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Limonade und Übergewicht : Süß im Glas, Fett auf der Hüfte?
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Limonaden und Säfte machen nicht satt, sind schnell nebenbei getrunken - und liefern schon mit dem zweiten Glas mehr Zucker, als täglich empfohlen wird. Aber: Machen sie wirklich dick?

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m82arcel 12.01.2018, 10:06
1.

Widersprechen die neueren Ergebnisse denn nun der These, dass es für das Abnehmen allein auf die Energiebilanz ankommt? Oder sagen sie im Grunde nur aus, dass es aufgrund des Zuckers schwieriger (bis unmöglich) ist, eine negative Energiebilanz zu halten, wenn man sich vorwiegend von Cola, Pommes und Burgern ernährt?
Dass es aus diversen anderen Gründen nicht unbedingt gesund ist, steht allerdings wohl außer Frage.

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hanfiey 12.01.2018, 10:10
2. Zucker nur für Kaffee

Für Tee nehme ich Stevia und Fruchtsäfte werden mit Wasser verdünnt oder nur zum süßen genommen. Cola fasse ich nicht an und Schoko gibts einmal die Woche 100g. Ich habe seit 30 Jahren mein Idealgewicht ohne große Mühe. Wer trotz Diät zunimmt sollte zum Arzt gehen und die Schilddrüse checken lassen.

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JaguarCat 12.01.2018, 10:17
3. Kalorien

Zweifellos gilt: Je mehr Kalorien man zu sich nimmt, und je weniger man sich anstrengt (Sport oder zumindest intensiv Nachdenken), desto mehr Pfunde sammelt man. Ein darüber hinausgehender Effekt (Zucker-Kalorien setzen stärker an als Kohlenhydrat-Kalorien) wäre schon merkwürdig. Aber er wird gerne von Gesundheitsministern behauptet, die damit karges Billig-Essen für due Allgemeinheit (Weizen, Reis etc.) rechtfertigen: "Ist ja besser als Zucker". Bei den von ihnen finanzierten Studien kommt dann - oh Wunder - das gewünschte bei raus.

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chr.mchardy 12.01.2018, 10:21
4.

die Fruchtsaft Verordnung erlaubt keinen Zusatz von Zucker zu Fruchtsaft. Die Aussage, dass Säften häufig Zucker zugesetzt werden würde ist falsch, zumindest in Deutschland. Anders sieht es bei Nektar aus, wo ein Zuckerzusatz gestattet ist.
Bitte korrigieren Sie den Artikel im Sinne einer fundierten Information der Leser, da falsche Aussagen nicht zur gewünschten Aufklärung der Bevölkerung beitragen sondern die Verwirrung der Konsumenten eher befördern. Abgesehen davon muss hinterfragt werden ob die stoffliche Vielfalt in Fruchtsäften (zB in Form von Sekundärmetaboliten) direkt mit Limonaden verglichen werden kann, die tatsächlich im Wesentlichen Zucker, Säuren, Farbstoff und Aromen enthalten.

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**Kiki** 12.01.2018, 10:25
5. Stochern im Nebel.

Der Anti-Zucker-Hype wird genauso erfolglos enden wie der Anti-Fett-Hype, weil es meinem Eindruck nach eine verfehlte Strategie ist, herausgelöste Einzelfaktoren der Ernährung zu bewerten. Auch deshalb, weil das Zusammenwirken dieser Einzelfaktoren immer noch nicht ausreichend verstanden wird.

Da kommen dann Dinge heraus wie diese Fructose-Sache. Erst wird gesüßter Industrienahrung immer mehr Fructose zugesetzt, weil sie den Blutzuckerspiegel nicht verändert. Dann stellt sich heraus, daß die Fructose letztlich noch stärker auf die Hüften schlägt, weil sie nicht für die Energieversorgung der Körperzellen verwendbar ist und deshalb gleich in die Leber gepackt und dort in Körperfett umgewandelt wird. Und als Drittes ziehen daraus irgendwelche Geistesriesen in der Public-Health-Branche den messerscharfen Schluß, daß Obst dick macht, und warnen vor dem Verzehr, wie gestern abend albernerweise in einem SpOn-Artikel berichtet wurde.

Es war bekloppt, Fructose nur deshalb für besser als Haushaltszucker zu halten, weil sie den Blutzuckerspiegel nicht erhöht. Der Blutzuckerspiegel ist ein Symptom, nicht das Übel selbst, und bedeutet neben anderem unterschiedliche negative Wirkungen auf das Körpergewicht. Ein hoher Blutzuckerspiegel kann bedeuten, daß die Bauchspeicheldrüse zu wenig oder gar kein Insulin produziert (Diabetes Typ 1). In diesem Fall nimmt man keineswegs zu, sondern im Gegenteil magert man ab, bis zum Tod, wenn nicht behandelt wird. Er kann aber auch bedeuten, daß so viel Zucker zu verarbeiten ist, daß die produzierte Menge trotz normaler Höhe nicht mehr ausreicht. Dann nimmt man zu. Daß die sogenannten Ernährungsexperten auf einmal Obst für ungesund halten, ist, wenn überhaupt, noch absurder. Ein Apfel oder eine Birne ist etwas qualitativ ganz anderes als Industrienahrung, die künstlich mit großen Mengen Fructose versetzt wurde, damit der Fraß überhaupt genießbar ist.

Es sollte zu denken geben, daß der Mensch genetisch darauf programmiert ist, Süßes wohlschmeckend zu finden. Irgendeinen Sinn in der Ernährung hat Zucker deshalb ganz bestimmt (ebenso natürlich auch die Fructose im Obst). Der momentane Hype um eine zuckervermeidende Ernährung wird deshalb vermutlich in irgendeinem anderen gesundheitlichen Aspekt zum Bumerang werden, so, wie es bislang bei allen Ernährungs-Hypes gewesen ist.

Am besten, man ignoriert all diese wichtigtuerischen Ernährungsforscher und hält sich einfach an die simple Faustregel: Je stärker verarbeitet ein Lebensmittel, desto seltener sollte es verwendet werden, wenn man sich Sorgen um seine Gesundheit oder sein Gewicht macht.

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Alderamin 12.01.2018, 10:33
6. "keine eindeutigen Schlüsse über Ursache und Wirkung ziehen"

Hmm, kann anekdotisch meinen Selbstversuch beitragen: Regelmäßig zuckerhaltige Getränke (Cola etc.) bis ca. 30 Jahre getrunken und dann bei 94 kg komplett auf die Light-Varianten umgestiegen. Ohne etwas anderes an der Ernährung zu ändern in relativ kurzer Zeit 6 kg abgenommen. Noch Fragen?

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horstenporst 12.01.2018, 10:33
7. Unlogisch

"Zucker, der von Natur aus in Obst und Milch steckt, wird dabei nicht mitgezählt, es geht also nicht darum, auf Weintrauben oder Äpfel zu verzichten. Gemeint ist dagegen Zucker, der Speisen und Getränken zugesetzt wird sowie Zucker, der natürlicherweise in Honig, Sirup, Fruchtsäften und Fruchtsaftkonzentraten enthalten ist."
Was bitte ist der Unterschied zwischen einem Apfel und der entsprechenden Menge Apfelsaft?

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niffniff 12.01.2018, 10:33
8.

Cola hat pro 100 ml 43 kcal. Somit hat ein durchschnittliches Glas Cola (etwa 200 ml) schon 86 kcal. Das erscheint erstmal nicht viel, bis man den ganzen Tag so durchrechnet.

Angenommen, ich habe einen Gesamtverbrauch von 1800 kcal am Tag, da ich mich im Alltag nicht sonderlich viel bewege und eine eher sitzende Tätigkeit ausübe. Dann muss ich aber zusätzlich noch 2-3 l Wasser/Flüssigkeit trinken.

Nehme ich also schon alleine durch feste Nahrungsmittel genau 1800 kcal zu mir, ist jedes Glas Süßgetränk eine Kalorienzufuhr über dem Soll. Das führt zur Zunahme an Gewicht. Im Extremfall, wenn es eben nicht bei 1 Glas Cola während der Mittagspause bleibt, sind das 1-2l Cola als Flüssigkeitsaufnahme. Das sind dann ganze 430 - 860 kcal zusätzlich zu denen aus dem Essen. 10 Tage 2 l Cola am Tag zusätzlich zu dem Essen ohne Extrabewegen bedeuten somit knapp 1 kg mehr auf den Hüften. Über das Jahr gesehen ist das echt viel.

Wasser oder ungesüßter Tee haben eben nicht diesen Effekt.

Bei Säften usw ist das genauso.


Man müsste dann schon so machen, um nicht zu zunehmen, dass die Kalorien aus Getränken nicht zusätzlich zum Essen sind, sondern stattdessen um den Gleichen Kalorienbeittag das Essen reduzieren.
Das wäre aber total quatsch, da Trinken nicht satt macht. Man ist dann hungrig und läuft Gefahr, eine Heisshungerattacke zu bekommen.

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butzibart13 12.01.2018, 10:39
9. unnötig süß

Es ist schon erschreckend, welchen Lebensmitteln Zucker zugesetzt wird, Gurken im Glas, Tomatenketchup, um nur mal zwei Beispiele zu nennen, bei denen es der Verbraucher in diesem Sinne nicht erwartet. Ich gebe aber zu, dass ich selten Cola, um wach zu bleiben, aber ganz gerne mal Fruchtsaft, frisch gepresst, aber auch aus dem Tetrapak trinke, am liebsten den nicht so süßen Grapefruitsaft, der, zum Glück bin ich zur Zeit davon verschont, sich nicht mit der Einnahme von Medikamenten verträgt. Der Gesetzgeber sollte auf alle Fälle mehr gegen die künstlich gesüßten Lebensmittel, insbesondere Getränke vorgehen. Jamie Oliver macht es vor.

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