Forum: Gesundheit
Panikstörungen: Angst, der alte Gorilla
Manuel Stark

Wenn Isabell nachts aufwachte, überfiel sie oft Todesangst. Zum Schutz vor den Panikattacken schlief sie kaum noch. In einer Therapie lernt die Studentin, dass sie ihre Gefühle steuern kann.

Thorkh@n 07.05.2017, 12:25
1. Das passende ...

... Medikament ist erfreulich schnell verschrieben. Auf einen Therapieplatz aber wartet man ewig. Glück auf jenen, die beides erhalten konnten!

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EU-sucks 07.05.2017, 13:54
2. Hilfe...

...bekommen Betroffene in den BKHs. Wenn der Hausarzt nicht weiterhelfen kann (oder will): selbst einweisen. Nach einem stationären Aufenthalt bekommt man relativ zügig einen ambulanten Therapieplatz. Entweder im BKH oder bei externen Therapeuten*innen. Für Betroffene gilt grundsätzlich: nie aufgeben, immer dranbleiben... dann klappts auch mit einem Therapieplatz.
Und: die Heilungschancen sind sehr gut...

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shooop 07.05.2017, 16:33
3. Therapie + Medikament haben mir geholfen

Das Medikament, um die Auswirkung der bestehenden Problematik erst mal einzudämmen und die Therapie, um zu verstehen, was da passiert, warum es passiert und wie ich mit der Situation und dem Leben umgehe. Der Weg wird kein leichter sein (Zitat Xavier Naidoo), aber es hat sich für mich gelohnt, ihn zu gehen. Selbst wenn ich auch heute nicht frei von Symptomen bin, so hat sich durch die Therapie (tiefenpsychologisch + analytisch) mein Leben enorm verbessert.

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futtereimer 07.05.2017, 23:29
4.

Leider ist es aber so, dass man sehr schnell Antidepressiva bekommt, und die eigentliche Ursache gar nicht bekämpft wird. In sehr, sehr vielen Fällen ist dies nämlich eine Schilddrüsen-Störung (meine Schwester litt seit Jahren über Panik-Attacken, bei dem der Notarzt geholt werden musste), Bekannte von mir auch.
als bei mir (schon lange SD-Patient) Hashimoto festgestellt wurde, und googelte, erkannte ich sehr viele Symptome meiner Schwester, schickte sie zum Endokrinologen....das Ergebnis: 3 cm heißer Knoten, der auf die Luftröhre drückt. Also ist sie nicht "verrückt" oder "eingebildet" "krank", sondern körperlich drückte der Knoten auf ihre Luftröhre. Jetzt ist sie medikamentös eingestellt, und es geht ihr Prima--Null Panikattacken mehr- und auch bei den Bekannten haben sich die Depressionen ( !!!) gelegt ...

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zweimann 08.05.2017, 08:30
5. Biofeedback

Was ich nur jedem wärmstens empfehlen kann ist sich eine Biofeedback-Therapie (NICHT BIORESONANZ!) in der Nähe zu suchen (wird mittlerweile auch in vielen Kliniken in der Psychosomatik angeboten).
Hilft zügig und nachhaltig (dauerhafte Wirkung) und gibt einem Selbstkontrolle und Eigenverantwortung zurück! Man ist nicht mehr ausgeliefert.
Keine Medikamente nötig!
Leider ist diese Methode in Deutschland noch recht unbekannt, während sie in Amerika von Olympiamannschaften angewandt wird; auch um Ängsten, Leistungsdruck vor einem Wettkampf zu begegnen..

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maiclyde 08.05.2017, 10:10
6. Ich kenne das wohl....

die ganze Geschichte ist zu lang. Auslöser war eine Lebensmittelvergiftung im Ausland mit Hyperventilieren, Ohnmacht, Krankenhausaufenthalt und dem Statement des Arztes...... wäre ich körperlich nicht in Top Form gewesen, es wäre anders ausgegangen. Da war ich grad mal 22. Familiäre Begünstigungen gab es. Zunächst Valium von Mama, Besuch beim Neurologen, Arponal und Imap. Und nach 9 Monaten des Leidens die vielleicht wesentliche Entscheidung. So war es kein lebenswertes Leben. Dauernd Medikamente , kaum noch wirklich präsent. Entweder schaffe ich das mit Willenskraft oder das sollte es gewesen sein. Ich begann zu kämpfen..... setzte mich Situationen aus die Angst bereiteten, machte eine Therapie in Bad Dürkheim. Danach ging es mir deutlich besser. Zugegeben, ich habe in der Zeit danach Alkohol als Krücke genutzt. Aber schrittweise stellte sich " Normalität " ein. 8 Jahre nach dem auslösenden Moment fuhr ich wieder an den Ort wo alles begann. Es sollte der Abschluss werden und der Neuanfang. Das alles hat mich und meine Persönlichkeit stark verändert. Und angstfrei bin ich durchaus nicht. Aber es nicht mehr die Angst die mich kontrolliert, ich kontrolliere sie! Und vielleicht war am hilfreichsten die Empfehlung..... Angst ist die Bereitstellung von Energie.... flüchten oder kämpfen..... baue diese Energie ab. Gehe Laufen wenn sie da ist. 34 Jahre später mache ich es noch immer so..... und es funktioniert noch immer. Das Gefühl das Dein Körper ok ist, gibt unheimliche Sicherheit. Ich war bestimmt 80x im KH bei Panikattacken..... aber das letzte Mal ist mind. 25 Jahre her. Man muss wollen, man muss kämpfen, man darf die Auseinandersetzung mit diesen Gefühlen nicht scheuen. Dann schafft man auch den Weg aus dieser Krise!

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lachina 08.05.2017, 13:24
7. Klar sollte sein....

dass eine Panikstörung erst diagnostiziert wird, wenn körperliche Ursachen wie eine Schilddrüsenüberdfunktion ausgeschlossen wurden.
Was auch gerne durchs Raster fällt, sind Medikamentennebenwirkungen. Einige Medikamente - darunter etliche Psychopharmaka haben die Nebenwirkung " Panikattacken und Angstzustände" - ich habe jetzt keine Übersicht gefunden, wird aber im Beipackzettel aufgeführt.

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herrgeisler 09.05.2017, 19:29
8. Hypnose-Therapie

Kann als erfahrener Heilpraktiker für Psychotherapie immer wieder bei Ängsten zuallererst Hypnosetherapie empfehlen. Hilft in den meisten Fällen, sobald man sich auf die Hypnose einlassen kann, in wenigen Sitzungen.
Leider zahlt die Kasse ungern.

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