Forum: Gesundheit
Ministeriums-Gutachten: Was bringen Zahnspangen wirklich?
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Mehr als eine Milliarde Euro investieren gesetzliche Krankenkassen jährlich in Zahnspangen. Dabei ist nicht geklärt, ob sie der Gesundheit der Patienten langfristig nutzen.

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cardiac 03.01.2019, 17:13
1. nutzlos

ich hatte als jugendlicher eine feste zahnspange die eigentlich kaum nötig war und 15 jahre später ist vorne alles verschoben, stärker als es früher der fall war. so viel dazu...

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ludwig49 03.01.2019, 17:19
2. Vorsicht ist geboten...

...wenn beim Zahnarzt oder Kieferorthopäden explizit nach zusätzlichen Versicherungen gefragt wird. Je nach dem werden dann "notwendige" Korrekturen empfohlen.

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Sleeper_in_Metropolis 03.01.2019, 17:29
3.

Zitat : "Dabei ist nicht geklärt, ob sie der Gesundheit der Patienten langfristig nutzen."
Das müssen sie auch nicht. Bei Zahnspangen geht es fast immer um die Korrektur eines kosmetischen Problems, welches meist mit bloßem Augen zu erkennen ist. Und diese Korrektur dürfte die Lebensqualität der Betroffenen fast immer merklich erhöhen.

Vorsicht dürfte eher in Fällen geboten sein, in dem weder Zahnfehlstellungen noch sonstige Beeinträchtigungen vorliegen, der Kieferorthopäde aber trotzdem auf eine Behandlung drängt.

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xlabuda 03.01.2019, 17:35
4. mein ältester hat trotz mehrfacher Korrekturen letztendlich ein

perfektes Gebiss und zwar gut gepflegt, weil mehrmals täglich Zaähnepputzen angesagt war.
Aber inzwischen hat sich die Spangengeschichte für Zahnärzte zu einer fetten Geldquelle entwickelt.
Ich erhielt zwei Kostenvoranschläge - einmal den Voranschlag, den die Kasse begleicht und einen zweiten mit dem Hinweis, daß hier die Kasse nicht zahlt. Es fehlt aber der Hinweis, daß diese Leistungen medizinisch nicht notwendig sind, es geht um die Farbe der Spangen, die Flexibilität der Drähte etc.
Der private Voranschlag belief sich über 1600 € zusätzlich, dazu das Handröntgen, um das Wachstum der Person und damit das Kieferwachstum zu bestimmen.
Mal sehen was der sagt, wenn ich die Privatkosten nicht beauftrage. Ich hörte von Schulfreunden, daß die über 3000 € zugezahlt haben. Dien Elterntrauen sich nicht das anzuzweifeln.
Ich finde das dreist

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claus7447 03.01.2019, 17:38
5.

Mein Junior hat sich nach 4 monaten die spange selbst entfernt (shocking) es hat keinen Schaden angerichtet, letztlich nur einen Haufen Kohle gekostet, da die Kasse unter den gegebenen Umständen ausgestiegen ist. Schwamm drüber.

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hman2 03.01.2019, 17:40
6. Karies

"Dass Zahnspangen Probleme wie Karies, Parodontitis oder Zahnverlust verringern, könne zwar nicht belegt werden, sei aber der Untersuchung zufolge auch nicht ausgeschlossen, teilte das Ministerium dazu mit."

Zahnspangen können Probleme wie Karies aber auch befördern! Immerhin wird hier beim Verankern massiv der Zahnschmelz angegriffen, entweder durch Kleben mit chemischem Aufrauhen oder beim Aufschlagen (!) mechanischer Halterungen.

Sofern die Mundhygiene, d.h.d das Zahnputzverhalten, nicht 100,0% tippitoppi ist, wird unter der Spange Karies resultieren. Und bei welchem Teenager oder Kind ist das Zahnputzverhalten wirklich vorbildlich?

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qoderrat 03.01.2019, 17:40
7. Zweifel

Also ich habe meine Zweifel ob eine Spange langfristig viel nutzt. Ich bin fast 3 Jahre lang zwischen 12 und 15 mit einer Spange gequält worden, die letzten 9 Monate sogar mit einer festen Spange. Kurzfristig waren die Erfolge durchaus sichtbar, das stelle ich nicht in Abrede. Aber so mit 20 ging das alles wieder rückwärts, und mit 25 waren die Fehlstellungen erneut ziemlich identisch mit der Ausgangssituation. Seitdem hat sich dann aber nichts mehr verändert. Aus einem Einzelfall kann man sicher wenig ableiten, in meinem Fall war das aber eine teure, unangenehme und unnütze Prozedur.

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hman2 03.01.2019, 17:41
8.

Zitat von Sleeper_in_Metropolis
Zitat : "Dabei ist nicht geklärt, ob sie der Gesundheit der Patienten langfristig nutzen." Das müssen sie auch nicht. Bei Zahnspangen geht es fast immer um die Korrektur eines kosmetischen Problems, welches meist mit bloßem Augen zu erkennen ist.
Die Korrekturen von kosmetischen Problemen sind aber zu 99% nicht Aufgaben von Krankenkassen oder Ärzten! Die sind für medizinische Heilbehandlungen da!

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bunterepublik 03.01.2019, 17:43
9. Selbstbedienungsladen

Das gesamte Gesundheitssystem ist ein Selbstbedienungsladen. Die Ärzte werden zu Millionären auf Kosten der Beitragszahler gemacht. Es werden Ängste geschürt, Therapie ohne nachweislichen Nutzen empfohlen, bei Kleinigkeiten größtes Gerät aufgefahren (CT, MRT usw.), Prothesen verbaut und OPs ohne Notwendigkeit durchgeführt, allein um Profit zu erwirtschaften und ohne den Nutzen für den Patienten im Blick zu behalten. So großartig die ärztlichen Leistungen im Notfall sind, so unerträglich ist es für mich, zu sehen, wie Abermilliarden im System verschwendet werden und sich Ärzte schamlos bereichern.

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