Forum: Gesundheit
Mission Marathon: Vermessung eines 135-Kilo-Körpers
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Michael Klotzbier hat abgespeckt - von 160 auf 135 Kilogramm. 2016 will er zum Berlin Marathon. Geht das gut? Der 35-Jährige macht einen High-Tech-Gesundheitscheck. Doch die Untersuchung läuft anders als erwartet.

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TS_Alien 18.04.2015, 17:14
1.

25 kg Gewichtsverlust in drei Monaten ist ziemlich viel. Wenn man normal isst, ist das durch ein wenig Sport nicht zu schaffen. Zumal man als solch schwerer Mensch gar nicht viel Sport machen kann. 1 kg Fettgewebe entsprechen rund 7000 kcal, d.h. die 25 kg Fettgewebe entsprechen 175000 kcal. Da müsste man am Tag schon fast 2000 kcal zusätzlich "verbrennen".

Also ist doch sehr viel weniger gegessen worden als vorher.

Das Ziel, einen Marathon laufen zu wollen, kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt wesentlich gesündere Sportarten als den Marathonlauf. Man muss nicht gleich von einem Extrem ins andere fallen.

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irondude 18.04.2015, 17:28
2.

Es werden wohl kaum 25 Kg Fett sein die er abgenommen hat. 2Kg und mehr Fett pro Woche verbrennen ist biochemisch ausgeschlossen. Ich tippe eher auf eine 50:50 Mischung aus Fett zu Muskeln. Mit leichter Tendenz dazu, dass mehr Muskeln verbrannt wurden.

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bernd.stromberg 18.04.2015, 17:32
3.

Zitat von TS_Alien
25 kg Gewichtsverlust in drei Monaten ist ziemlich viel. Wenn man normal isst, ist das durch ein wenig Sport nicht zu schaffen. Zumal man als solch schwerer Mensch gar nicht viel Sport machen kann. 1 kg Fettgewebe entsprechen rund 7000 kcal, d.h. die 25 kg Fettgewebe entsprechen 175000 kcal. Da müsste man am Tag schon fast 2000 kcal zusätzlich "verbrennen".
Alles falsch.

Ca. 2Kg Gewichtsabnahme/Woche sind ein gesundes und maßvolles Ziel, und absolut üblich.

Da wäre man nach 12 Wochen dann bei 24 Kg Gewichtsabnahme. Schwerer ist es eher, das dauerhaft zu halten.

Ihre Rechnung was den Kj-Gehalt von Fett betrifft geht auch nicht auf. Bei der Gewichtsabnahme nimmt man nicht nur fett ab, sondern auch etwas Muskelmasse, eine Menge Bindegewebe und Wasser, welches ja mit in den Depots eingelagert ist.

Man muss auch nicht "weniger Essen", sondern eben Kohlenhydrat- und Kalorienärmer essen.

Man kann wo man sich vorher 1Kg Nudeln reingestopft hat zukünftig einfach 2Kg Salat essen. Dann hat man viel " mehr" gegessen als vorher üblich, und nimmt trotzdem ab.

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xenoxx 18.04.2015, 17:36
4. … und geht drei Mal die Woche Walken

Verunstaltung von Sprache auf die Spitze getrieben –denglisch sei Dank!

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fruehstueckerch 18.04.2015, 17:37
5. totaler quatsch!

wenn man sich so krass falsch ernährt und dann mit einmal wieder anfängt Sport zu treiben und die Ernährung umzustellen, sind 25kg in 90 Tagen nicht ungewöhnlich. der Stoffwechsel ist hohes zuführen gewöhnt und verbrät die wenige Energie sofort. Durch das Gewicht ist der Energieverbrauch auch sehr hoch. also schafft man mit normaler gesunder Ernährung ein Defizit von 1500-2000kcal. Dieser Effekt schwindet aber je mehr abgenommen wird und der Stoffwechsel passt sich dem auch an.

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großwolke 18.04.2015, 17:37
6.

Zitat von TS_Alien
25 kg Gewichtsverlust in drei Monaten ist ziemlich viel. Wenn man normal isst, ist das durch ein wenig Sport nicht zu schaffen.
Da möchte ich vorsichtig widersprechen. Wenn man bei 160 kg anfängt, sich ernährt wie ein Normalgewichtiger, und einen einigermaßen geregelten Tagesablauf hat, noch dazu mit Radfahren und leichtem Sport, dann reicht das alleine schon bequem aus. Ein Kilo die Woche geht da auf jeden Fall. Man schleppt ja das ganze Übergewicht mit sich rum, das ist Training genug. Dieser Effekt nimmt natürlich ab, je leichter man wird, aber der Kollege Klotzbier geht das ganz vernünftig an und steigert langsam das Bewegungspensum. Sobald er auf meinem Gewicht angekommen ist, steige ich mit ein ;)

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180puls 18.04.2015, 17:39
7. Nicht nur Fett.

Die 25 Kilo waren mit Sicherheit kein reines Fett, sondern ein gutes Teil Wasser und auch etwas Muskelmasse, von daher keine 175000 Kalorien

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TS_Alien 18.04.2015, 18:25
8.

Zitat von großwolke
Da möchte ich vorsichtig widersprechen. Wenn man bei 160 kg anfängt, sich ernährt wie ein Normalgewichtiger, und einen einigermaßen geregelten Tagesablauf hat, noch dazu mit Radfahren und leichtem Sport, dann reicht das alleine schon bequem aus. Ein Kilo die Woche geht da auf jeden Fall. Man schleppt ja das ganze Übergewicht mit sich rum, das ist Training genug. Dieser Effekt nimmt natürlich ab, je leichter man wird, aber der Kollege Klotzbier geht das ganz vernünftig an und steigert langsam das Bewegungspensum. Sobald er auf meinem Gewicht angekommen ist, steige ich mit ein ;)
Ein Kilo pro Woche ist problemlos möglich. Das ist sicherlich gesünder als 25 kg in 3 Monaten.

Und zu den anderen Foristen:

Eine Ernährungsumstellung ist etwas anderes als eine Diät. Wer beim Abnehmen kiloweise Salat isst oder deutlich weniger als früher, gewöhnt seinen Körper an die geringere Energiezufuhr. Nach der Diät führt ein normales Essverhalten zur Gewichtszunahme. Insofern sind 2000 kcal weniger am Tag essen als man braucht (oder 1000 - 1500 kcal weniger, wenn man 500 kcal für den Sport ansetzt) keine Ernährungsumstellung, sondern eine Diät.

Die rund 7000 kcal für Fettgewebe stimmen. Reines Fett hat etwas mehr als 9000 kcal.

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masderr 18.04.2015, 18:42
9. Ich finde es top...

obwohl ich sagen muss, dass ich ihm von einem Marathon abraten würde. Selbst wenn er nur noch 100 kg hat, ist das sehr viel um Marathon zu laufen. Ich wünsche ihm trotzdem viel Erfolg und weiter ordentlich durchhalte vermögen. Ein kleiner Tipp meinerseits wäre noch, leichtes Kraftaufbautraining. Vor allem seine Bein- und Rückenmuskulatur sollte etwas gestärkt werden.

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