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Mehr Daten, mehr Diagnosen: Google will die Medizin revolutionieren
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Krankheiten früher erkennen dank Algorithmen und künstlicher Intelligenz - so will Google die Medizin zur Datenwissenschaft machen. Aber hilft das auch den Patienten?

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opinio... 31.08.2018, 22:25
1. klingt verlockend,

aber eine richtige Diagnose zu stellen erfordert bei vielen Erkrankungen dann doch mehr als logische Verknüpfung von Daten. Bei einer Vielzahl von Krankheiten, unterstützt Google schon jetzt wenigstens die Eigendiagnose und spart oft den Doktor. Leider sind es auch wieder die englischen/amerikanischen Seiten, die besonders hilfreich sind.
Woran mag das wohl liegen? Sicher nicht am langsamen Netz in D!

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grailmaster 31.08.2018, 23:47
2. Google's Konkurrent viel spannender

Andere Startups sind da schon viel weiter; bringen zu den Datenanalysen auch Datensicherheit, so z.B. Shivom. Die Zukunft ist schon lange da.

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Strangelove 31.08.2018, 23:52
3.

Zitat von opinio...
aber eine richtige Diagnose zu stellen erfordert bei vielen Erkrankungen dann doch mehr als logische Verknüpfung von Daten. Bei einer Vielzahl von Krankheiten, unterstützt Google schon jetzt wenigstens die Eigendiagnose und spart oft den Doktor. Leider sind es auch wieder die englischen/amerikanischen Seiten, die besonders hilfreich sind. Woran mag das wohl liegen? Sicher nicht am langsamen Netz in D!
Das Internet ist bei evtl. ernsthaften Erkrankungen oft nur scheinbar hilfreich. Es kann auch unnötige Ängste hervorrufen und die Erkrankten dann im schlimmsten Fall in die Depression treiben und ein Meiden des Artzbesuchs hervorrufen. Und meine Erfahrung ist mit deutschsprachigen Webseiten eher positiv als mit englischsprachigen die oft reißerischer sind.
Hauptproblem mit Dr. google sind aber viele Seiten die unwissenschaftlich sind und viel Unsinn verbreiten und eben auch unnötige Angst.

Hauptproblem des reinen Logikansatzes ist dass Menschen keine Maschinen sind und man erst mal verstehen muss wie das einzelne Individuum tickt. Dafür würde ich mich aber nie rund um die Uhr überwachen lassen. Da müsste ja jede Nahrungsaufnahme (am besten noch was man isst) und -ausscheidung getrackt werden, incl. meinem Liebesleben etc. um wirklich zu wissen was los ist und warum das Herz schneller schlägt. Nein danke, da verzichte ich auf ein paar vielleicht mal mögliche Lebensjahre und versuche selber wahrzunehmen wenn was nicht stimmt. Bislang klappte das auch ganz gut auch wenn man manchmal die Ärzte erst überzeugen muss dass etwas wirklich nicht stimmt.

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doitwithsed 01.09.2018, 09:05
4.

Zitat von grailmaster
Andere Startups sind da schon viel weiter; bringen zu den Datenanalysen auch Datensicherheit, so z.B. Shivom. Die Zukunft ist schon lange da.
Nicht das beste setzt sich am Markt durch, sondern das mit der größten Marktmacht. Bestenfalls werden diese StartUps von den Großen einverleibt, in der Regel aber von der puren Marktmacht eines Schwergewichts wie Google erdrückt und marginalisiert.

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holtadipolta 01.09.2018, 09:37
5. big data

Zitat von Strangelove
Das Internet ist bei evtl. ernsthaften Erkrankungen oft nur scheinbar hilfreich. Es kann auch unnötige Ängste hervorrufen und die Erkrankten dann im schlimmsten Fall in die Depression treiben und ein Meiden des Artzbesuchs hervorrufen. Und meine Erfahrung ist mit deutschsprachigen Webseiten eher positiv als mit englischsprachigen die oft reißerischer sind. Hauptproblem mit Dr. google sind aber viele Seiten die unwissenschaftlich sind und viel Unsinn verbreiten und eben auch unnötige Angst. Hauptproblem des reinen Logikansatzes ist dass Menschen keine Maschinen sind und man erst mal verstehen muss wie das einzelne Individuum tickt. Dafür würde ich mich aber nie rund um die Uhr überwachen lassen. Da müsste ja jede Nahrungsaufnahme (am besten noch was man isst) und -ausscheidung getrackt werden, incl. meinem Liebesleben etc. um wirklich zu wissen was los ist und warum das Herz schneller schlägt. Nein danke, da verzichte ich auf ein paar vielleicht mal mögliche Lebensjahre und versuche selber wahrzunehmen wenn was nicht stimmt. Bislang klappte das auch ganz gut auch wenn man manchmal die Ärzte erst überzeugen muss dass etwas wirklich nicht stimmt.
Ich gebe Ihnen recht: Im Internet steht sehr viel Mist und es ist beim Stellen einer Diagnose nicht wirklich hilfreich. Kann es auch garnicht, da zu einer Diagnose nicht nur die einzelnen Symptome gehören, sondern auch deren Bewertung und Häufigkeit - außerdem eine körperliche Untersuchung und oft weitere Diagnostik wie z.B. Bildbebung. Und das Problem der unzuverlässigen Quellen haben sie schon genannt. Ich finde den Ansatz von "big data" ziemlich naiv. Das Beispiel mit dem frühzeitigen Erkennen von Arthrose überzeugt nicht wirklich. Die eigentlichen Herausforderungen in der Medizin sind ganz andere wie z.B. Krebserkrankungen, Demenz, HIV. Ob z.B. bei der Früherkennung von Malignomen oder bei der Therapie von Demenz oder Querschnitslähmung big data helfen kann, wage ich zu bezweifeln.

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rumans 01.09.2018, 10:06
6. durch Dokumentation entsteht Rechtfertigungsdruck, Google wird.

wird mit Wissen über Korelationen und Wahrscheinlichkeiten hilfreich sein. Muss aber dann seine Algorithmen transparent machen und sich ebenfalls rechtfertigen. Relevanz gefundener Nebendiagnosen gehört auch zum Algorithmus. Letztlich auch eine finanzielle Triage.
Im Moment gibt es ein großes Feld von Kraut und Rübenentscheidungen, das bis in den Bereich von Kriminalität geht. Pharmafirmen werden auch mehr Transparenz zulassen müssen.

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mark78 01.09.2018, 10:51
7.

Die Frage ist natürlich am ende wird das ganze so optimiert das am ende das Medikament empfohlen wird das am meisten Provision einbringt wie ja bei anderen Google angeboten üblich, oder ob man wirklich helfen will.
Auf der anderen Seite halten sich leider sowohl in der Bevölkerung als auch bei Ärzten oft Müten, verbreitet dank "Junk Science", z.B. sechs mal am Tag essen ist gut, fasten schlecht.

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blödbacke 01.09.2018, 15:18
8. Nicht schlecht, wenn:

1. es nur noch eine einzige Krankenkasse gibt, und 2. solche Plattformen nicht kapitalistisch-gewinnorientiert sondern gemeinnützig organisiert sind!

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ProbeersEinfach 01.09.2018, 16:56
9.

Typisch Deutschland, alles erstmal schlecht reden und in Frage stellen anstatt selbst wieder mit Mut etwas in die Hand zu nehmen. Und dann auch noch der Datenschutz. Noi, des wolle ma nid. Wann ist Deutschland eigentlich so ein Bremsklotz geworden? Die meisten Krankheiten haben nunmal eine ganze Palette von Leitsymptomen und weniger bekannten Symptomen, ein intelligenter Algorithmus, kann daraus durchaus einen verlässlichen Score für das Risiko einer Erkrankung geben. Wenn nicht Google, wer dann? Deren momentane Suchalgorithmen sind doch dazu längst in der Lage. Ich habe eher das Gefühl, das mächtige Lobbygruppen das Ganze versuchen zu bremsen.

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