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Mythos oder Medizin: Bekommt man Pickel, wenn man sich ins Gesicht tatscht?
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Die Schwellung auf der Wange verheißt nichts Gutes: Da wächst ein Pickel. Ein Tipp zur Vorbeugung lautet: Nicht mit den Händen ins Gesicht fassen. Doch so einfach ist es nicht.

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Inoa 11.01.2018, 07:29
1. Aha.

War so oft beim Hautarzt, geholfen hat nichts. Außer mehr schlafen und Kohleseifen. Finde das Fazit sehr verwegen...

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wynkendewild 11.01.2018, 08:42
2. Heilmittel

Pickel entstehen bei Erwachsenen oft durch verschiedentse Einflüsse, kommt immer darauf an wie empflindlich die Haut auf äußere Reize reagiert.

Ein Allheilmittel dagegen, gibt es ,so wie ich es weiß, nicht.

Man sollte aber auf Zucker verzichten...

MfG:
wynkendewild

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florian.sandmann 11.01.2018, 09:19
3. Heute kein Problem?

In meiner Jugend waren die beschriebenen Behandlungsmethoden alle schon verfügbar und wurden auch brav angewendet und dennoch habe ich heute viele Narben im Gesicht. Die Akne war irgendwann plötzlich weg - wahrscheinlich weil ich älter wurde und der Hormoncocktail sich veränderte. Ich kann mich also den Vorrednern nur anschließen: der Abschlusssatz suggeriert, dass heute niemand mehr leiden muss und Folgeschäden sozusagen „Anwenderfehler“ sind. Das halte ich für Unsinn. Meiner Einschätzung nach ist Schwere und Verlauf der Akne und damit der Behandlungserfolg eher eine Frage der genetischen Ausrüstung. Ich hatte damals den Eindruck, dass ich machen kann was ich will - nach den Knoten blieb die Narbe.
Die Narben mag ich inzwischen übrigens und meine Partnerinnen der Vergangenheit fanden sie ausnahmslos männlich.

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mankannnurstaunen 11.01.2018, 09:22
4. wo wurde dieser Bericht ausgekramt?

Genau dieselben Ratshläge konnte man schon in den 80ern lesen. Und ich kann als ehemals Betroffene sagen: Was für ein Schmarrn" Das hilft keinem, der wirklich unter Akne leidet. Trotz frühzeitiger ärztlicher Behandlung können sich sehr wohl Narben bilden, kann die Akne sehr wohl über viele Jahre weiterbestehen. Letztendlich ist es leider sehr individuell, was dann wirklich hilft. Was jedenfalls gute Dienste leistet: Heilerdemasken, ganz simple Heilerdemasken mit Wasser angerührt 2-3 mal wöchentlich und weitestgehender Verzicht auf Zucker und Milchprodukte, es sei denn, sie sind gesäuert, wie z.B. Kefir. Viel Gemüse, weniger Obst (da viel Fruchtzucker, der die Entzündungswerte steigen lässt), Einnahme von Prä- und Probiotika. Die Pille, kommt darauf an welche, kann bedingt helfen. Aber sonst? Ich habe eher den Verdacht, dass durch viele Medikamente gegen Akne, die von Arztpraxen verschrieben werden, das Problem verlängert wird bzw. neue Probleme, wie totale Hautreizung, Hautaustrocknung, Zerstörung des PH-Wertes erst entstehen.

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ansv 11.01.2018, 09:53
5.

Zitat von wynkendewild
Man sollte aber auf Zucker verzichten...
Damit man zu den Pickeln wenigstens schöne Zähne hat?

Ein Zusammenhang zwischen Ernährung und Hautunreinheiten ist definitiv nicht belegt - Allergien einmal ausgenommen.

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Oberleerer 11.01.2018, 09:54
6.

Der beschriebene Mechanismus mit der Verhornungsstörung ist schon 100 Jahre alt. Es erklärt auch nicht, warum Testosteron zu solchen Problemen führt und warum Lebensmittel und Stress eine Rolle spielen.

Die Anweisung, mit jedem Pickel zum Arzt oder Kosmetiker zu rennen ist auch völlig unpraktikabel. Früh, mittags, abends?

Viel wahrscheinlicher ist mir, daß es allgemeine Entzündungen sind.und dieser Druckanstieg in der Haut die Poren verschließt. Wie "wynkendewild" schon schrieb, sorgt oft ein hoher Zuckerspiegel für Entzündungen (vlt. ähnlich wie bei Diabetis).

Zu Milch habe ich eine eigene Theorie. Um diese zu trinken braucht man Milchsäurebakterien um die Kuh-Proteine zu spalten. Sonst gelangen diese in den Kreislauf und werden vom Immunsystem attackiert. Die Entzündungen, vermutlich überall im Körper, werden dann unter der Haut sichtbar. Ich habe den Eindruck, daß da nicht unbedingt Poren beteiligt sein müssen. Die schmerzenden Entzündungen entstehen dann viel tiefer in der Haut.
Wenn ich fast täglich "traditionell hergestellte" Milch trinke, habe ich keine Probleme. Wenn ich das aber für Wochen aussetze und dann kommt ein Eisbecher oder Kokao mit Schlagsahne, habe ich tagelang ein Problem. Die Restaurants verwenden durchweg H-Milch. Und selbst im normalen Kühlregal biegen sich die Bretter vor "länger frisch" ESL-Milch, ohne die Milchsäurebakterien.
Generell esse ich tagelang fast nur keimfrei/gekochtes/gebackenes Essen, was nicht gut sein kann.

Von daher ist es wohl kein Zufall, daß Buttermilch und rohem Sauerkraut eine schöne Haut nachgesagt wird. Beides strotzt vor Milchsäurebakterien.


tldr: den Zuckerspiegel niedrig halten, Darmflora pflegen wie einen Kräutergarten. Rohes Sauerkraut alle paar Tage essen.

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Oberleerer 11.01.2018, 10:00
7.

Zitat von mankannnurstaunen
Was jedenfalls gute Dienste leistet: Heilerdemasken, ganz simple Heilerdemasken mit Wasser angerührt 2-3 mal wöchentlich und weitestgehender Verzicht auf Zucker und Milchprodukte, es sei denn, sie sind gesäuert, wie z.B. Kefir. Viel Gemüse, weniger Obst (da viel Fruchtzucker, der die Entzündungswerte steigen lässt),
Ganz genau. Wobei der normale Joghurt m.M. ziemlich tot ist und Zucker enthält.
Mit externen Dingen gegen die Symptome (Salben) hatte ich stets wenig Erfolg. Heilerde kann ich mir aber vorstellen, könnte die Bakterienkulturen auf der Haut richtig aufbauen.

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Iggy Rock 11.01.2018, 10:02
8. Nur die halbe Wahrheit

scheint sich in dem Bericht wiederzufinden. Aknegeplagte haben oft nicht nur eine Verhornungsstörung, sondern zugleich durch Hormonwirkung hyperaktive Talgdrüsen. Es ist das eigene Hautfett, dass die Verhornung begünstigt. Patscht man in so einem Fall mit leicht fettigen Händen ins Gesicht, hat man eine wunderbare Methode um Pickel zu züchten. Alternativ bietet sich dafür auch komedogene Creme an, was fast auf sämtliche Hautcremes zutrifft.
Dass zusätzliche Bakterien an den Händen Akne fördern können, weiß wohl jeder, der davon geplagt ist. Auch wenn es in diesem Artikel anders suggeriert wird, fettige Haut, die wie erwähnt bei Aknepatienten häufig zu finden ist, verliert durch das Fett ihren natürlichen Säureschutzmantel. Die Folge ist wirklich eine größere Empfindlichkeit gegenüber Bakterien von außen, egal woher die kommen.

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lachina 11.01.2018, 11:42
9.

Meine persönliche Beobachtung widerspricht dem Artikel. Will ein Pickel sprießen und ich tatsche daran rum , ist er am nächsten Morgen eine wahre Eiterbeule; lass ich ihn schön in Ruhe und benutze Pickelgel oder ähnliches , heilt er eventuell wieder ab. Zahnpasta wirkt auch - nicht gegen den Pickel, doch sie ist ein Marker, wo ich nicht hinfassen soll.....

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