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Stiftung Warentest: Prüfer bewerten nur drei Verhütungs-Apps als "gut"
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Frauen können sich bei der Berechnung ihrer fruchtbaren Tage von Apps unterstützen lassen. Stiftung Warentest hat 23 Anwendungen überprüft: Mehr als drei Viertel davon fielen im Test durch.

B. Hoffrich 21.11.2017, 13:42
1. Müsste doch wohl Prüferinnen heissen.

Mich würde die Versuchsanordnung auch interessieren. :-)

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Nania 21.11.2017, 13:47
2.

Ich bin nicht überrascht. Jede Frau, die sich auch nur einmal im Ansatz etwas mit Verhütungsmethoden beschäftigt hat, wird darauf stoßen, dass die allermeisten "natürlichen" Verhütungsmethoden nur dann funktionieren, wenn man den eigenen Körper sehr genau kennt und wenn dieser dann nicht heftig auf Einflüsse von Außen, Stress, Krankheit, etc. reagiert.
Auch ist das Risiko einer Schwangerschaft bei diesen Methoden signifikant höher als beispielsweise bei der Pille oder der Anwendung von (Hormon-)Spiralen.
Solche Methoden sind definitiv nichts (!), wenn Frauen jetzt unter keine Umständen schwanger werden möchten. Das Propagieren natürlicher Methoden im Internet (und damit meine ich nicht den obigen Artikel) führt bei jungen Frauen zu Verunsicherung und sorgt für eine misstrauische Einstellung gegenüber gut funktionierenden und sicheren Methoden, wie der Pille. Auch wenn diese natürlich Nebenwirkungen hat, über die frau aufgeklärt werden sollte. Dies heißt aber nicht, dass natürliche Methoden besser wären.

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herwescher 22.11.2017, 08:30
3. Apps zur Verhütung im Smartphone ...

erlauben vollkommen neue Gespräche:
"Was, du bist schwanger, Heike? Hast du etwa die Pille vergessen?"
...
"Nö, Akku war alle ..."

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coyote38 22.11.2017, 08:49
4. Nur mal laut nachgedacht ...

Wenn sich eine "Frau" bei der Verhütung auf eine Smartphone-App verlässt, dann dürfte in dieser Konstellation wohl kaum die App überfordert sein ...^^

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u30 22.11.2017, 10:27
5. Kritisieren Sie die Methode oder die Apps?

Zitat von Nania
Ich bin nicht überrascht. Jede Frau, die sich auch nur einmal im Ansatz etwas mit Verhütungsmethoden beschäftigt hat, wird darauf stoßen, dass die allermeisten "natürlichen" Verhütungsmethoden nur dann funktionieren, wenn man .....
Das die sympto-thermale Methode in etwa so sicher ist wie die Pille darüber gibt es viele Studien und steht ja auch im Artikel geschrieben. Ich kann die Daten wie früher auf ein Blatt Papier schreiben oder in eine App, das ist der einzige Unterschied. Das man die Methode lernen muss sollte klar sein, hierzu gibt es Bücher und Seminare - in denen bekommen Sie dann auch die Information, dass wenn man z.B. Fieber hat man sich natürlich nicht darauf verlassen kann, dass man einen Eisprung hatte -> ergo zusätzliche Verhütung. Auch hormonelle Verhütung kann im übrigen durch Krankheiten unwirksam sein. Wenn eine junge Frau unter keinen Umständen schwanger werden möchte sollte sie keinen Sex haben.

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3-plus-1 22.11.2017, 10:35
6.

"Verhütungs"-Apps sind ein Tool für Paare, die Nachwuchs wollen aber noch ein paar Mal Verkehr haben möchten ehe sich die Schwangerschaft einstellt. Also die, die nach der Übereinkunft "Ja, wir wollen Kinder" nicht nur noch einmal Sex haben möchten, der direkt in die Schwangerschaft führt.

Dafür taugt das. Aber mit Verhütung hat dieses Verhalten nichts zu tun, denn laut Pearl-Index kann man hier binnen eines Jahres immer mit einer Schwangerschaft rechnen (vorausgesetzt beide Partner sind gesund).

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Nania 22.11.2017, 13:40
7.

Zitat von u30
Das die sympto-thermale Methode in etwa so sicher ist wie die Pille darüber gibt es viele Studien und steht ja auch im Artikel geschrieben. Ich kann die Daten wie früher auf ein Blatt Papier schreiben oder in eine App, das ist der einzige Unterschied. Das man die.....
Gerade der Zyklus junger Frauen ist häufig sehr unregelmäßig und damit schwer vorhersehbar. Sicherlich, bei korrekter Anwendung können solche Methoden halbwegs sicher sein, sie sind aber definitiv nicht zu empfehlen, wenn man definitiv nicht schwanger werden möchte. Die Pille ist da sicherer und einfacher zu handhaben, weil es dafür nicht nötig ist, Zervixschleim und Temperatur zu begutachten und zu bewerten.
Ich persönlich würde keiner Frau, die eine Schwangerschaft nicht in Kauf nehmen möchte, dazu raten, eine solche Methode anzuwenden. Auch würde ich jungen Frauen oder Frauen mit unregelmäßigem Zyklus davon abraten. Die Fehleranfälligkeit ist da einfach zu hoch.

In letzter Instanz muss das aber jeder für sich entscheiden.
PS: Krankheiten selbst machen die Pille nur dann "unwirksam", wenn sie mit Durchfall und Erbrechen einhergehen. Dabei geht es dann auch nicht um die Krankheit selbst, sondern darum, dass die Wirkstoffe durch den Durchfall/das Erbrechen nicht korrekt aufgenommen werden. Die Nahme von (speziellen) Antibiotika ist natürlich auch ein Problem, aber auch hier ist es nicht die Krankheit als solche. Eine Krankhei, die die Pille direkt beeinflusst, ist mir derzeit nicht bekannt. Krankheiten, die den Zyklus verändern, gibt es jedoch einige.

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Nania 22.11.2017, 13:40
8.

Zitat von 3-plus-1
"Verhütungs"-Apps sind ein Tool für Paare, die Nachwuchs wollen aber noch ein paar Mal Verkehr haben möchten ehe sich die Schwangerschaft einstellt. Also die, die nach der Übereinkunft "Ja, wir wollen Kinder" nicht nur noch einmal Sex haben möchten, der direkt in die Schwangerschaft......
Nur so nebenbei: man kann auch während einer Schwangerschaft Sex haben...

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u30 23.11.2017, 10:43
9. Kennen Sie die Methode?

Zitat von Nania
Gerade der Zyklus junger Frauen ist häufig sehr unregelmäßig und damit schwer vorhersehbar. Sicherlich, bei korrekter Anwendung können solche Methoden halbwegs sicher sein, sie sind aber definitiv nicht zu empfehlen, wenn man definitiv nicht schwanger werden möchte. Die Pille ist da sicherer und einfacher zu handhaben, weil es dafür nicht nötig ist, Zervixschleim ......
Haben Sie sich mit der sympto-thermalen Methode (z.B. sensiplan) auseinandergesetzt? Es scheint mir nicht so. Sie ist durch das Temperaturmessen gerade auch für Frauen mit unregelmässigem Zyklus geeignet - die müssen nur einen längeren Zeitraum vor dem erwarteten Eisprung zusätzlich verhüten. Und auch hier gibt es ja eine Angewöhnungsphase von einem Jahr, es ist ja nicht so als würden sie gleich ohne Gummi poppen. Ich finde es schlimm, dass Sie empfehlen, dass bei Mädchen bei denen sich der Zyklus noch nicht richtig eingependelt hat gleich mit Hormonen eingegriffen werden soll, denn die unterdrücken den Zyklus komplett. Ein Mädchen kann ihren Körper so gar nicht kennenlernen. Nochmals: laut Studien ist die Pille nur geringfügig sicherer. Und sowohl an das nehmen der Pille als auch an das Messen der Temperatur müssen sie sich erinnern.

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