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Medizinischer Durchbruch: Brasilianerin erhält Gebärmutter einer Toten - und bringt g
Hospital das Clinicas / DPA

Nachdem Ärzte einer Brasilianerin die Gebärmutter einer Verstorbenen implantiert hatten, wurde sie Monate später schwanger und bekam ein Mädchen. Nach der Geburt wurde der Uterus wieder entfernt.

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jkleinmann 05.12.2018, 05:11
1. Unklarheiten im Artikel

Weshalb scheiterten die Transplantationen von verstorbenen Spenderinnen denn bisher - was hat das Team nun anders gemacht?

Und der Satz "... setzten die Ärzte befruchtete Eizellen in die Gebärmutter der Patientin - zehn Tage später war sie schwanger." ist unsinnig. Eine Schwangerschaft beginnt mit der Konzeption (klinisch rechnerisch sogar zwei Wochen vorher). Also war die Patientin mit Einsetzen der befruchten Eizelle schwanger.

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katjastorten 05.12.2018, 05:16
2. Zwischenschritt

ich freue mich natürlich über das neue Erdenkind. Es sollte aber klar sein, dass die Methode nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zur Gebärmutter ausserhalb des Körpers ist. In dieser fernen Zukunft gehört dann mein Bauch nicht mehr mir.

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elibobo 05.12.2018, 07:26
3. Ethisch vertretbar?

Hunderttausende Abtreibungen weltweit sind vertretbar. Leihmutterschaft gibt es in vielen Ländern. Wo soll dann hier das Problem sein? Ob die Kostentragung dann Aufgabe der Solidargemeinschaft ist, steht auf einem anderen Blatt...

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stoffi 05.12.2018, 08:02
4. Warum

sollten bei der Transplantation einer Gebärmutter andere Massstäbe angelegt werden, als bei anderen Organen? So könnte vielen Paaren der Kinderwunsch erfüllt werden

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susuki 05.12.2018, 09:23
5.

Zunächst, was machbar ist wird gemacht...
... ein Kommentar und eine Einschätzung des Vorgangs der führenden 20-30 Religionen ist nicht nötig. Die Kleriker sind gut beraten sich jeden Kommentars zu enthalten.

Die Volksvertreter hingegen sollen und dürfen Gesetze erlassen welche die Bereiche, welche der Markt nicht vernünftig regelt, reglementiert.
Ich persönlich kenne Menschen mit starken Kinderwunsch welche ausgezeichnete Eltern abgeben würden.
Insgesamt eine gute Sache.

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Jack-in-the-box 05.12.2018, 09:45
6. Gruselige Vorstellung

nicht nur aus der Sicht der Schwangeren. Ich hätte mich mit dem Gedanken, mein Kind in einer Notunterkunft mit trauriger Vergangenheit wachsen zu sehen, nie anfreunden können. Der Gedanke an die verstorbene Spenderin wäre allgegenwärtig gewesen. Weil sie drei Kinder zur Welt gebracht hatte und das Thema auch für ihre Gebärmutter abgeschlossen war. Ein Organ, das wie geschildert nicht lebenswichtig ist wie das Herz oder das Leben körperlich entscheidend verbessert wie Niere oder Netzhaut, sollte bei Transplantationen außer Acht gelassen werden. Zudem ist eines ja auch klar. Wir haben es in diesem Beispiel mit einem geglückten Versuch zu tun. Ebenso hätte es zu Komplikationen mit unabsehbaren Folgen oder gar einer Fehlgeburt kommen können. Dann wäre ein kleines und unschuldiges Menschenleben leichtfertig geopfert worden. Wer übernimmt dafür die Verantwortung?

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runawaygirl 05.12.2018, 10:00
7. Wenn schon schlaumeiern ...

Zitat von jkleinmann
Und der Satz "... setzten die Ärzte befruchtete Eizellen in die Gebärmutter der Patientin - zehn Tage später war sie schwanger." ist unsinnig. Eine Schwangerschaft beginnt mit der Konzeption (klinisch rechnerisch sogar zwei Wochen vorher). Also war die Patientin mit Einsetzen der befruchten Eizelle schwanger.
... dann doch bitte richtig: Schwanger ist sie dann, wenn die Eizelle sich einnistet. Das passiert ja nicht automatisch, nur weil man eine befruchtete Eizelle einsetzt. Und das ist wann nachweisbar? Genau, ungefähr nach zehn Tagen durch den hCG-Spiegel im Blut. So eine befruchtete Eizelle flitzt ja noch eine Weile in der Gebärmutter herum und sucht sich den besten Platz. Und dass eine Schwangerschaft mit Beginn des Zyklus gezählt wird, in dem sie entsteht, ist auch nicht unbedingt in jedem Land so.

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Luemgi 05.12.2018, 10:32
8.

Ist wohl in erster Linie eine Kostenfrage. Hierzulande darf man für eine künstliche Befruchtung tief in die Tasche greifen, weil eine Schwangerschaft nicht als etwas gewertet wird, worauf eine Frau ein Recht hat (auch wenn ein gesunder Körper eine Schwangerschaft austragen KANN und Frau ein Recht auf Gesundheit hat). Für die Kassen wäre das aber sehr teuer. Bei so einer Transplantation würden dieselben Argumente vorgebracht und damit sicher keine Kosten übernommen.

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darthmax 05.12.2018, 10:52
9. Kinderwunsch

allein für die Kosten der Implantation wären viele Kinder ( in Brasilien ? ) versorgt geblieben,
wer einen Kinderwunsch hat, soll gefälligst ein Kind adoptieren.
Die Erde leidet eh an Überbevölkerung.
Das hat nun nichts mit Ethik zu tun, eher mit Klimakatastrophe.

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