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Lungenkrankheit COPD: Wenn das Atmen zur Qual wird
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Es ist eine schleichende Krankheit, die zu Atemversagen führen kann: Die Lungenkrankheit COPD wird häufig nicht rechtzeitig erkannt - mit gravierenden Folgen für die Betroffenen.

lesenbildetimmernoch 10.11.2017, 20:22
1. Bin pflegende Angehörige

Mein Vater, Anfang 60, jahrzehntelanger Raucher, ist von dieser tödlichen Krankheit betroffen. Es ist ein langsamer, quälender Prozess. Wenn er Glück hat, macht irgendwann sein Herz schlapp. Wenn er Pech hat, wird er bei lebendigem Leib qualvoll ersticken. Jeder Atemzug ein rasseln und pfeifen. Es ist nicht die Frage, ob man stirbt, sondern wann und wie. Die Krankheit ist, im Gegensatz zu Asthma, relativ unbekannt, obwohl sie eine der häufigsten Todesursachen in der westlichen Welt darstellt. Es gibt keine Heilung, man kann den Tod nur herauszögern. 24h am Tag an der Sauerstoffflasche -so geht es aus, wenn man einfach weiterraucht, weil es doch 20 Jahre reibungslos funktioniert hat. An alle Raucher, die das hier lesen: ihr denkt, es würde euch schon nicht treffen. Aber das hat mein Vater auch gedacht. Wer länger raucht, ist früher tot. Oder kriegt Lungenkrebs, verliert ein Bein oder bekommt einen Schlaganfall. Hört auf zu rauchen, besser heute als Morgen. Einen solchen Tod kann sich niemand wünschen.

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herbert.rippl 10.11.2017, 21:04
2. Copd

Ich frage mich, warum all diese klugen Ärzte nicht darauf kommen, dass die meisten COPD- Fälle durch die Lüftungen in den Autos verursacht werden!!!

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warholandy 11.11.2017, 00:22
3. Palliative Unterstützung

Zitat von lesenbildetimmernoch
Mein Vater, Anfang 60, jahrzehntelanger Raucher, ist von dieser tödlichen Krankheit betroffen. Es ist ein langsamer, quälender Prozess. Wenn er Glück hat, macht irgendwann sein Herz schlapp. Wenn er Pech hat, wird er bei lebendigem Leib qualvoll ersticken. Jeder Atemzug ein rasseln und pfeifen. Es ist nicht die Frage, ob man stirbt, sondern wann und wie. Die Krankheit ist, im Gegensatz zu Asthma, relativ unbekannt, obwohl sie eine der häufigsten Todesursachen in der westlichen Welt darstellt. Es gibt keine Heilung, man kann den Tod nur herauszögern. 24h am Tag an der Sauerstoffflasche -so geht es aus, wenn man einfach weiterraucht, weil es doch 20 Jahre reibungslos funktioniert hat. An alle Raucher, die das hier lesen: ihr denkt, es würde euch schon nicht treffen. Aber das hat mein Vater auch gedacht. Wer länger raucht, ist früher tot. Oder kriegt Lungenkrebs, verliert ein Bein oder bekommt einen Schlaganfall. Hört auf zu rauchen, besser heute als Morgen. Einen solchen Tod kann sich niemand wünschen.
Hallo, die hoffentlich tröstliche Nachricht ist: Ihr Vater muss nicht qualvoll ersticken. Atemnot ist das am sichersten zu lindernde Symptom. Mein Tipp: Suchen Sie sich beizeiten Unterstützung von Palliativmedizinern. Beizeiten bedeutet, so früh wie möglich bzw. sobald die Atemnot die Lebensqualität beeinträchtigt. Nach Ihrer Schilderung vermutlich schon jetzt. Eine Palliativstation im Krankenhaus ist da ein guter Ansprechpartner ,vielleicht noch besser ein Spezialisierter ambulanter Palliativdienst in Ihrer Region. Einfach anrufen - Problem schildern - da wird Ihnen geholfen, viel Glück!

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lagoya 11.11.2017, 04:11
4. anfrage :

Zitat von herbert.rippl
Ich frage mich, warum all diese klugen Ärzte nicht darauf kommen, dass die meisten COPD- Fälle durch die Lüftungen in den Autos verursacht werden!!!
können Sie das begründen inwiefern die Lüftung COPD verursacht ? Vielleicht wenn man permanent mit dem Auto in einem Tunnel unterwegs wäre , wo es keine Zufuhr von Frischluft gäbe.

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Sibylle1969 11.11.2017, 16:25
5.

Ich bin wegen allergischem Asthma regelmäßig beim Pneumologen und sehe da im Wartezimmer jedesmal die COPD-Patienten. Echt nicht schön, wie die röcheln und um jeden Atemzug kämpfen müssen. Vielleicht würde es junge Raucher abschrecken, wenn sie mal mit Betroffenen der schlimmsten Rauch-Folgen konfrontiert würden: Lungenkrebs, COPD, Kehlkopfkrebs usw.

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MtSchiara 12.11.2017, 15:47
6. leider gibt es trotzdem bis heute keine Grenzwerte für Zigarettenqualm

Vor dem Hintergrund der Häufigkeit von COPD und des Zusammenhangs mit Zigarettenqualm ist es sehr bedauerlich, daß sich der Gesetzgeber aufgrund der starken Tabaklobby bisher nicht dazu durchringen konnte, verbindliche Grenzwerte für Passivrauch in Wohnungen, in denen sich Kinder aufhalten, oder am Arbeitsplatz vorzuschreiben. So gibt es zum Beispiel bis heute keine verbindlichen Grenzwerte für die zentralen Passivrauchinhalte Nikotin und Feinstaub für den Büroarbeitsplatz, sondern nur schwammige Formulierungen wie "Außenluftqualität" oder "Passivrauchfreier Arbeitsplatz", die sehr auslegbar sind - und die unverbindliche Packungsformulierung "fügt Ihnen und Ihrer Umgebung großen Schaden zu".

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w.heinlein 13.11.2017, 09:40
7.

"Leider ist es überwiegend eine Erkrankung der Raucher", sagt Henrik Watz ..." Wieso "leider"? Ich bin ausgesprochen froh, dass Nichtraucher nur in sehr geringer Zahl davon betroffen sind! Immerhin gibt es so eine sehr gute Möglichkeit diese Erkrankung zu vermeiden.

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MtSchiara 13.11.2017, 15:58
8. offensichtlich

Zitat von Artikel
Zudem müssten sich Patienten mitunter gegen Vorwürfe von außen wehren: Hättest du mal nicht geraucht, hieße es dann.
Ich würde derartiges nicht sage, zum einen weil dieses Faktum dermaßen offensichtlich ist, daß es nun wirklich nicht gesagt werden muß, zweitens weil es sich bei Zigarettenqualm um eine Droge handelt, die in ihrer Suchtstärke vergleichbar ist mit Heroin, und drittens, weil es dann zu spät ist.

Was für mich vor diesem Hintergrund allerdings nicht nachvollziehbar ist, das ist, warum das Gesundheitsministerium das Ersetzen von normalen Zigaretten durch die um Größenordnungen weniger schädlichen E-Zigaretten, sowohl für Raucher als auch für unfreiwillig mitrauchende Dritte - insbesondere auch was COPD betrifft - nicht mit wesentlich mehr Elan vorantreibt. Warum haben wir in Deutschland nicht eine Agenda vergleichbar mit der beim Automobil, weg von der Verbrennerzigarette hin zur E-Zigarette? Wo bleibt Merkel mit ihrer Raute und ihrer "Alternativlosigkeit" bezüglich der Umstellung auf E-Zigaretten?

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