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Studie: Ärzte verschreiben weniger Antibiotika
DPA

Ob Blasenentzündung oder einfache Erkältung: Antibiotika sind gerne das Mittel der Wahl. Einer aktuellen Studie zufolge greifen Haus- und Kinderärzte inzwischen aber weniger oft zum Rezeptblock.

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bumminrum 07.10.2014, 16:26
1. die geringer Antibiotika

Menge wird heute ausreichend über Schweine- und Hühnerfleisch ausgeglichen.

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CancunMM 07.10.2014, 18:38
2.

Naja man sollte sich auch mal fragen ob es sinnvoll bei Arzneimittelbudgets ist, dass ein Cephalosporin oder Makrolid günstiger ist als ein Peniciliinabkömmling.

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Pixopax 07.10.2014, 18:41
3.

Ich kenne viele Eltern, die bei jedem Husten zum Arzt rennen, die Mehrzahl davon besteht dann auf Antiobiotika, auch wenn diese da oft nichts bewirken. Meine Schwägerin (Arzttochter..) gibt den Kindern bei jedem Schnupfen Antibiotika, angeblich hilft das. Die Ärzte verschreiben es wenns gewünscht wird, unglaublich aber wahr. Dass Peniclillin bei Viren nichts bewirkt glauben sie nicht.

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Pfaffenwinkel 07.10.2014, 19:38
4. Hat sich wohl rumgesprochen,

dass man durch den Verzehr von Hähnchen u.ä. genügend Antiobiotika im Körper hat.

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pm22 07.10.2014, 20:47
5.

Trotzdem werden in Deutschland viel zu oft die relativ risikoreichen Antibiotika aus der Gruppe Fluorchinolone"
wie z.B. Ciprofloxacin/Levofloxacin verschrieben.
Aufklärung über die teils massiven möglichen Nebenwirkungen findet so gut wie nicht statt. Am 17.10.2014 um 18.20Uhr kommt im WDR zu diesem Thema eine "Servicezeit Reportage". Die Sendung heisst "Das Antibiotika-Risiko" und beschreibt Fälle von u.a. massiven Nebenwirkungen (Invalidität) durch Fluorchinolone.

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LDaniel 07.10.2014, 21:02
6.

Sorry, aber wenn man Cephalosporine schon zu den Reserveantibiotika zählt, muss man sich nicht wundern, wenn die Zahl dort steigt. Das ist nämlich Schwachsinn - und die Hauptursache für das Verschreiben von Cephalosporinen sind vermeintliche, von den Patienten angegebene, Penicillin-Allergien.
Nochmal: Cephalosporine sind Breitbandantibiotika und KEINE Reserverantibiotika. Die fangen bei Carbapenemen an...

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zefixnochamoi 07.10.2014, 21:45
7. Forderung nach Antibiotika

Derzeit ist Erkältungszeit. Lästig, aber harmlos.
Dennoch muss ich mir täglich vielfach den Mund fussselig reden, weil ein Grossteil aller Patienten ganz selbstverständlich davon ausgeht, dass ich deshalb ein Antibiotikum verordne - und entsetzt ist, wenn ich das nicht tue. Das geht bis hin zu wüsten Beschimpfungen, Vorwurf der unterlassenen Hilfeleistung etc.
Es ist unglaublich schwer zu vermitteln, dass Antibiotika eben keine Husten- und Erkältungsmittel sind, sondern kritisch einzusetzende Akutmedikamente für schwere bakterielle Infekte.
Auffällig: der typische Antibiotikaforderer ist jung und männlich.

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jozu2 07.10.2014, 22:26
8. Ein Einsehen?

Jetzt fehlt nur noch, dass sich die Ärzte eine Scheibe von meiner Hausarztpraxis abschneiden: wenn die einen viralen Infekt bei mir finden/diagnostizieren verschreiben die mir ... (Tusch!) ... N I C H T S.
Alle meine vorherigen Ärzte haben mir immer etwas verschrieben, das die Symptome (vielleicht) lindert oder sich beim genaueren Hinsehen als HokusPokus herausstellte, am besten noch aus der homöopathischen Hexenküche. Das alles höchstwahrscheinlich nur, um noch die Rezeptgebühr zu kassieren.

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zefixnochamoi 07.10.2014, 23:38
9. @jozu2:

Ähhm, von was reden Sie da? So etwas wie eine Rezeptgebühr kassiert nur die Apotheke. Aber nicht der Arzt. Ganz im Gegenteil - der muss aufpassen, dass er für Ihre Verordnung nicht in Regress genommen wird.
Aber prinzipiell haben Sie natürlich recht: Der Grossteil aller Empfehlungen bei banalen Erkältungen ist in der Tat Hokuspokus. Der alte Satz "Ohne Medikament 2 Wochen, mit Medikament 14 Tage" ist durchaus stichhaltig. Die klassischen Hausmittel wirken da immer noch am besten. Das scheint nur nicht mehr zum Allgemeinwissen zu gehören.

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