Forum: Gesundheit
Prothesen aus dem 3D-Drucker: Ein neues Bein für Joan
Jelca Kollatsch

30 Millionen Menschen in Entwicklungsländern brauchen eine Prothese oder ein anderes orthopädisches Hilfsmittel. Kann ihnen 3D-Technologie helfen?

w.diverso 31.12.2017, 12:38
1. Wieder mal ein komplett falscher Ansatz.

Der Bau von Schäften für Beinprothesen ist mit wenigen Hilfsmitteln (aber dafür mit viel Erfahrung) auch in Entwicklungsländern möglich. Es gibt dort auch genug manuell sehr geschickte Menschen denen es mit etwas Schulung möglich sein sollte billige Prothesen herzustellen. In Ländern in denen die normale Bevölkerung keine, oder fast keine Steuern oder andere Abgaben zahlt, dort ist es noch wichtiger, dass medizinische Hilfe möglichst wenig kostet. Außerdem sollten die Prothesen auch noch möglichst wenig Service brauchen. Ein C-Leg von Otto Bock ist dort weder finanzierbar noch servicierbar. Der Einsatz von 3D-Druckern ist dort auch eine sinnlose Sache. Die Teile sind entweder von der Festigkeit oder der Genauigkeit nicht zu verwenden, oder sie werden sehr teuer. (und ich weiss wovon ich da rede) Lasst die Leute in Entwicklungsländern doch mit Harz, verschieden Geweben, Gips, Öfen und vielleicht noch Vakuumpumpen die Schäfte herstellen. Die Prothesen selber können sicher mit einfachen Werkzeugen im Spritzgussverfahren auch in nicht hoch entwickelten Ländern um einen vernünftigen Preis hergestellt werden. Auf jeden Fall sollten die Prothesen ohne Elektronik auskommen. Sehr wichtig wäre auch die Schulung der Chirurgen, dass die bei Amputationen die richtige Technik anwenden. Abschließend möchte ich noch sagen, dass der Herr Breitegger zwar einen schön anzusehenden Artikel geschrieben hat, aber das Thema scheinbar nicht ganz begriffen hat.

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