Forum: Gesundheit
Kopfschmerzen: "Die Migräne lauert permanent im Hintergrund"
Christin Klose/ TMN

Stechen, dröhnen, pochen: Es gibt etwa 360 Formen von Kopfschmerzen. Als besonders belastend empfinden Betroffene Migräne oder Clusterkopfschmerzen. Was tun, wenn der Kopf schmerzt?

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global.payer 09.08.2017, 21:22
1. Brillengläser nicht als selbsttönende Gläser

nach jahrelang wiederkehrenden Migräneanfällen habe ich eine ungetönte Brille gekauft, da beim Motorrad fahren die Brille zu langsam auf hell wechselte, wenn man bei Schnee und Sonnenschein in einen Tunnel fuhr. Seitdem ich nun keine selbsttönenden Gläser mehr trage, habe ich keine Migräneanfälle mehr bekommen.

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elkemeis 09.08.2017, 21:23
2. Migräne mit mäßiger Schmerzintensität

Meine Migräne blieb lange unerkannt, weil ich dem Irrtum unterlag, bei Migräne müsse einem der Kopf "zerspringen". Ich hatte einen einseitigen, dumpfen Schmerz im Bereich der Augenhöhlen und Augenbrauen von geringer bis mäßiger Intensität, der sich ganz langsam über mehrere Stunden hinweg aufbaute und dann zwischen eineinhalb und drei Tagen andauerte. Manchmal wanderte der Schmerz während eines längeren Anfalls langsam von einer Kopfseite zur anderen. Schlimmer als der Schmerz waren die Begleitsymptome wie starke Lichtempfindlichkeit, Schwächegefühl, leichter Schwindel und eine latente Übelkeit. Meistens fing eine Attacke freitags am Nachmittag oder am Samstag Vormittag an, am Ende einer anstrengenden oder stressigen Arbeitswoche. Paradoxerweise hat mir manchmal eine geringe Dosis Sonne und Wärme (auch im Solarium) geholfen, wenn die Migräne erst im Entstehen und noch nicht voll ausgebildet war. Lebensmittel oder Getränke hatten keinen Einfluss, allerdings gab es neben Stress einen deutlichen Zusammenhang mit Hormonschwankungen. Die bin ich los und damit auch die Migräne.

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lathea 09.08.2017, 22:19
3. Man kann Migräne auch ....

.... mit Hilfe der Psyche angehen. Ich habe in meinem Leben zwei extrem starke Migräneanfälle gehabt (inkl. Aura und Übelkeit mit Erbrechen, d.h. auch Medikamente konnten nicht eingenommen werden). Nach dem zweiten Mal habe ich nach einem psychischen Zusammenhang zwischen beiden gesucht und habe ihn glücklicherweise durch Zufall gefunden. Danach folgten noch mehrere Anfälle, die sich jedoch relativ schnell auflösen ließen und die wesentlich leichter verliefen bis sie dann von selbst ganz aufhörten. Außerdem helfen bei Migräne und auch bei Krämpfen "chininium sulfuricum"-Globulis. Natürlich wirken homöopathische Mittel nicht bei allen Menschen, aber wenn dieses Medikament wirkt, dann wirkt es innerhalb von ca. 20 Minuten - (getestet bei mehreren Patienten). Wenn nach spätestens 1 Stunde und 3 Globuli-Einnahmen keinerlei Wirkung eintritt, braucht man es m.E. nicht lânger probieren, weil es dann vermutlich nicht das Richtige ist. Kann ich zumindest zum Austesten empfehlen.,

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vinzenz 09.08.2017, 22:35
4. kann helfen, muss aber nicht

bei mir hat ein strikteres Zeitmanagement geholfen, sprich.. mehr oder weniger zu den gleichen Zeiten ins Bett und auch aufstehen (gerade als Jugendlicher hats mich an Samstagen zerlegt, wo man endlich ausschlafen konnte.. meist konnte ich dann gleich im Bett beiben, weils mir den Schädel gesprengt hat)
und - bei mir - (viel) Ausdauersport.. Schwimmen, Radfahren, Laufen, vor allem draussen.. auch wenns mal nicht so schön draussen ist - es geht! bei beginnender Migräne kann ab und zu Bewegung helfen - der Schuss kann auch nach hinten losgehen.. aber der Versuch ists allemal wert bevor man sich was einwirft
Lebensmittel waren bei mir eher nicht der Auslöser, evtl Stress und (zu)niedriger und stark schwankernder Blutdruck (was beides durch Ausdauersport reguliert werden kann)

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langenscheidt 10.08.2017, 00:10
5. Migräne vorbeugen

Migräne bekommen Menschen, die keine ausgewogene Ernährung sich antun. Regelmäßige Zuführung von geringen Dosen tierischen Fetts minimiert Migräneattacken drastisch.

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phoenix68 10.08.2017, 06:49
6. Nach jahrzehntelangem Leiden

mit Migraine, die manchmal tagelang waehrte, manches Mal bis zur Bewusstlosigkeit, war sie von einem Tag auf den anderen verschwunden. Was war geschehen? Ich hatte mich von einem narzisstischen Psychopathen scheiden lassen. Seit der Scheidung habe ich kein einziges Mal mehr Kopfschmerzen gehabt, saemtliche Magen-Darmbeschwerden sind verflogen, sowie Herzrasen und alle anderen gesundheitliche Probleme. Kein einziger Arzt hat die Ursache der Beschwerden erkannt, obwohl wir stets den gleichen Hausarzt hatten.

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Worldwatch 10.08.2017, 06:55
7. Stimmt!

Zitat: ?... regelmäßigen Ausdauersport wie Schwimmen, Joggen, Radfahren oder Walken.?
Aber, auf keinem Fall im Bereich der physiologischen Überbeanspruchung und übersäuerten, verkraften Level ausüben! Sonst werden die positiven Effekte durch die negativen Effekte verboesschlimmert. Stets im persönlich angenehmen, im sog. steady-state Bereich trainieren.
Pers. Fehler; Triathlon-Training, bis zur Verausgabung. Migräne wurde daraufhin heftiger als zuvor.
Positiv, aus pers. Erfahrung; kalt-warm Resistenz (Bäder; Sauna). Aber auch hierbei halt; langsam steigern, sonst Verboesschlimmerung!
Sog. ?Tiger Balm? auf die Schläfen massieren, bei Migräne-Anzeichen. Lindert, verbessert die Atmung.

Und, persönliche Erfahrungen: Deutliche Reduktion der Aufnahme von (Voll-)Milch. Hielt ich für besonders gesunde (Sport-)Nahrung, hatte aber bzgl. Migräne katastrophale Auswirkungen. Warum auch immer. Nach radikaler Reduktion des Milchkonsums (selbst Müsli nur noch mit wässriger Magermilch konsumiert), war -plus pers. angenehmen Ausdauersport- Migräne nur noch zwei, drei Mal im Jahr ein (gegenüber früher abgeschwächtes) Thema.
Derzeit acht Monate beschwerdefrei.

Ohne Ausdauersport aber, und persönlich/beruflicher Förderung; Da kommt die Migräne wieder, wie das Amen in der Kirche.
Also, kein Ausweg; Ausdauersport, zusammenreissen, drei Mal die Woche = Pflichtprogramm = nahezu garantierte Beschwerdefreiheit (wenn und falls seelisch im Lot!).

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observerlbg 10.08.2017, 07:10
8. Alles auch sehr individuell

Ich hatte die Migräne extrem durch Stress, Schlaf- und Bewegungsmangel. Es hilft wahrlich nur, sein Leben umzustellen. Nun, mit geringer täglicher Betablockergabe und stressfreierem Leben kann ich mit wenig Ibuprofen (dann aber stark dosiert) jede Migräneattacke gut angehen. Ich hatte mehrere Jahre ein Schmerztagebuch geführt, um Korrelationen mit Alkohol und anderen Lebensmitteln, mit Wetter und Stress zu ermitteln. Aber offenbar gibt's auch einige Kreuzkorrelationen, so dass ich nicht alle Trigger ermitteln konnte. Definitiv gehören Schlafmangel und Alkohol aber dazu.

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KarinAsdf 10.08.2017, 08:41
9. Ernährungsumstellung

Bei mir hat eine Ernährungsumstellung die Häufigkeit der Migräneanfälle verringert. So verzichte ich auf Käse wie Parmesan, Wein, Sekt, Schokolade, Kaffee; alles Auslöser der Migräne. Jetzt habe ich meist nur noch Migräne aus hormonellen Gründen, bei Stress oder Wetterumschwung. Und neuerdings hilft mir bei bereits eintretender Migräne einen Burger zu essen (ich ernähre mich sonst meist fleischlos).

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