Forum: Gesundheit
Nach Todesfall: Bayer muss bei Iberogast auf mögliche Leberschädigungen hinweisen
imago/Arnulf Hettrich

Künftig wird der Beipackzettel des pflanzliches Magen-Darm-Mittels um neue Warnhinweise ergänzt. Ausschlaggebend ist ein im Juli publik gewordener Todesfall, der auf die Einnahme von Iberogast zurückzuführen ist.

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hileute 14.09.2018, 17:57
1. ????

Gefährlich für die Leber nur bei Vorerkrankungen? und wenn nein, ab wie viel iberogast ist es denn leberschädigend? muss man da ein Fläschchen am Tag trinken das es schädlich ist oder schaden dann auch die 2-3 Tropfen, die ja eigentlich jeder ab und an bei Magenbeschwerden nimmt, hilft ja auch. Das wird mir jetzt nicht klar aus dem Artikel.

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kiefera 14.09.2018, 18:31
2. Augenmaß

Dieses Mittel ist für mich seit Jahrzehnten ein treuer Begleiter wenn ich ab und zu (3-4 x im Jahr) Magenprobleme habe. Auch meine ganze Familie schätzt dieses. Haben so viele Menschen den ein gesundes Augenmaß verloren im Umgang mit diesen im Grunde genommen guten Helfern, die bei kleinen Wehwehchen einen Arztbesuch vermeiden lassen. Das Wissen um den eigenen Körper ist so verloren gegangen, das sehe ich auch wenn junge Leute keine Ahnung haben, dass auch mal eine Wärmflasche oder eine Tasse Tee helfen kann.... oder mal ein paar Tropfen Iberogast ;-)Ein Versuch ist es allemal wert, bei längeren Beschwerden geht man natürlich zum Arzt.

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hansdampfabcdefgh 14.09.2018, 19:20
3.

Man nimmt "ab und an" mal 2-3 Tropfen? Oder auch gut: "seit Jahrzehnten mein treuer Begleiter". Na, wer es braucht.... Bayer wird sich freuen.... AUTSCH!

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permissiveactionlink 14.09.2018, 19:40
4. Ein reines Naturprodukt.....,

aber deshalb alles andere als gesund ! Schöllkraut ist eine, nun ja, Giftpflanze aus der Familie der Mohngewächse. Sie enthält vorwiegend in dem orangegelben giftigen Milchsaft bis zu zwanzig verschiedene Alkaloide, die im Winter im unterirdischen Rhizom gespeichert werden, das dann hoch(!)giftig ist. Diese Alkaloide sind es, deren Metabolisierung, sprich Verstoffwechselung in der Leber enorme Probleme machen, da Abbauprodukte vermutlich noch toxischer sind. Schöllkraut wirkt auch leicht zytotoxisch, also zellschädigend. Es ist ja nicht so, dass Iberogast aus dem Verkehr gezogen wird. Es wird nun nur eine Pflicht zu Warnhinweisen im Beipackzettel geben, die sich an Schwangere, Stillende und Patienten mit Leberschäden richten. Das ist keinesfalls Hysterie, sondern Information. Unbelehrbare dürfen sich das Zeug nach wie vor auch als Einlauf rektal gönnen, da gibt es keinerlei Einschränkungen. ;-)

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willibaldus 14.09.2018, 21:47
5.

Ich stehe mehr auf Underberg(tm) sind auch viele Kräuter drin. Natürlich aus kleinen Fläschchen nicht in Massen.

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PRAN1974 15.09.2018, 10:14
6.

Zitat von kiefera
Dieses Mittel ist für mich seit Jahrzehnten ein treuer Begleiter wenn ich ab und zu (3-4 x im Jahr) Magenprobleme habe. Auch meine ganze Familie schätzt dieses. Haben so viele Menschen den ein gesundes Augenmaß verloren im Umgang mit diesen im Grunde genommen guten Helfern, die bei kleinen Wehwehchen einen Arztbesuch vermeiden lassen. Das Wissen um den eigenen Körper ist so verloren gegangen, das sehe ich auch wenn junge Leute keine Ahnung haben, dass auch mal eine Wärmflasche oder eine Tasse Tee helfen kann.... oder mal ein paar Tropfen Iberogast ;-)Ein Versuch ist es allemal wert, bei längeren Beschwerden geht man natürlich zum Arzt.
Ja und wo ist jetzt genau Ihr Problem? Sie können das Zeug weiterhin schlucken, denn es wurde nicht verboten und ist weiterhin rezeptfrei erhältlich. Nur falls Sie irgendwann Leberprobleme bekommen sollten, waren Sie gewarnt.

Aus meiner Sicht ist das eine weitere Warnung, dass man bei pflanzlichen Mitteln vorsichtig sein sollte. Was pflanzlich ist, muss noch lange nicht besser sein als ein chemisches und in aufwendigen Studien getestetes Medikament. Angesichts des Todesfalls ist Bayer eigentlich noch gut bedient, dass sie nur einen Warnhinweis aufnehmen müssen. Ich habe das Mittel noch nie gebraucht und werde es nach diesem Artikel sicher auch in Zukunft nie nehmen.

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ruhepuls 15.09.2018, 11:59
7. Die Dosis macht das Gift...

Es ist ja nichts Neues, dass praktisch jede Substanz giftig sein kann - wenn man genug davon nimmt. Insofern ist das hier also weder etwas Ungewöhnliches, noch etwas Aufregendes...
Aber es ist gut, dass auf ein potentielles Risiko hingewiesen wird, da leider viele Menschen denken: "Was Pflanzliches KANN ja nicht schaden" - und gehen entsprechend leichtfertig damit um. Wer sich täglich seine Dosis Schöllkraut reinzieht, muss mit Nebenwirkungen rechnen, genau wie bei anderen Magenmitteln auch.

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kumi-ori 15.09.2018, 15:08
8.

Zitat von kiefera
Dieses Mittel ist für mich seit Jahrzehnten ein treuer Begleiter wenn ich ab und zu (3-4 x im Jahr) Magenprobleme habe. Auch meine ganze Familie schätzt dieses. Haben so viele Menschen den ein gesundes Augenmaß verloren im Umgang mit diesen im Grunde genommen guten Helfern, die bei kleinen Wehwehchen einen Arztbesuch vermeiden lassen. Das Wissen um den eigenen Körper ist so verloren gegangen, das sehe ich auch wenn junge Leute keine Ahnung haben, dass auch mal eine Wärmflasche oder eine Tasse Tee helfen kann.... oder mal ein paar Tropfen Iberogast ;-)Ein Versuch ist es allemal wert, bei längeren Beschwerden geht man natürlich zum Arzt.
So ist es wohl auch gedacht. Nur im Falle, dass Sie Probleme mit der Leber haben sollten, sollten Sie auf Schöllkraut verzichten. Wenn jemand schwanger ist oder stillt, sollte sie ganz generell auf Medikamente verzichten, soweit das möglich ist. So stand es ja auch in der alten Packungsbeilage, mit dem Hinweis, dass Probleme bis jetzt mit Iberogast nicht bemerkt worden seien (Arzneimittelstudien mit Schwangeren/Stillenden sind so gut wie unmöglich, erst recht, wenn es sich um ein im Grunde nicht behandlungspflichtiges Leiden geht). Der Hinweis wurde verschärft, aber an der Tatsache hat sich anscheinend nichts geändert.

Ganz generell muss man bei jedem Medikament, das nicht lebensnotwendig ist, sondern nur die Befindlichkeit verbessert, für sich selbst abwägen, wie weit man eventuell Schäden in Kauf nimmt. Das gilt von Aspirin bis Bullrich-Salz. Ich finde diese Nachricht nicht spektakulär.

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ingnazwobel 15.09.2018, 20:52
9.

Zitat von willibaldus
Ich stehe mehr auf Underberg(tm) sind auch viele Kräuter drin. Natürlich aus kleinen Fläschchen nicht in Massen.
Das bringt mich gerade nach einem umfagreichen Essen auf eine Super Idee, allerdings schnenke ich mir jetzte ein Vecchio Amaro del Capo ein auf dem Gefrierfach, leider gibt es den in Deutschland kaum bzw. nur online oder im Spezialhandel. - ... und weg ;-)

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