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"One Touch Verio Pro": US-Firma ruft Blutzuckermessgerät zurück
ddp

Diabetiker müssen sich auf ihre Blutzuckermessgeräte verlassen können. Jetzt ruft der US-Konzern Johnson & Johnson weltweit zwei Millionen Geräte der Marke "One Touch" zurück. Erst im Februar hatte das Unternehmen künstliche Hüftgelenke vom Markt genommen.

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auslandsflüchtling 25.03.2013, 19:12
1. Soll ich nun oder doch nicht?

Könnt Ihr denn nicht ähnliche Artikel von irgend jemandem gegenlesen lassen, der wenigstens eine Oma mit Diabetes in der Verwandschaft hat?
Das fängt bei der Bildunterschrift "Insulin-Injektion: Rückruf als Vorsichtsmaßnahme" an. Der werte Schreiberling hat ja offensichtlich noch nicht einmal den Unterschied zwischen dem Messen des Blutzuckerspiegels und einer Insulin-Injektion erkannt. Der mehr als extreme Wert von 1024 mg/dl bedarf wohl auch einer weiteren Erörterung. Ad hoc würde ich vermuten, dass jemand bei diesem Wert nicht mehr in der Lage ist, überhaupt etwas zu messen.
Ich habe so ein Gerät und weiß nach Lesen des Artikels noch immer nicht, ob ich der Rückrufaktion Folge leisten soll.

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kanalratz 25.03.2013, 19:50
2. Seltsam!!!

Zitat von sysop
Diabetiker müssen sich auf ihre Blutzuckermessgeräte verlassen können. Jetzt ruft der US-Konzern Johnson & Johnson weltweit zwei Millionen Geräte der Marke "One Touch" zurück. Erst im Februar hatte das Unternehmen künstliche Hüftgelenke vom Markt genommen.
Blutzuckermessgeräte dienen üblicherweise der Selbstkontrolle des Blutzuckers. Ich bin seit Jahrzehnten in der Pflege tätig, kenne aber Blutzuckerwerte von über 600 mg/dl nur vom Hörensagen oder aus der Literatur (was allerdings nichts zu heißen hat!). Schon bei Werten ab 300 bis 500 mg/dl kann es zum diabetischen Koma kommen. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen völlig, dass jemand bei einem Blutzucker von über 1000 mg/dl (!!!) noch in der Lage sein könnte, sich selbst den Blutzucker zu messen. Der / die Betreffende liegt bei einem derartigen Wert schon längst im Koma (PS: Wer kennt Ausnahmen?). Der US-Konzern Johnson bräuchte eigentlich nur die Notärzte zu informieren, sie möchten doch bitte nicht Onetouch verio pro verwenden. Weshalb dann die teure Rückrufaktion? Oder steckt ein anderer Grund dahinter???

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Privatier 25.03.2013, 19:51
3. 1024 -> "BlueScreen"? Da meinte wohl ein Amateur, 10-Bit-Arithmetik würde genügen,

Zitat von sysop
Diabetiker müssen sich auf ihre Blutzuckermessgeräte verlassen können. Jetzt ruft der US-Konzern Johnson & Johnson weltweit zwei Millionen Geräte der Marke "One Touch" zurück. Erst im Februar hatte das Unternehmen künstliche Hüftgelenke vom Markt genommen.
und hat zur Vervollkommenung der Offenbarung seines Unfähigkeit zugleich noch bezüglich der korrekten Behandlung des arithmetischen Overflows versagt. Doppelt crasht es schöner.

Für einige Jahre Verbot, in der Softwareentwicklung "herumzulümmeln", sollte das genügen... ;-)

Aber im Ernst:

Inwieweit das Geräteversagen tatsächlich praxisrelevant ist, dürfte diskutierfähig sein: Im mit extrem hohen BZ-Werten wie 1024 mg/ml einhergehenden Hyperosmolaren Koma dürfte dem Patient die Selbstkontrolle mit dem Gerät kaum noch möglich sein, während Aussenstehende seinen Zustand zwischen Apathie und Koma bereits intuitiv als einen Notfall erkennen werde.

MfG

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Rainer Helmbrecht 25.03.2013, 19:55
4.

Zitat von auslandsflüchtling
Könnt Ihr denn nicht ähnliche Artikel von irgend jemandem gegenlesen lassen, der wenigstens eine Oma mit Diabetes in der Verwandschaft hat? Das fängt bei der Bildunterschrift "Insulin-Injektion: Rückruf als Vorsichtsmaßnahme" an. Der werte Schreiberling hat ja offensichtlich noch nicht einmal den Unterschied zwischen dem Messen des Blutzuckerspiegels und einer Insulin-Injektion erkannt. Der mehr als extreme Wert von 1024 mg/dl bedarf wohl auch einer weiteren Erörterung. Ad hoc würde ich vermuten, dass jemand bei diesem Wert nicht mehr in der Lage ist, überhaupt etwas zu messen. Ich habe so ein Gerät und weiß nach Lesen des Artikels noch immer nicht, ob ich der Rückrufaktion Folge leisten soll.
Man glaubt ja nicht, dass Diabetes zu den bekanntesten Alters- Krankheiten gehört. Ich ärgere mich seit Jahrzehnten über die Blutzucker Untersuchungen die in Apotheken beworben und durchgeführt werden. Dort ist offensichtlich nicht bekannt, wie so eine Kontrolle erfolgen soll. Man frühstückt ganz normal, wie man es immer macht, wartet ca 2 Std und macht dann den Test.

Üblicher Weise kommen die Leute nüchtern und machen dann, den Test und sind hoch erfreut dass das Ergebnis so gut ist. Es kann doch nicht so schwer sein, das Personal einzuweisen, damit der Test sinnvoll ist;o).

MfG. Rainer

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Hugh 25.03.2013, 20:00
5. Keine Ahnung

Zitat von auslandsflüchtling
Könnt Ihr denn nicht ähnliche Artikel von irgend jemandem gegenlesen lassen, der wenigstens eine Oma mit Diabetes in der Verwandschaft hat? Das fängt bei der Bildunterschrift "Insulin-Injektion: Rückruf als Vorsichtsmaßnahme" an. Der werte Schreiberling hat ja offensichtlich noch nicht einmal den Unterschied zwischen dem Messen des Blutzuckerspiegels und einer Insulin-Injektion erkannt. Der mehr als extreme Wert von 1024 mg/dl bedarf wohl auch einer weiteren Erörterung. Ad hoc würde ich vermuten, dass jemand bei diesem Wert nicht mehr in der Lage ist, überhaupt etwas zu messen. Ich habe so ein Gerät und weiß nach Lesen des Artikels noch immer nicht, ob ich der Rückrufaktion Folge leisten soll.
Ja das hab ich auch gedacht. Über Blutzuckertest reden, aber die Insulininjektion mit einem Pen zeigen. Schlicht Mist.

Aber es wurde ja auch schon mal auf SPON gemeldet, Diabetiker würden Langzeitinsuline einnehmen. Vielleicht der selbe Ahnungslose?

Soweit ich weiß, ist man mit einem Wert von 1024mg/dl schon tot. Zumindest meinte der Arzt in der Notaufnahme, als er mich von fast 900 zurück geholt hat, ich hätte sehr sehr viel Glück gehabt und sei dem Sensenmann gerade eben noch von der Schippe gegangen. Die haben damals drei Tage lang das Wasser und das Insulin regelrecht durch mich durchlaufen lassen.

Und es geht auch zumeist nicht um Essen o d e r Insulin spritzen, sondern
Essen u n d Insulin spritzen, die Messung sagt wie viel. Oder gilt nur wenn man zu niedrigen oder weit zu hohen Zuckerwert hat.

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Rainer Helmbrecht 25.03.2013, 20:08
6.

Zitat von kanalratz
Blutzuckermessgeräte dienen üblicherweise der Selbstkontrolle des Blutzuckers. Ich bin seit Jahrzehnten in der Pflege tätig, kenne aber Blutzuckerwerte von über 600 mg/dl nur vom Hörensagen oder aus der Literatur (was allerdings nichts zu heißen hat!). Schon bei Werten ab 300 bis 500 mg/dl kann es zum diabetischen Koma kommen. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen völlig, dass jemand bei einem Blutzucker von über 1000 mg/dl (!!!) noch in der Lage sein könnte, sich selbst den Blutzucker zu messen. Der / die Betreffende liegt bei einem derartigen Wert schon längst im Koma (PS: Wer kennt Ausnahmen?). Der US-Konzern Johnson bräuchte eigentlich nur die Notärzte zu informieren, sie möchten doch bitte nicht Onetouch verio pro verwenden. Weshalb dann die teure Rückrufaktion? Oder steckt ein anderer Grund dahinter???
Ich habe mit einenem BZ von 600+ angefangen, ohne dass ich das gemerkt hätte, offensichtlich bin ich da nicht besonders empfindlich. Durch Sport und Diät habe ich den BZ auf um die 120 bekommen. Wie das aber so ist, lässt man sich einlullen und kontrolliert nur unregelmäßig. So, dass ich mich mit 350-400 wieder fand, ebenfalls ohne Einschränkungen, keine Kopfschmerzen, kein Schwindel. Nun Kontrolliere ich wieder vorsichtshalber Regelmäßig. Zähme mich beim Essen und treibe wieder mehr Sport. Der BZ liegt nun zwischen 110 und 140. Der Zeitraum in dem ich Zucker hatte liegt bei 22 Jahren.

MfG. Rainer

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Hugh 25.03.2013, 20:13
7. Nich unbedingt richtig

Zitat von Rainer Helmbrecht
Man glaubt ja nicht, dass Diabetes zu den bekanntesten Alters- Krankheiten gehört. Ich ärgere mich seit Jahrzehnten über die Blutzucker Untersuchungen die in Apotheken beworben und durchgeführt werden. Dort ist offensichtlich nicht bekannt, wie so eine Kontrolle erfolgen soll. Man frühstückt ganz normal, wie man es immer macht, wartet ca 2 Std und macht dann den Test. Üblicher Weise kommen die Leute nüchtern und machen dann, den Test und sind hoch erfreut dass das Ergebnis so gut ist. Es kann doch nicht so schwer sein, das Personal einzuweisen, damit der Test sinnvoll ist;o). MfG. Rainer
Nicht unbedingt richtig. Würde ich Ihrer Empfehlung folgen, würde mein Zucker durch die Decke gehen. Nach dem Aufstehen prüfen und die Dawnwave ( regelmäßiger unprovozierter Anstieg des Zuckers in den Morgenstunden zwischen 5-6 und 8-9 Uhr kommt bei ziemlich vielen Leuten vor) erst mal runterspritzen und später frühstücken. Insofern ist der Test so wie Sie ihn beschreiben recht aussagefähig.

Und essen ohne zu spritzen geht für mich im normalen Alttag gar nicht. Nur bei einer längeren Fahrradtour kann (muss) ich essen ohne Ende ohne zu Spritzen, ganz im Gegenteil ich muss die Insulinpumpe um 50% absenken.

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knurpel 25.03.2013, 20:40
8. 1024?!

Also unsere BZ-Geräte im Krankenhaus steigen ab 450 aus, ab da wird nur noch "high" angezeigt. Da ist es schon recht amüsant, diesen Artikel zu lesen. Tja, unsere Kliniken müssen wohl sparen ;-)

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Demokrator2007 25.03.2013, 20:50
9. "Blogwart und Iphone Journalismus"

Zitat von sysop
Diabetiker müssen sich auf ihre Blutzuckermessgeräte verlassen können. Jetzt ruft der US-Konzern Johnson & Johnson weltweit zwei Millionen Geräte der Marke "One Touch" zurück. Erst im Februar hatte das Unternehmen künstliche Hüftgelenke vom Markt genommen.
Ist das jetzt Panikmache oder was????
Wie die meisten hier schreiben ist ein solcher Wert fast schon "eine Nahtoderfahrung".

"Liebe Journalistenmeute" neben eurer heiligen Pressefreiheit die ihr verteidigt als wären das die 10 Gebote, habt ihr durch den Hobbyjournalismus der Iphone-Generation die wesentlich verantwortungsvollere Aufgabe diese Freiheit nicht nur zu wahren sondern auch durch Rechtschaffenheit und Wahrhaftigkeit soweit zu schützen, daß hierdurch keine Schäden angerichtet werden.

Das Gegenteil ist leider oft der Fall. Durch aufgeblasene Artikel habt ihr schon so manche Existenz zerstört und die Gesellschaft unnötig in Angst und Schrecken versetzt. Das sagen teilw. sogar die "Bewahrer eurer Freiheit" die (von mir ungeliebten) Juristen.

Ciao
DerDemokrator

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