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Psychologie: Wie kranke Haustiere ihre Besitzer belasten
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Wenn Hund oder Katze krank sind, leiden Frauchen und Herrchen mit. Die Belastung könne zu Stress und Depressionen führen, schlussfolgern Forscher aus einer Umfrage unter Haustierbesitzern.

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Cyman 19.09.2017, 18:00
1.

Leider wahr. Als meine Katze krank war, war es eine echte Belastung: Ich konnte nicht ruhig schlafen, ich war ständig gestresst und fühlte mich zudem schlecht, weil ich sie einerseits nicht leiden lassen wollte, andererseits insgeheim hoffte, dass ich sie nicht einschläfern lassen muss - was letztlich jedoch nicht zu umgehen war.

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maneater 19.09.2017, 18:34
2. Hund krank - Mensch zumindest angeschlagen

Ergebnis der Studiengang kann ich bestaetigungen: habe einen Chow Chow, der regelmaessig unter Hautproblemen leidet.
Die Hilfe des Vet. beschraenkt sich auf konventionelle Behandlung, die meinen Hund schon kurzfristig inkontinent werden liessen.
Also wird viel ausprobiert. Schlaegts an, steigt die Stimmung, zeigt es wenig Wirkung geht das Stimmungsbarometer nach unten.

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leeberato 19.09.2017, 20:09
3. etischler,

den Realismus, den Sie fordern, fehlt Ihnen selbst. Es gibt viele Menschen (mich inbegriffen), die eine tiefe, emotionale Bindung zu Tieren aufbauen können und aus diesem Grund mit den Tieren mitleiden und um sie trauern. Und all diese Menschen bezeichnen Sie als realitätsfern? Fassen Sie sich mal an die eigene Nase. Wenn Sie etwas nicht verstehen oder nachvollziehen können sie nicht immer die anderen daran schuld.

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3daniel 19.09.2017, 20:31
4. Wir haben selber zwei Zwergpudel

Ja ich hätte mir das in meine kühnsten Träumen nicht vorstellen können (sind unsere ersten Hunde) sie sind Familienmitglieder. Sie sind jung, drei und vier Jahre alt, aber wenn ihnen etwas passieren sollte OMG ich weiss nicht was dann passiert. Ein Jäger, ein Landwirt, ein Förster sieht vielleicht in einem Hund einen "Gegenstand" aber Otto Normalverbraucher sieht in ihm einen Gefährten der bedingungslos liebt und geliebt werden will. Um allen Vorurteilen vorzubeugen, wir haben auch eine Tochter sind also nicht kinderlos und deshalb auf "Kinderersatz" aus.

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Gertrud Stamm-Holz 19.09.2017, 20:35
5. ernsthaft?

Zitat von etischler
Wenn Menschen ihr Tier an Kindes statt sehen, kann dies sehr wohl belastend sein.
Ich habe meinen Kater mit einem Tumor im Gehörgang gehen lassen müssen. Operativ war da nix zu machen, man hätte ihm das halbe Gesicht entfernen müssen. So ein Szenario ist belastend. Auch wenns "nur" eine Katze ist.
Hätten Sie Tiere, Sie würden feine Unterschiede machen. Man muss verschiedentlich bittere Wege gehen, ohne sich die Frage nach Geld zu stellen. Manches muss sein und man macht es.
Ein solcher Verlust tut natürlich weh, ich hab mir bittere Vorwürfe gemacht. Wochen zu sitzen und zu beobachten, geht es noch? Wirds kritisch? Ist es palliativ noch zu bewerkstelligen? Das ist purer Stress. Man will nix falsch machen und natürlich leidet man. Auch und wegen der leidenden Katze.
Leute Ihres Schlages scheinen das nicht verstehen zu wollen.
Er liegt nach der Kremierung in einem Sammelgrab auf dem Tierfriedhof. Die Abdeckerei hab ich ihm erspart.

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MissMorgan 19.09.2017, 20:42
6. Sich darüber zu echauffieren, dass

jemand seinen langjährigen Begleiter vermisst ist menschlich so minderwertig, dass man darüber gar nicht reden mag. Haben Sie, etischler, eine Ahnung, wie viele Menschen diese Dame enttäuscht haben - vielleicht auch die eigenen Kinder -, wie treu der Pudel war, wie lange der Hund die Frau seelisch unterstützte?

Und um auf den Artikel zurück zu kommen, selbstverständlich leiden Besitzer mit. Ich bin froh, dass mein Feld-Wald-Wiesentierarzt sehr realistisch ist und klare Vorstellungen von zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten hat.

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ardbeg17 19.09.2017, 21:20
7.

Viele Tiere, speziell Hunde, die im Haus Leben, sind Familienmitglieder. Selbst wenn sich alle bewusst sind, dass es sich nicht um einen Menschen handelt, gibt es eine emotionale Bindung zu diesem Rudel-Mitglied. Und es ist ja wohl völlig normal, dass sich Mensch um die Mitglieder seiner Sippe sorgt. Mich hinterlässt der Artikel daher mit einem Fragezeichen. Und dass der Tierarzt einen Seelenklempner vermitteln soll, finde ich auch befremdlich.

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rwweide 19.09.2017, 22:33
8. Schwieriges Thema

Bin auch Hundebesitzer und meine Hündin war auch schon krank und ich war total fertig. Ich denke das Ganze liegt daran, dass man einfach eine enge Verbindung mit dem Haustier eingeht und im Gegensatz zum Menschen, kann das Tier nicht selbst verantwortlich sein für sich, also übernehmen wir eigentlich eine noch höhere Verantwortung dem Tier gegenüber, da es auf uns fixiert ist und von uns abhängig ist. Der Mensch selbst kann denken und autonom sein und sich somit eher selbst helfen oder ist verantwortlich für sich selbst. Auf jedenfall ist ein Haustier eher geduldig, verzeiht schneller, ist treuer als viele Menschen, deshalb kann ich diese innige Verbindung von Haustierbesitzer zu ihren Tieren sehr gut verstehen. Ich hoffe, dass meine Hündin noch viele Jahre mich begleidet, leider ist sie auch schon 13 Jahre alt.

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hubie 20.09.2017, 23:22
9. als unser Hund eingeschläfert wurde...

Traf mich das wie ein Schock. Am studieren in einer amderen Stadt aber der Hund, den hatte ich seit meinem 9ten Lebensjahr um mich. 3 Tage bevor es geschah riefen meine Eltern mich an und ich habe mich überwunden nach Hause zu reisen und die letzten Stunden mit ihm zu verbringen.
Mit 26 Jahren musste ich (Gott sei Dank?) noch nichts schwereres durchstehen. Mein älterer Bruder brachte die Kraft nicht auf zu kommen. Ich hatte eine tiefe Verbindung zu unserem Hund, meine Eltern auch. Wir haben alle sehr getrauert und seine Asche zwei Wochen später in seinem Lieblingswald (denke mal er war es...) verstreut mit Rosen. Klar sind wir als Kinder der Lebensmittelpunkt unserer Eltern, und der Tod der Eltern wird mich wohl viel stärker treffen. Aber ab einem gewissen Grad der Zuneigung und der Trauer, da ist es einfach sehr schwer und traurig.
Menschen, die das nicht nachvollziehen können (müssen es ja selbst nicht so sehen, aber nachvollziehen ist was anderes), die haben aus meiner Sicht einfach kein tieferes Gespür für emotionale Bindungen. Wertungsfrei - damit lässts sich auch leben. Und ich rede hier nicht von Psychopathie oder dergleichen, sondern einfach von emotional oberflächigeren Personen.

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