Forum: Gesundheit
Studie zur Notaufnahme: Mehrheit der Patienten ist kein Notfall
DPA

Die Notaufnahmen deutscher Krankenhäuser sind überfüllt. Aber mehr als die Hälfte der Patienten ist dort fehl am Platz, enthüllt eine Studie.

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Frank Zi. 09.11.2017, 18:14
1.

Kann ich bestätigen. Bei uns an der Klinik haben wir schon die Triage eingeführt, ein Ampelsystem, rot, gelb, grün.
Die Grünen können schon mal 20 Stunden warten, wenn das z.B. so ein Kunde ist der Freitags nachts mit Schnupfen in die NA kommt weil nichts tolles im TV läuft.

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007er 09.11.2017, 18:31
2. und Notfälle werden übersehen....

Notfälle werden übersehen, oder abgetan, weil der Warteraum voll ist und soviele meckern. Hätten die Damen und Herren in der Notaufnahme ihren Job korrekt gemacht, wäre meiner Mutter der septische Schock erspart geblieben, dem Gesundheitssystem eine Menge Geld gespart und meine Kinder hätten noch eine Grossmutter. Traurig aber wahr. Die Husten/Fieber/Zecken/blaue Flecken Patienten gehen nach einem EiEiEi nach Hause und sind happy. Die anderen, mit nicht total offensichtlichen 'Leiden' sterben.

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mazzeltov 09.11.2017, 18:32
3.

Zitat von Frank Zi.
Kann ich bestätigen. Bei uns an der Klinik haben wir schon die Triage eingeführt, ein Ampelsystem, rot, gelb, grün. Die Grünen können schon mal 20 Stunden warten, wenn das z.B. so ein Kunde ist der Freitags nachts mit Schnupfen in die NA kommt weil nichts tolles im TV läuft.
Und das diagnostizieren Sie so auf Anhieb, nur vom Angucken? Sofern Sie überhaupt selber gucken, jedenfalls. Dann, und da Sie sich ja offensichtlich sicher sind, ganz ehrlich, können Sie ihm auch sagen: "Sie haben nur einen Schnupfen", und ihn ohne 20 Stunden Wartezeit wieder nach Hause schicken. Mehr Service oder Hilfe hat er von Ihnen anscheinend ohnehin nicht zu erwarten.

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eifrigerleser 09.11.2017, 18:40
4. Das deutsche System in den Krankenhäusern...

grenzt ganz ehrlich an Unverschämtheit. Nicht wegen der Ärzte und des Personals, die sich wirklich Mühe geben. Sondern wegen der Organisation!
Ich habe schon Ambulanzen und Notaufnahmen im Ausland kennengelernt, bei der man selbst als ALLERERSTES SOFORT von einem Sachkundigen nach Schwere eingestuft wird!
Das letzte mal hatte ich nur eine Platzwunde in Australien. Inklusive der Behandlung verbrachte ich nur 30 Minuten im Krankenhaus in der Ambulanz. Auch wurde meine Platzwunde nicht von einem Arzt zugeklebt. Denn die Ärzte haben wichtigeres in einem Krankenhaus zu tun. In Deutschland hätte ich mindestens 4 h dort verbracht.

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Lankoron 09.11.2017, 18:56
5. Es wäre doch einfach,

wenn der allgemeinärztliche Notdienst ein Behandlunszimmer in der NA hätte und eine Anfangsuntersuchung durchführen würde, bzw. wenn die Klinik einen Allgemein- oder Notfallmediziner dort standardmässig installiert und nicht quasi auf "Abruf" bereithält.

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Poco Loco 09.11.2017, 18:59
6. Das Ego setzt sich durch.

Ist ja irgendwie schon ein gesellschaftliches Problem, dass sich Rücksichtslosigkeit und mangelndes Mitgefühl, immer mehr breit macht. Die Leute nehmen sich inzwischen so wichtig, dass sie tatsächlich glauben, sie verdienten immer die größte Aufmerksamkeit die gerade verfügbar ist. So wird die Krankenkasse nicht nur von Pharmakonzernen, defizitären Krankenhäusern und viel operierenden Ärzten geplündert, sondern auch von Patienten die glauben für jedes Wehwehchen zum Onkel Doktor laufen zu müssen, bei maximaler Versorgung versteht sich.

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rstevens 09.11.2017, 19:01
7. Ist nicht gut, liegt aber am Dreckssystem und ich kann es verstehen.

Wenn man als Nicht-Notfall ins Krankenhaus kommt, muss man zwar oft ziemlich lange warten, dafür wird dann aber auch alles gemacht, Laborwerte gibt es sofort oder zumindest schnell. Oft ist auch die Qualifikation der behandelnden Ärzte deutlich höher als bei vielen niedergelassenen Allgemeinmedizinern. Im zweifel wird halt der Facharzt gefragt, der bereits vor Ort ist.

Wie sieht es in der Hausarztpraxis oft aus? Labor kommt im Laufe der Woche. Diagnostik nicht vorhanden, also wird man von Pontius zu Pilatus geschickt. Je nach nötiger Untersuchung dauert es ewig, bis man bei den entsprechenden Fachärzten einen Termin bekommt. Man ist außer bei einem Schnupfen also über Wochen auf jeden Fall einige Male beim Arzt.

Wie gesagt, ich kann bei unserem verkorksten System jeden verstehen, der direkt ins Krankenhaus geht, auch wenn er dort warten muss.

Das Notfallnetz ist auch ein Witz. Je nachdem, an wen man da gerät, wartet man dort und die schicken einen dann auch ins Krankenhaus, wo man dann erneut warten muss.

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th.diebels 09.11.2017, 19:01
8. In jeder Klinik

sollte eine 24-Std-Allgemeinpraxis vor der Notaufnahme installiert werden !
Somit könnten die "echten" Notfälle aussortiert und weitergeleitet werden !

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herm16 09.11.2017, 19:23
9. halt!

hier wird gegen Krankenhäuser gewettert. Das ist falsch, es liegt doch an denen, die unser Sozialsystem schamlos ausnützen. Es bleibt nur eines, Strafzahlung wer wegen Schnupfen, Husten, ins Krankenhaus geht

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