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Therapie gegen Neurodermitis: Raus aus der Juck-Kratz-Spirale
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24 Stunden am Tag quält der Juckreiz: Wer Neurodermitis hat, der leidet. Verschiedene Therapien können helfen, der Spirale aus Jucken und Kratzen zu entkommen. Dabei sollte die Behandlung individuell zugeschnitten sein. Denn nicht alles, was Hilfe verspricht, wirkt auch wirklich.

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PH-sauer 21.05.2013, 10:00
1. Eigene Erfahrung

Zitat von sysop
24 Stunden am Tag quält der Juckreiz: Wer Neurodermitis hat, der leidet. Verschiedene Therapien können helfen, der Spirale aus Jucken und Kratzen zu entkommen. Dabei sollte die Behandlung individuell zugeschnitten sein. Denn nicht alles, was Hilfe verspricht, wirkt auch wirklich.
Ich hatte selbst Neurodermitis, an den Gelenken, seit Jahren ist aber Schluss. Ich habe irgendwann sämtliche Behandlungsmaßnahmen am Ende abgebrochen und folgendes:

- Licht und vor allem Luft sind gut für die Haut. Keine Kleidung tragen, die abschnürt und den Luftaustausch verhindert. Zuhause Jogginghosen tragen ist gut.

- Im Winter Milchprodukte meiden (Frischmilch, Joghurt, Frischkäse, Quark). Nach Erfahrungsaustausch mit andreen Betroffenen, weiß ich das frische Milchprodukte Neurodermitis fördern, komischer Weise im Winter stärker!

- Stressbewältigung und zwar nachhaltige Stressbewältigung ist unerlässlich. Dinge, die einen in der Seele quälen spiegeln sich auf der Haut wider.

- Waschmittel bewußt überprüfen! Eher heiß Wäsche waschen.

- Außerdem glaube ich fest, daß Milben, aufgrund der allergenen Wirkung der Ausscheidungen, bestehende Neurodermitisschübe anheizen. Eine Latexmatratze hilft weiter. Fragen Sie den schwedischen Möbelhändler Ihres Vertrauens nach einer preiswerten neuen Matratze.

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sponegy 21.05.2013, 10:18
2. Juckreiz-mindern

Mich hat es auch fast exakt 18 Jahre meines Lebens geplagt. Zynischer weise war es nach 17 jahren und 9 monaten dann schlagartig vorbei. Während ich circa 12 Jahre lang eine homöopathische Behandlung gemacht habe, in dem sich stetig das Ekzem verringert hat, kam mein Arzt mal auf den Gedanken das "MeineBase" von P. Jentschura aus zuprobieren, da ein Test ergeben hat, dass mein pH-Wert auf der Haut wohl zu gering/hoch war. Nach circa 3 Monaten intensiver Nutzung sah anschließend mein Hautbild vollkommen in Ordnung aus und auch ein erneutes Auftreten blieb aus. Jetzt reicht es in unregelmäßigen Zeiten/nach Bedarf darin zu baden.

Was mir persönlich während der extremen Schreckenszeit geholfen hat, war neben den verbinden der Stellen auch einen Kühlakku nachts immer parat zu haben, um diesen dann auf die juckenden Stellen legen zu können. Das hat für mich auch sehr mindernd gewirkt.

Das einzig "gute", das ich aus der Ekzemzeit mitgenommen habe, ist mich körperlich sehr unangenehmen Situationen aussetzen zu können, ohne dass es mich groß mehr stört. Ob das jetzt positiv oder negetiv ist, muss jeder für sich entscheiden. Aber wer Neurodermitis hat, wird wohl eh eine Masochistische Ader bekommen...

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tomatosoup 21.05.2013, 10:18
3. Heilen können Sie es nicht, aber

... aber deutlich lindern. Einmal im Jahr für sechs Wochen ans Tote Meer.

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markuser 21.05.2013, 10:24
4.

Zitat von PH-sauer
Ich hatte selbst Neurodermitis, an den Gelenken, seit Jahren ist aber Schluss. Ich habe irgendwann sämtliche Behandlungsmaßnahmen am Ende abgebrochen und folgendes: ... - Außerdem glaube ich fest, daß Milben, aufgrund der allergenen Wirkung der Ausscheidungen, bestehende Neurodermitisschübe anheizen. Eine Latexmatratze hilft weiter. Fragen Sie den schwedischen Möbelhändler Ihres Vertrauens nach einer preiswerten neuen Matratze.
Jeder Neurodermitiker reagiert anders. Seitdem ich jegliche Art von Dufstoffen und chem. Aerosolen (Waschmittel, Deo, neue Möbel) meide und immer das Fenster auf habe, habe ich weder Neurodermitis noch Asthma. Musste natürlich extra umziehen, weil meine Nachbarn beide Raucher waren und ich so selten lüften konnte.
Dazu creme ich mich jeden Tag mit einer selbst hergestellten Basiscreme ein. Hat aber auch 24 Jahre gedauert und einige Kuren, Therapien und Ärzte gebraucht bis ich meine eigene Therapie zusammen hatte.

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bully009 21.05.2013, 10:37
5. Wenn man erst mal merkt...

..., dass die Auswirkungen auf der Haut nur ein Symptom sind und die Ursache eigentlich ganz woanders liegt, fällt es einem gleich leichter etwas dagegen zu unternehmen.

Tatsächlich liegt die Ursache der Neurodermitis im Stoffwechsel der nicht vernünftig funktioniert. Ab dem Zeitpunkt wo ich meinen Stoffwechsel wieder auf die Reihe bekommen habe, war auch meine Neurodermitis (sowie größtenteils meine Pollenallergie) weg.

Seit mittlerweile 8 Jahren lebe ich dank Aloe-Vera Trinkgel Beschwerdefrei.

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agua 21.05.2013, 10:49
6.

Vor 13 Jahren fand ich durch einen Zufall heraus,dass bei mir die Beschwerden durch Walnüsse hervorgerufen wurden.Viele Kekse,Schokolade,Müsli und andere Produkte enthalten Spuren von dieser Nussart.Seit 13 Jahren nun Beschwerdefrei kann ich nur schreiben,dass auch die Linderung der Symptome durch Salben ,Cremes oder Öle individuell verschieden sind.Bei mir persönlich provozierte das Auftragen von Ölen den Juckreiz,den gleichen Effekt riefen Salben auf der Basis von Vaseline hervor.Lanolin(Wollfett)und Bienenwachs als Salbengrundlage verschaften mir Linderung.Auch das Waschpulver und das Weglassen von Weichspülern ist nicht unwichtig.Ich kann nur jedem Betroffenen raten,zu beobachten,was die Nahrung betrifft,weil oft sind die Auslöser genau die Produkte,die wir gerne essen .

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Moliugas 21.05.2013, 10:55
7. wichtig ist wohl nur

...dass es keine Basisbehandlung fuer Neurodermitis gibt. Es sind nicht per se die boesen Zusatzstoffe, eine gestoerte Darmflora, falsch abgeleitete Koerperenergien oder die schnelllebige Gesellschaft, die auf die Psysche schlaegt. Genauso wenig gibt es DAS Mittel. Jeder kann sich hier nur fuer sich selber auf die Suche machen. Bei mir hilft z.B.: bei Schueben keine Chips o.Ae., planvoll cremen (3 Mal am Tag immer das Gleiche), mit Omega Fettsaeurencreme als Basipflege, und wenns ganz schlimm ist Tacrolimus im Gesicht und leichte Cortisonsalbe am Koerper. Ins Auge Allergietropfen und Bepanthen Augensalbe rundrum. Wenn kein Schub, dann einfach Urea Creme ins Gesicht. Aber das ist wie gesagt einfach nur mein Erfahrungswert. Bei jemand anders sinds die andern Dinge, die helfen

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windkind 21.05.2013, 11:00
8. Umziehen

kann auch helfen.
Als ich nach 20 Jahren Neurodermitis umgezogen bin, in eine Gegend mit wesentlich besserem und vor allem weicherem Trinkwasser, war ich von einem Tag auf den anderen Beschwerdefrei.
Nach 5 Jahren mit gesunder Haut hat ein Umzug in eine Region mit hartem Leitungswasser (Marke: "Da ist Wasser in meinem Kalk") plötzlich wieder zu Ekzemen geführt.

In den Griff gekriegt habe ich meine Haut dann NICHT durch Kortison oder ähnlichen Mist, sondern mit basischen Pflegeprodukten.

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gnaeuspompeius 21.05.2013, 11:10
9. Gute Erfahrung

Zitat von sysop
24 Stunden am Tag quält der Juckreiz: Wer Neurodermitis hat, der leidet. Verschiedene Therapien können helfen, der Spirale aus Jucken und Kratzen zu entkommen. Dabei sollte die Behandlung individuell zugeschnitten sein. Denn nicht alles, was Hilfe verspricht, wirkt auch wirklich.
Nach dem ergebnislosen Durchprobieren verschiedener Hautärzte und Ansätze haben wir hervorragende Ergebnise mit Protopic erzielt. Nach ca 6 Monaten konsequenter Anwendung nebst Ausschleichen waren die Ekzeme vollständig verschwunden. Allerdings kehrt das Größte nun nach über einem Jahr absoluter Beschwerdefreiheit langsam zurück.

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