Forum: Gesundheit
Männer-Gesundheit: Kranke Superhelden
Getty Images

Männer erleiden doppelt so oft einen Herzinfarkt wie Frauen und sterben früher. Trotzdem fokussiert sich die Gesundheitspolitik vor allem auf Frauen.

Seite 1 von 13
severus1985 11.09.2017, 12:37
1. Ich, männlich, 32, war noch nie zur Vorsorge...

... und ich weiß, dass das ganz schlecht ist.

Daher danke für diesen Artikel, den ich mal als A***tritt begreife. Wie die Autorin schreibt, mir fehlt der Zugang zum Gesundheitssystem. Ich war seit Jahren nur zum Impfen beim Arzt. Ich wüsste in der Tat garnicht genau, wo ich nun zur Prostata-Vorsorge hingehen müsste...
Mädchen bekommen dies von ihren Müttern beigebracht (besonders Thema Gynäkologie), bei Jungs ist das in der Tat Tabu-Thema. Ich habe keine Ahnung, ob mein Vater jemals bei der Prostata-Vorsorge war.

Na klar, viel ist daran selbstverschuldet, ich könnte mich ja informieren. Aber Informationen aktiv hinterherlaufen ist nunmal das, was viele davon abhält. Da würde ich mir von unserem System doch mal wünschen, dass jeder zu seinem 30. Geburtstag ein Infoblatt bekäme, welche Vorsorgeuntersuchung denn in diesem Alter Sinn machen würde.

Beitrag melden
so-long 11.09.2017, 12:44
2. Eigenverantwortung

Warum darauf warten, bis ein Gesundheitspolitiker oder eine Krankenkasse aktiv wird? Gegen 40 Zigaretten täglich ist kein Kraut gewachsen. Hier ist wirklich Eigenverantwortung gefragt! Die kann einem niemand abnehmen. Ein Vorteil hat die geringere Lebenserwartung vielleicht: die Entlastung der Rentenkassen.
Die eigene Gesundheit ruinieren und auf Andere hoffen, die die Kohlen aus. Dem Feuer holen; das hat noch nie funktioniert.

Beitrag melden
theresarain 11.09.2017, 12:46
3. An sich gutes Konzept aber auch seltsame Aussagen

Das beschriebene Konzept (neue Kurmethoden etc.) finde ich gut und, dass Männer zum Arztbesuch oft regelrecht gezwungen werden müssen, kann ich leider auch bestätigen. Vermutlich ist das tatsächlich eine Folge der Rolle, die sie spielen müssen/sollen (stark, hart im nehmen). Allerdings ist die Aussage, dass sich die Gesundheitspolitik auf Frauen fokussieren würde, so pauschal doch recht eigenartig. Frauen wurden doch, mit Ausnahme der klassischen Frauenheilkunde sprich alles rund um die Geburt, erst vor kurzer Zeit überhaupt in der Medizin entdeckt und die Forschung hat sich immer noch nicht völlig umgestellt, so dass viele Diagnosen, Medikamente, Medikamentenempfehlungen und sonstigen kurativen Maßnahmen bis heute auf Männer zugeschnitten sind (gut zu sehen z. B. beim Thema Herz). Wenn man nur sagen wollte, dass Frauen durch die regelmäßigen Untersuchungen beim Gyn eher an Arztbesuche gewöhnt sind als Männer, kann ich dem zustimmen. Aber dass unser Gesundheitssystem und unsere Gesundheitspolitik auf Frauen fokussiert wäre, ist einfach falsch.

Beitrag melden
andreasclevert 11.09.2017, 12:52
4. Männer können das auch...

...Habe just heute morgen meinen zweijährlichen Check-Up beim Arzt gemacht. Läuft. Das mit der Prostatavorsorge ist gewöhnungsbedürfitg, aber wir Männer, wie der Artikel so schön meint, können ja auch über uns selbst auch mal lachen. Vorsorge ist schon gut, weil es ohne Vorsorge irgendwann dann mal richtige Sorgen geben kann.

Beitrag melden
regiles 11.09.2017, 12:57
5. Immer Fleisch!

Und vor allem brauchen Männer Fleisch. Jeden Tag, zu jeder Mahlzeit. Den Fleisch essen ist männlich! Vor allem das Grillen!
Überspitzt, schon klar. Ernährung ist trotzdem ein ganz schwacher Punkt beim Mann. Und ein hoher Fleischkonsum ist nicht gesund. Selbst die Werbung nutzt dieses Klischee von Fleisch = männlich und scheint damit Erfolg zu haben. Also Männer: Esst nur noch halb so viel Fleisch und schon habt ihr allen geholfen: Der Umwelt, den Tieren und nicht zuletzt: Euch.

Beitrag melden
ds10 11.09.2017, 12:58
6.

Zitat von severus1985
... und ich weiß, dass das ganz schlecht ist.
Wie sollten Sie auch zur Vorsorge gewesen sein, Sie sind noch viel zu jung aus Sicht der Gesundheitspolitik. Die Kasse bezahlt Männern erst ab 35 Vorsorgeuntersuchungen (mal abgesehen vom jährlichen Zahncheck) und dann auch nur das Hautkrebsscreening. Die Prostata-Vorsorge ist erst ab 45 eine Kassenleistung.

Es gibt aber auch Untersuchungen aus den USA, dass Männer die zur Prostata-Vorsorge gegangen sind, nicht besser dran waren, als die, die es nicht taten.

Beitrag melden
runningstar 11.09.2017, 12:58
7. Ich mag es nicht, warten zu müssen

Wenn ich wüsste, ich käme, wenn ich da bin, sofort dran, Untersuchung und weg, ich würde vermutlich alle Vorsorgeuntersuchungen machen. Aber ich hasse es, zu warten. Klar, ab und zu muss man zum Arzt. Aber selbst mit Termin sitzt man manchmal eine geschlagene Stunde und mehr im Wartezimmer. Das ist für mich so dermaßen abschreckend, dass ich mich dann gar nicht erst zu anderen Terminen anmelde.

Ja, ich weiß. Ist ein blöder Grund. Ist aber nun mal so bei mir. Hab es 50 km zur Arbeit. Termine nehme ich schon nur Freitags nachmittag, was auch schon manchmal ein Problem ist. Wenn man dann noch warten muss, bah.

Beitrag melden
3daniel 11.09.2017, 13:00
8. Wenn man sich das Bild ansieht, weiss man woher das kommt

Das böse böse Bauchfett mach krank und lässt einen früher sterben. Im Ernst, speziell Herz-Kreislauf Erkrankungen sind natürlich durch BMI > 30 stark begünstigt, Gelenke sind natürlich auch hoch belastet. Ich kenne fast keinen in meinem (Männer) Bekanntenkreis (mich eingeschlossen) der nicht leicht oder stark übergewichtig ist. Frauen essen Salat im Restaurant, Männer Zwiebelrostbraten, so sieht es leider aus.

Beitrag melden
Olaf Köhler 11.09.2017, 13:05
9. Wir sind schon etwas seltsam...

wir Kerle: Haben wir ein Bisschen erhöhte Temperatur, liegen wir todkrank darnieder, ist es wirklich was ernstes - ha, ist nix (Ich habe mir Mal mit einer Gemüsereibe einen halben Finger abgesäbelt, hat stark geblutet: Ist doch nur eine Fleischwunde, Schatz!:-)
Da muss ein Umdenken bei uns Männern einsetzen: Nicht genug damit, dass wir oft ungesund leben (Alkohol, Nikotin, Ernährung, riskante Sportarten..), "vergessen" wir ständig, verschriebene Medikamente einzunehmen, wir verweigern uns auch dem Arztbesuch, von Vorsorgeuntersuchungen ganz zu schweigen. Dabei glaube ich nicht, dass das was mit irgendwelchen Rollendefinitionen zu tun hat (von wegen Mann ist stark und so). Ich stimme der Aussage auch nicht zu, dass die medizinische Versorgung zu sehr auf Frauen fokussiert ist - wir Männer müssen die halt nur in Anspruch nehmen.

Beitrag melden
Seite 1 von 13
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!