wann sie das Müsli erwarten kann, z.B. später oder morgen." Also ich kenne kein Kind in dem Alter, dass die Bedeutung von später oder morgen kennt. Und selbst wenn eine nebulöse Vorstellung von Zeit und Raum vorhanden sein sollte, möchte das Kind das Müsli JETZT und nicht später. Der Rat ist somit völlig realitätsfremd.

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7eggert 13.11.2017, 09:14
3.

Kleiner Tip am Rande, viele Bitterstoffe zersetzen sich durch längeres Kochen. Vielleicht hilft es, die Nahrung länger bei niedrigerer Temperatur zuzubereiten, und während es auf niedrigerer Stufe köchelt oder im Backofen gart, nebenbei was Anderes zu machen. (Eieruhr stellen).

Kartoffelpüree wird mit Milch und Salz wesentlich besser. Dazu eignet sich auch laktosefreie Milch, um ein Völlegefühl zu vermeiden.

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chardon 13.11.2017, 09:22
4. Ich frage mich

wieviele Generationen dieses "Riesenproblem" haben lösen können. Vielleicht weil an jedem Tisch Konkurrenz war, d.h. mehrere Kinder? Auch Kinder sollen das Recht haben Dinge, die ihnen nicht schmecken, nicht essen zu müssen. Erwachsene nehmen sich dieses Recht. Gesund essen ist in Deutschland inzwischen eine "Religion". Arme Kinder! Sehen die Mütter nicht wenn ihr Kind einfach launisch, störrisch ist, ein Gericht wirklich nicht mag, oder ganz einfach keinen Hunger hat? Ich glaube nicht, dass in einer deutschen Familie ein Kind verhungert, weil es so manches Mal nicht essen will. Mütter müssen nicht immer ihren Willen durchsetzen!

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svki 13.11.2017, 09:37
5. Bitte trage Sie eine Überschrift ein!

Also den Rückgriff auf die Evolutionsbiologie verstehe ich nicht. Es steht doch in der Anfrage, dass es in der KiTa problemlos läuft. Aber auf jeden Fall klingt die Antwort hochtrabend und verdammt wichtig. Ich warte noch ein Jahr und werde dann derartige Vorkommnisse mit dem Kleinen ausdiskutieren. Das wird ein Spaß. Für ihn.

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katja78 13.11.2017, 09:39
6. Hää???

Zitat von 7eggert
Kartoffelpüree wird mit Milch und Salz wesentlich besser. Dazu eignet sich auch laktosefreie Milch, um ein Völlegefühl zu vermeiden.
Was bitte ist denn Kartoffelpüree ohne Milch und Salz? Doch wohl nur gequetschte Kartoffeln, jedoch kein Püree... Sie haben noch Butter (viel!) und ein wenig Muskat vergessen. Laktosefreie Milch halte ich für Kinder, die nicht an einer Laktoseintoleranz leiden für teuren Quatsch.

Warum nicht einfach Salzkartoffeln, warme Vollmilch, Butter.

Zurück zum Thema: Den Ratschlag von Frau Saalfrank ("Morgen gibt es wieder Müsli") halte ich auch für wenig hilfreich. Das versteht das Kind nicht. Loswerden muss die Mutter das blöde Müsli natürlich trotzdem irgendwie. Sonst weiß das Kind, wenn es lang genug quengelt, gibt es Schockomüsli. Also vielleicht einfach beim Einkaufen vergessen? Dann Alternative anbieten ("wir machen mal Apfel rein, das schmeckt dann auch süß"). Ohne Toben geht das sicher trotzdem nicht ab, da muss man durch.

Beim Rest gilt: nicht muss gegessen werden, das meiste probiert. Nachtisch gibt es erst, wenn probiert wurde. Kind darf auch mal mitreden, was gekocht werden soll.

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Kurt-C. Hose 13.11.2017, 09:49
7. Selbst verursacht

Die Nummer mit dem Müsli muss die Mutter ja irgendwann selber angefangen haben. Die Tochter kommt ja nicht von allein auf die Idee mit dem Schokomüsli. Vielleicht muss einfach auch mal konsequent sein und sagen: "Das hier ist das Mittagessen, das kannst Du essen, wenn Du es nicht isst, auch gut. Aber dann gibt es auch nichts anderes!" Mit dreijährigen Verhandlungen anzufangen, was man später vielleicht und auch doch noch könnte, ist ein auswegloses Unterfangen. Die tochter weiß ganz genau, wenn sie den Kram nicht isst, der da steht, krigt sie Schokomüsli. Für sie ist die Welt damit ganz einfach.

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ansv 13.11.2017, 09:51
8. Die Beispiele sind gleich

Das Kind macht so lange Theater bis es seinen Willen durchgesetzt hat. Und lernt dabei: Ich muss nur durchhalten, die Eltern geben irgendwann nach. Wer sein Kind so erzieht, wird erstaunt sein, wie lange ein Fünfjähriger das durchziehen kann.

Und was das Essen angeht: Natürlich muss kein Kind etwas essen, was es partout nicht mag. Wer aber trotz z. B. 3 angebotener Optionen noch immer "Schokomüsli" brüllt, hat offensichtlich keinen allzu großen Hunger und muss nichts essen. Niemand verhungert vor einem vollen Teller.

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k.michael62 13.11.2017, 09:51
9. "Gesundes" Essen

Die Forderung nach "Ballaststoffen' und "Obst" ist zwischenzeitlich nicht nur bei unseren transatlantischen Freunden überholt.
Unsere Kinder haben die Enkel komplett Zuckerfrei ernährt, und siehe da, sogar in der Kita lassen sie Kuchen links liegen, weil er "zu süss" ist.
Bei dem letzten Hundetreffen war eine Familie mit Kleinstkind, dem wurde schon "Schwarzwälder" reingedrückt.
Sah auch so aus. Richtig rund und "gesund".
Kohlehydrate werden am Ende alle zu Einfachzucker umgebaut.
Viel wichtiger sind hochwertige Proteine und Fette, gerade in der Wachstumsphase.
Ob diese nun vegetarisch (etwas komplizierter) oder carnivor (einfacher) zugeführt werden ist "Ideologie" oder "Ansichtssache".
Zucker und Kohlehydrate braucht ein Kind eigentlich gar nicht, oder nur in ganz geringen Mengen.
Wenn der Gemüseteller stehen bleibt, und das Kind das Sugo ohne Nudeln löffelt, macht es ernährungsbiologisch nix falsch.
Einfach das Gemüse an den Hasen verfüttern und das Müsli im Schrank lassen, es ist auch in der Vollkornvariante reiner Zucker.

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