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Mediziner Grönemeyer: "Uns fehlt der Respekt vor der Kreatur"
Corbis

Der Mediziner Dietrich Grönemeyer tingelt als Wanderprediger für die Volksgesundheit durch die Talkshows. Jetzt will er die Deutschen besseres Essen lehren. Im Interview erzählt er, was ihn an Ernährung fasziniert - und warum er beinahe Vegetarier ist.

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poisen82 26.06.2012, 11:23
1. ...

Zitat von sysop
Wir leben ja im Überfluss. Außerdem müsste niemand auf der Welt mehr hungern, wenn die Menschheit fleischlos essen würde. Ein Großteil der Getreideernte wird heute an Tiere verfüttert, für die Herstellung von einem Kilogramm Fleisch werden 15.000 Liter Wasser gebraucht. Darüber sollten wir öfter nachdenken.
Solange wir Nahrungsmittel anbauen um sie anschließend als Treibstoff zu verbrennen brauchen wir nicht die Moralkeule in Richtung Fleischkonsumenten schwingen.

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Claudio Tiberio 26.06.2012, 11:36
2.

Zitat von poisen82
Solange wir Nahrungsmittel anbauen um sie anschließend als Treibstoff zu verbrennen brauchen wir nicht die Moralkeule in Richtung Fleischkonsumenten schwingen.
Na ja, Respekt kann, sollte, wünsche ich mir trotzdem gegenüber den Tieren! Selbst wenn wir nicht mehr auf diese Weise Treibstoff ernten, wird sich doch grundsätzlich nix an der Respektlosigkeit ändern! Solange wir so schändlich mit den Tieren umgehen, solange wird es Krieg unter uns geben. Mann tötet einfach so daher, Tradition.

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niska 26.06.2012, 11:38
3.

Zitat von sysop
Der Mediziner Dietrich Grönemeyer tingelt als Wanderprediger für die Volksgesundheit durch die Talkshows. Jetzt will er die Deutschen besseres Essen lehren. Im Interview erzählt er, was ihn an Ernährung fasziniert - und warum er beinahe Vegetarier ist.
Ihm fehlt vielleicht dieser Respekt. Mir nicht. Das 'uns' kann daher nicht stimmen. Das typische vordergründige Verbrüderungsgeschwafel eines Psychiaters um dann mit der Moralkeule zu schwingen braucht niemand.
Ich esse Tiere, habe aber auch schon Tiere selbst getötet, ausgenommen und dann zubereitet und gegessen. Das bringt den nötigen Respekt vor der Kreatur ganz automatisch.
Lösung für mehr Respekt vor Tieren kann also nicht die Vermenschlichung und Überhebung derselben sein sowie die komplette Umerziehung des Carnivoren Mensch zum Dinkelgrützeschlabberer.
Gebt lieber jedem mal rechtzeitig Angel, Gewehr oder Bolzenschussapparat in die Hand um den Respekt zu lernen, ohne verlernen zu müssen sich selbst zu respektieren.

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Cephalotus 26.06.2012, 11:47
4. ...

Zitat von poisen82
Solange wir Nahrungsmittel anbauen um sie anschließend als Treibstoff zu verbrennen brauchen wir nicht die Moralkeule in Richtung Fleischkonsumenten schwingen.
Das Finger zeigen funktioniert auch genau anders herum.

Am Ende hat sich dann jeder sein Verhalten legtimiert. Ich finde ds ganz schön dämlich.

Unser Fleischkonsum (in diesen Mengen) hat nun mal Konsequenzen. Ich hlate nix von Verboten, denke aber, dass man auf Seiten der Politik Weichen stellen muss und da mehr auf Nachhaltigkeiten achten soll als auf maximale produktivität.

Dann kosten Milch, Eier und Fliesch halt das dreifache.

Bevor jetzt die Hart IV Keule ausgepackt wird gebe ich zu bedenken, dass täglich das Stück Rindfleisch keineswegs das Exitenzminimum hierzulande sichert, da tut es auch eine fleischärmere Kost. Ansonsten sei niemand daran gehindert, den Regelsatz entsprechend anzupassen. Glleichzeitig entstehen ja auch mehr Arbeitsplätze in der Produktion dieser teureren Fleischprodukte.

Bois es soweit ist muss es halt jeder für sich entscheiden. Ich esse auch gerne Fleisch und versuche daher, sofern möglich, auf Bioprodukte auszuweichen. Durch die deutlich höheren Preise und meist kleineren Portionsgrößen ißt man dann eh weniger davon.

Dem Fleischgenuss ist das keineswegs abträglich, eher im Gegenteil.

Einfach mal ausprobieren.

Agrartreibstoffe als Beimischung halte ich übrigens auch für eine gewaltige Fehlentwicklung.

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maximixa 26.06.2012, 11:49
5. die tun da bestimmt was rein... - bin chipssüchtig

Zitat von
Grönemeyer: Kaum jemand weiß, dass in einer Tüte Chips 800 Kilokalorien verborgen sind.
doch, ich weiß es, steht ja auf der packungsrückseite.
und vorne drauf, dass ganz sicher nur beste zutaten, ohne künstliche aroma und konservierungsstoffe, verwandt wurden.

sobald ich sie aufgerissen habe, gebe ich nicht eher ruhe, bis auch der letzte krümel mit feuchtem finger aus der untersten tütenecke geangelt wurde - mhhh, das zeug schmeckt aber auch so teuflisch gut.

allein der gedanke an chips - geschmacksrichtung pepperoni - hat mir das wasser im munde zusammenlaufen lassen - das ist doch nicht normal, oder?

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spon-facebook-10000107612 26.06.2012, 11:49
6.

"...nimmt zu viel Fruchtzucker zu sich. Der besteht nicht nur aus Fruktose, sondern auch aus Glukose und Saccharose - also dem ganz normalen Zucker, der dick und krank macht."
Saccharose ist ein Disachharid besteht aus Fructose und Glucose - das scheint Herrn Grönemeyer womöglich nicht bewußt zu sein. Symptomatisch für die vom Fragesteller implizierte Sachunkenntnis des Radiologen. Witzig das er sich hierbei auf sein Studium beruft das wohl einige Jahrzehnte zurückliegt.
Aber Herr Grönemeyer inspiriert mich jedenfalls für meine berufliche Zukunft. Das Medizinstudium hab ich fast fertig. Dann kann ich ein Buch schreiben à la "essen Sie fünf Mahlzeiten am Tag" oder "machen Sie täglich 20 Kniebeugen"... und dann muss mein Bruder nur noch berühmter Musiker werden damit die Leute auch mein Buch kaufen!

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Flaag 26.06.2012, 11:50
7.

Zitat von poisen82
Solange wir Nahrungsmittel anbauen um sie anschließend als Treibstoff zu verbrennen brauchen wir nicht die Moralkeule in Richtung Fleischkonsumenten schwingen.
Vielleicht doch, bei ausgewogener, vegetarischer Ernährung können wir weltweit Nahrung für 12 Milliarden Menschen regenerativ, dh. ökologisch verträglich, herstellen.
Da bleibt locker einiges zur Herrstellung von Biokraftstoffen.

Ich persöhnlich halte allerdings die ständige Weitergabe der Verantwortung von Politik und Wirtschaft an den Verbraucher für Schwachsinnig, die Menschen sollten mit Steuern und Subventionen quasi zu ihrem Glück gezwungen werden.

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Cephalotus 26.06.2012, 11:50
8. ...

Zitat von niska
...Lösung für mehr Respekt vor Tieren kann also nicht die Vermenschlichung und Überhebung derselben sein sowie die komplette Umerziehung des Carnivoren Mensch zum Dinkelgrützeschlabberer. Gebt lieber jedem mal rechtzeitig Angel, Gewehr oder Bolzenschussapparat in die Hand um den Respekt zu lernen, ohne verlernen zu müssen sich selbst zu respektieren.
Sie sagen nichts anderes als der Autor.

Der Autor prangert an, dass Tiere wie Maschinen gehalten und getötet werden und die industrielle Tier"produktion" erst den massenhaften Konsum fördert und das eben auch gewaltige Futtermittel vertilgt.
Ich kann nicht erkennen, wo er den geangelten Fisch oder den getöteten Stallhasen anprangert...

mfg

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t.o`malley 26.06.2012, 11:51
9. Ein wichtiger Weckruf

Jene unter uns, welche weite Teile ihres Menschseins dadurch definieren, schmatzend Unmengen fettiges Fleisch in sich hinzuquetschen, sollten in der Tat an das dadurch verursachte Elend denken. Angedenk der Tatsache, daß wir zum gesunden Leben keinerlei Fleisch brauchen, ist es als ein vollständiges Versagen unserer sogenannten Zivilisation zu werten, wenn wir wider besseren Wissens den diabolischen Horror der Schlachthäuser in unserer Mitte zulassen. Das Mitleid gegenüber der Kreatur gebietet es, sämtliche negativen Umstände zu verhindern - soweit dies uns irgendwie möglich ist. Ganz davon abgesehen, daß Ovo-Lakto-Vegatarier eine massiv höhere Lebenserwartung haben als ihre Artgenossen. Bereits Franz von Assisi wusste:"Wehe den Menschen, wenn in Gottes Strafgericht auch nur ein einziges Tier sitzt".
Es ist an der Zeit, unserer Verantwortung gerecht zu werden.

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