Forum: Gesundheit
Pharmazahlungen an Ärzte: Patienten brauchen echte Transparenz
Ivo Mayr/ Correctiv

Die Pharmabranche spricht von konsequenter Transparenz aber schweigt über einen Großteil des Geldes, das sie Ärzten und Kliniken zahlt. Der Gesetzgeber sollte endlich für Klarheit sorgen - im Interesse der Patienten.

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franxinatra 14.07.2017, 10:50
1. So lange meinem Hausarzt weniger als einem Heilpraktiker...

zum Leben übrig bleibt wünsche ich mir eher so eine ethische Transparenz bei Abgeordneten; aber Ärzte-Bashing ist ja immer wirksam als neidhammer; seit ich auf einen Tierarzt für unsere pelzigen Lieblibnge angewiesen war habe ich jedenfalls dazugelernt, was eine medizinische Versorgung wert ist...

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hermanngaul 14.07.2017, 10:55
2. nicht einen Euro

habe ich von Pharmafirmen bekommen. Denoch möchte ich nicht meine Daten einem privaten Unternehmen für eine Datenbank geben. Daraus abzuleiten, dass man sich in der Masse versteckt ist schon sehr weit aus dem Fenster gelehnt und spricht nicht für saubere journalistische objektive Arbeit. Es ist ebenso tendenziös wie manche Arztkollegen, die sich gerne einladen lassen.

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sir wilfried 14.07.2017, 10:57
3. Selbstbedienungsladen

Unser Gesundheitssystem ist ein Selbstbedienungsladen für Pharmakonzerne, Apotheker, Krankenversicherer und ein ganzes Ministerium, das seit Jahrzehnten nur für ständig steigende Belastungen sorgt.
Warum sind die Kosten in anderen Industriestaaten nicht mal halb so hoch? Sind die Menschen dort gesünder oder klappt die Korruption dort nicht so reibungslos?

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marcaurel1957 14.07.2017, 11:00
4.

Die Angelegenheit ist inzwischen abgedroschen und sollte nicht in jedem Sommerloch erneut exhumiert werden.

Natürlich wurden die Ärzte in den 80 und 90 Jahren flächendeckend mit Wohltaten, von Reisen bis hin zu Uhren bedacht. Seitdem ist dies massiv zurückgegangen. Praktisch alle Pharmaunternehmen gegen heute kaum noch Kugelschreiber und Blöcke ab.

Was es noch gibt, sind Einladungen zu Fortbildungsveranstaltungen, diese aber weder im 5 Sterne Hotel noch im Ausland. Weiterhin gibt es direkte Zahlungen für Studien und Vortragshonorare.

Es mag Einzelfälle geben, wo gegen den Kodex und Gesetze verstoßen wird, dies gibt es aber überall wo Menschen tätig sind und rechtfertigt keine Hexenjagd.

Als Arzt würde ich mich weigern, sinnvolle und gesetzeskonforme Zahlungen zu veröffentlichen, da ich keine Lust hätte, mich vor jedem unwissenden Schrat zu rechtfertigen

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dialogischen 14.07.2017, 11:01
5. Maßlos

Wenn mein Klempner eine Fortbildung von Junkers besucht, der Waschmaschienenverkäufer mit Miele essen war, mein Architekt den Anbau meines Dachdeckers geplant hat, stellen die das auch nicht in eine Beziehungsdatenbank ein, um Schreiberlinge zu befriedigen.
Ich empfinde es als maßlose und tumbe Hetze, wie Sie Zusmmenarbeit zwischen Industrie und Arzt als generell und regelmäßig korruptionsverdächtig verhetzen.

Glauben Sie ernsthaft, dass die Pharmaindustrie nur aus rückgratlosem Geschmeiss besteht, das sich von korrupten Luschen Expertise oder Umsatz kaufen müsste?
Wo bleiben denn ihre Recherchen zu den Profiteuren der Rabattverträge, wo Kassenbonzen wissentlich Medikamentenmüll u.a. bei Schilddrüsenhormonen für die Verordnung an den Kassenpatienten bestimmten?

Wo bleiben Ihre Recherchen über den "Umgang" mit 85% der Kassenausgaben, die nicht für Arzneimittel ausgegeben werden?
Wo sitzt denn Korruption wenn nicht dort, wo Einzelne über viel Geld anderer Leute verfügen dürfen? Aber da kneift das, was einst Der Spiegel war, feige und journalistisch unredlich.

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!!!Fovea!!! 14.07.2017, 11:03
6. Klar legen die Ärzte das nicht offen,

sonst könnten die nicht ständig über zuwenig Geld jammern, da angeblich die Budgetverhandlungen mit den Krankenkassen immer negativ ausfallen.

Daher verstehe ich das Ärztebashing sehr wohl....

Gestern wurde doch ein Arzt aus Darmstadt in Frtankfurt angeklagt, da er doppelt abkassierte, indem er den Patienten Privatrechnungen stellte, die eigentlich von der Krankenkasse ebenso beglichen wurden.

Aber die armen Ärzte, die ständig zu wenig Geld verdienen, aber Ige-Leistungen wie Sand am Meer verkaufen....., Kassenpatienten auflaufen lassen, da sich mit Privatpatienten mehr Geld machen lässt.

Ach die armen Ärzte, ich habe auf jeden Fall noch keinen verarmten Arzt kennen gelernt.

(so, jetzt darf das Patientenbashing beginnen!)

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urbanism 14.07.2017, 11:06
7. wo ist hier der Unterschied zwischen Arzt und Politiker?

Komisch bei Ärzten brauche ich per Gesetz echte Transparenz hinsichtlich Lobbyistischer Gefälligkeiten und bei unseren Landtags und Bundestagsabgeordneten nicht???!! Mich würde als Bürger vielmehr interessieren welche Gefälligkeiten unsere Politiker für ihre Wohlgesonnenheit bekommen. Ob der Arzt mir jetzt vom Pharmakonzern A oder B die Medikamente verschreibt ist mir persönlich egal, Hauptsache sie helfen

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Amiodaron 14.07.2017, 11:07
8. Heuchelei

Transparenz einfordern und dann die Ärzte, die sich dieser Transparenz verpflichtet haben, mit einer mehr als tendenziösen Berichterstattung an den Pranger stellen. Top-Journalismus! Wieviele Auto-Journalisten lassen denn eigentlich den Kofferraumdeckel vor einem Test offen? Wie viele Lobbyisten arbeiten denn unseren Politikern zu? Ich kann dieses ewige Ärzte-Bashing nicht mehr hören. Lasst euch mal was anderes für euer Sommerloch einfallen! Bitte!!

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soundwaves 14.07.2017, 11:08
9. Bevor das passiert...

Zitat von franxinatra
wünsche ich mir eher so eine ethische Transparenz bei Abgeordneten;
... lernen Schweine fliegen.

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