Forum: Gesundheit
Multiresistente Erreger: Wie gefährlich sind Keime in Badeseen?
DPA

Forscher haben multiresistente Bakterien in Badeseen in Niedersachsen gefunden, die Bundesregierung hält eine Übertragung auf Badende für möglich. Wie groß ist die Gefahr?

Seite 1 von 6
kayakclc 09.03.2018, 17:36
1. Die Gefahr ist für die meisten also gering.

Heiß es im Artikel. Es können vielleicht, hypothisch eine Gefahr geben, das jemand unter Umständen sich ansteckt. Das Risiko erscheint so groß, dass es zumindestes zu diesem diesem Artikel führt. Was lernen wir: tötliche Gefahren gibt es überall. Zur Beruhgung. Es ist noch kein Mensch lebend aus der Sache herausgekommen, obwohl die Risikostudien uns eine ewiges Leben vorgauklen, wenn nur alle Gefahren vermieden werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
permissiveactionlink 09.03.2018, 19:04
2. Bakteriophagen

könnten eine Lösung sein, zumindest in Badeseen. Laboratorien mit umfangreichen Phagensammlungen ( z.B.TU Braunschweig ) wären in durchaus in der Lage, zu einem oder mehreren nachgewiesenen multiresistenten Erregern geeignete hochspezifische Bakteriophagen zu finden und diese schnell zu vermehren. In das Gewässer eingebracht, würden sie die entsprechenden Bakterienstämme sehr schnell und wirkungsvoll dezimieren. Für Menschen stellen diese Viren keine Gefahr dar, und in den menschlichen Körper gelangen sie ohnehin nicht, allenfalls in den Verdauungstrakt, den sie aber, wie im Text erwähnt, nur nach einer extrem sauren Magenpassage erreichen, was aber auch nicht schlimm wäre.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rabkauhala 09.03.2018, 21:29
3. Wie wäre es damit,

einfach mal die Ursachen bekämpfe bzw. abstellen? WO leben wir eigentlich, auf einer Müllkippe in einem 3. Welt Land? Ach ich Träumer, dann müssten die Politiker ja mal Verantwortung für ihr tun übernehmen und sich gegen irgendeine Lobbygruppe stellen. Das klappt ja auch sonst so toll,wie bei der Bankenrettung, Dieselskandal, Grundwasserverschmutzung mit Nitrat und dem Insektensterben.
Am Ende wird wieder der Bürger, der mit den Ursachen nichts zu tun hat zur Kasse gebeten und die Fehler bezahlen während die Auto-, Agrar- und Finanzindustrie darf ungestraft den nächsten Skandal verursachen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
third_space 10.03.2018, 00:15
4. Verantwortung

Zitat von rabkauhala
Am Ende wird wieder der Bürger, der mit den Ursachen nichts zu tun hat zur Kasse gebeten
Da muss man einschränken: Der Bürger hat auch eine Eigenverantwortung - und die missachtet er z.B. dadurch, dass er massenhaft Billigfleisch in sich hineinstopft, von Tieren, deren Futter mit Antibiotika angereichert wurde - was in hohem Maß zur Entwicklung von multiresistenten Keimen beiträgt. Aber verantwortungsvoller Konsum ist eben schwierig, auch wider besseres Wissen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rolf.zeiler 10.03.2018, 03:43
5. Gülle

Die Autorin hat nicht hinterfragt wie die multiresistenten Keime ins Wasser gelangen. Ihre Erklärung der schwimmenden, kotenden Enten ist wohl etwas weit hergeholt. Die Antibiotika, die in der Massentiehaltung verwendet wird, kommt anschließend mit der Gülle auf die Felder und gelangt von dort in die Gewässer. Das ist Fakt und der einzige Grund.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ardbeg17 10.03.2018, 11:20
6. @rolf.zeiler #5

Vielleicht hat die Autorin deshalb nichts zur Herkunft gesagt, weil sie u.a. diese Untersuchung kennt: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Fragen-und-Antworten-zu-Keim-Funden-in-Gewaessern,keime304.html.
Demnach wurden in fünf von zwölf Proben Keine mit einer Resistenz gegen Colistin gefunden, das fast nur in der Tierhaltung eingesetzt wird. In zwölf von zwölf Proben waren Keime mit einer Resistenz gegen Carbapeneme gefunden worden, die überhaupt nicht in der Tierhaltung eingesetzt wurden. Diese überall vorkommende Resistenz gegen die neuesten Reserveantibiotika können nur aus der Anwendung beim Menschen kommen. D.h. Selbst in einer vegetarisch lebenden Welt hätten wir massenhaft multiresistente Keime.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
xc20 10.03.2018, 11:33
7. Falschaussage

Zitat von rolf.zeiler
Die Autorin hat nicht hinterfragt wie die multiresistenten Keime ins Wasser gelangen. Ihre Erklärung der schwimmenden, kotenden Enten ist wohl etwas weit hergeholt. Die Antibiotika, die in der Massentiehaltung verwendet wird, kommt anschließend mit der Gülle auf die Felder und gelangt von dort in die Gewässer. Das ist Fakt und der einzige Grund.
Wenn sie davon ausgehen, dass Wirtschaftsdünger der einzige Grund für das Auffinden von multiresistenten Bakterien ist, wie genau erklären sie dann die Tatsache, dass in ALLEN untersuchten Proben Resistenzen gegen Carbapeneme gefunden wurden? (wie viele resistenten Arten stammen nachweislich aus der Tierhaltung?)
Diese Wirkstoffklasse gehört zu den relativ neuen Reserveantibiotika und wurde NIE in der Tierzucht zugelassen oder eingesetzt.
Diese Resistenzen müssen also aus der Humanmedizin stammen. Und genau da liegt meines Erachtens auch das größte Problem. Während in der Tierhaltung der Antibiotikaeinsatz in den letzten Jahren bereits stark reduziert worden ist und dank neuestem Monitoring noch deutlich weiter sinken wird, kann jeder Bürger nahezu frei über antibiotikahaltige Medikamente verfügen. Hier bedarf es aber einer mindestens genauso starken Reduktion und einer Dokumentationspflicht. Sowohl was die Abgabemengen angeht, als auch die Dokumentation der Einnahme und der Entsorgung von Restmengen. Eigentlich müssten sogar die Abwässer von Krankenhäusern und Altenheimen als Sondermüll entsorgt und verbrannt werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chrismuc2011 10.03.2018, 14:04
8.

#5: Es kommt auch durch menschliche Ausscheidungen und achtloses Wegwerfen von Medikamenten zu erhöhten Antibiotikawerten in Flüssen, Seen und Grundwasser.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nützlicher Idiot 10.03.2018, 15:56
9. Wieso im Badesee ? -- schaut in die KRANKENHÄUSER!

Nach den Keimen in Krankenhäusern fragt wohl keiner mehr. Ist das der Preis der für den Profit zu zahlen ist? Jedes Jahr zig Tausend Opfer wegen der Krankenhäuser. Dagegen ist NOX fast harmlos.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 6