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Umstrittenes Lebensmittel: Milch - Lebenselixier oder Krankmacher?
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Milch hat so viele Kalorien, dass sie nicht als Getränk, sondern als Lebensmittel gilt. Daneben liefert sie dem Körper wichtige Nährstoffe und Kalzium. Trotzdem warnen viele vor dem Konsum - zurecht?

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dasfred 31.05.2018, 18:38
1. Endlich mal wieder eine neutrale Zusammenfassung

Für mich gehören Milch und Milchprodukte zu einer ausgewogenen Ernährung. Mir tun Menschen leid, die von Milch ernsthaft erkranken oder genetisch bedingt keine Laktose vertragen. Mir gehen aber Menschen gehörig auf den Senkel, die, ohne je Symptome entwickelt zu haben, fanatisch gegen Milch polemisieren. Ich bin durchaus dafür, die Haltungsbedingungen für Kühe dauerhaft zu verbessern aber dagegen, Milch aus Ideologie zu verteufeln. Die gesundheitsföderlichen Aspekte gerade für Kinder und Jugendliche sind bei ausgewogener Ernährung unbestreitbar.

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timm_staggen 31.05.2018, 18:39
2. Ergänzungen zu Milchqualitätsparametern

In Bezug auf den Abschnitt:
" Ab einem gewissen Zellgehalt bekommt der Betrieb weniger Geld für die Milch; er hat also auch ein wirtschaftliches Interesse daran, dass seine Herde gesund ist. Milch, die stark verkeimt ist, darf nicht verkauft werden. "

Grundsätzlich darf keine Milch von kranken Tieren als Lebensmittel abgeliefert werden. Dazu zählen sowohl die im Artikel zuvor erwähnten Mastitiden, als auch beispielsweise andere systemische Erkrankungen wie Lungenentzündung oder Verletzungen am Euter die die Mich verunreinigen könnten wie Hautläsionen an der Zitze. So mit kann jeder Verbraucher sicher sein keine Milch von klinisch kranken Tieren im Regal des Discounters Ihrer Wahl steht.
Daneben gibt es den Qualitätsparameter des somatischen Zellgehaltes der Rohmilch. Hierbei gibt es zwei zu unterscheidende Varianten der Bewertung: Nach der Bundesmilchgüteverordnung darf die vom Betrieb abgelieferte Rohmilch nur einen fixen Wert im geometrischen Mittel enthalten, darüber erfolgt nicht die Minderauszahlung des Erzeugerpreises - sondern ein Lieferverbot bis zum Nachweis der Wiedereinhaltung des Parameters über Michbeprobungen und Betriebsaudit gemäß des QM-Milch Standards. Daneben gibt es Molkereiindividualle Zusatzvereinbarungen im Rahmen des Liefervertrages zwischen Landwirt und Meierei, die Qualitäts Zu- und Abschläge vorsehen können.
Zu dem ist ein geringer Gehalt an somatischen Zellen in der Mich natürlich und stammt aus den Epithelgewebe des Euters. Die Zellzahl kann auch steigen wenn das Tier allgemeinem Stress ausgesetzt ist, zum Beispiel in folge von Gruppenwechseln oder Hitzestress im Sommer.

Nahezu die selben Regelungen gibt für den Keimgehalt der Rohmilch, auch hier gibt es nach der Milchgüteverordnung eine feste Grenze, die zum Lieferausschlus führen würde und Qualitätsmilchprogramme einzelner Molkerein.

Sehr richtig ist das jeder Landwirt der auch nur halbwegs weis was er da produziert ein immenses Interesse hat die Gesundheit seiner Herde zu verbessern. Nicht nur, das er die Milch seiner Tiere gegebenfalls nicht abliefern darf - obwohl natürlich das Tier weiter frisst und einen Stallplatz belegt. Zu dem produzieren gestresste oder subklinisch erkrankte Tiere natürlich weniger und erzeugen einen enormen Mehraufwand an Betreuung und eventuell auch Medikamenten - welche zusätzlich zu zeitlich festgelegten Lieferverboten des behandelten Tieres führt.

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xgilliganx 31.05.2018, 18:59
3. artikel der pro milch insustrie?

viel zu einseitig.
negative aspekte der milch werden kaum oder gar nicht thematisiert. wenigsten das negative für die kühe wird erwähnt.
gruselig der artikel.
nüsse, bohnen, äpfel, nicht für den menschen?
warum sollte man denn das wachstum der kinder durch zusätzlichem konsum, von was auch immer, pimpen?

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permissiveactionlink 31.05.2018, 19:08
4. Alle Menschen sind zunächst Laktosetolerant !

"Weltweit kann nur eine Minderheit der Menschen Milch gut verdauen." Zumindest in der Zeit von der Geburt bis zur Entwöhnung von Muttermilch können das alle Menschen problemlos. (Seltene Mutationen im Laktase-Gen ausgenommen). Erst danach wird die Produktion von Laktase um ca. 90 Prozent reduziert.(Genregulation !) Dies ist bei allen Säugetieren so. Nur der Mensch betreibt Milchviehhaltung, und deshalb hatten schon früh Mutationen, die die Aktivität der Laktase nach der Stillzeit auf dem Niveau eines Säuglings aufrechterhielten, einen Selektionsvorteil speziell in solchen menschlichen Kulturen. Die Mutation betrifft also die Genregulation, nicht das Laktasegen selbst. Das Laktasegen haben wir alle, sein Genprodukt ursprünglich ab einem gewissen Alter jedoch eindeutig zu wenig, um Milchprodukte danach noch problemlos verdauern zu können.

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günter1934 31.05.2018, 19:25
5. Milch

Kuhmilch ist eigentlich zunächst mal was für Kälber.
Man muss sie ja nicht unbedingt trinken. Aber verarbeitet als Käse, im Kuchen und im Kaffee, - unverzichtbar!
Butter, Sahne...

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maxi_stulz 31.05.2018, 20:02
6. Gruselig ist nur so ein Kommentar

Zitat von xgilliganx
viel zu einseitig. negative aspekte der milch werden kaum oder gar nicht thematisiert. wenigsten das negative für die kühe wird erwähnt. gruselig der artikel. nüsse, bohnen, äpfel, nicht für den menschen? warum sollte man denn das wachstum der kinder durch zusätzlichem konsum, von was auch immer, pimpen?
Vom Thema nichts verstanden, keine Argumente und dann ausfällig werden anstatt darüber nachzudenken. Für einige mag es vielleicht neu sein, aber einem Apfelbaum ist es egal, ob es auf der Welt Menschen gibt oder nicht. Außerdem steht nicht geschrieben, daß man das Wachstum von Kindern "pimpen" soll, sondern nur daß Kalzium wichtig ist. Ich verstehe nicht, wieso einige nicht sachlich darüber diskutieren können.

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posterin 31.05.2018, 20:24
7. Gute Werbung

Regelmäßig erscheint auf Spiegel.de ein pseudokritischer Artikel über Milch. Vielleicht bekommt das Büro dafür ja am Montag zusätzlich zum Werbehonorar eine Ladung gratis Eis.

Diese Studie zum Beispiel wurde,"vergessen" http://m.aerzteblatt.de/news/60658.htm

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Bueckstueck 31.05.2018, 21:12
8. Nur eines ist sicher:

Jedes mal wenn es einen Artikel zu Milch gibt, kommen die paar Milchhasser (ja, es gibt einen Namen für euch) angelaufen und nölen rum, ohne irgendwelche stichhaltige Argumente zu liefern, nur die persönliche Abneigung wird kundgetan und ominös von den vielen Gründen die gegen Milchkonsum sprechen sollen, orakelt.

Langweilig.

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zeisig 31.05.2018, 21:37
9. Alles hat seine Zeit.

Als Kind habe ich gerne Milch getrunken, meist als Milchshake oder Kakao. Mit dem Alter hat sich das geändert. So nach der Pubertät und mit der Jugend kam dann so allmählich der Umstieg von der Mich zum Bier. Milchprodukte wie Butter und Käse - ja gerne, aber Mich - nein danke.
Rückblickend kann ich sagen, beides ist mir gut bekommen.

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