Forum: Gesundheit
Unerfüllter Kinderwunsch: Warum klappt es nicht?
Corbis

Martina und Lukas wünschen sich seit Jahren ein Kind. Letzte Hoffnung: künstliche Befruchtung. Die Reproduktionsmedizin verspricht Hilfe - eine Garantie, dass es klappt, gibt es nicht.

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hektor2 05.05.2015, 08:47
10. Vielleicht

Zitat von OlafKoeln
"Die Reproduktionsmedizin verspricht Hilfe - eine Garantie, dass es klappt, gibt es nicht." Ja, vor allem in Deutschland. Die Restriktionen zur künstlichen Befruchtung in Deutschland sind lächerlich. Man kann jeden nur raten, sich in Österreich beraten zu lassen. Dort haben die Mediziner auf Grund der Gesetzgebung und der Orientierung am medizinisch möglichen und sinnvollen weit aus mehr Möglichkeiten und eine dramatisch höhere Erfolgsquote.
Vielleicht sollte man sich auch mal fragen, warum es auf "normalem Weg" nicht klappt und ob es vielleicht auch besser ist, keine Kinder zu "züchten".

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damp2012 05.05.2015, 08:50
11.

Zitat von Spiegelleserin57
der Kindertraum kann durch aus zu psychischen Problemen führen und muss dann therapiert werden. Mann sollte sich wirklich überlegen warum man Kinder möchte. Verbergen sich nicht auch hinter diesem Wunsch eigene ungelöste Problem die mit einem Kind übertuschen will? Wieviele Kinder auf der Welt warten auf Eltern.....
Vielen Dank für diesen wirklich sehr guten Kommentar, dem ich mich voll und ganz anschließe. Ebenso wenig sinnvoll wie die Therapien dieser unerfüllten Kinder-Wünsche, finde ich in manchen Fällen die "Kinder-Entsorgung" auf Krankenschein.... Vielmehr warte ich seit Jahren darauf, dass Gesellschaft und Politik sich endlich um eine angemessene und der Zeit angepasste Reformation der Adoptionsgesetze kümmern! Aber das scheint in weiter Ferne und wäre doch so hilfreich auf allen Seiten. Darüber hinaus: wer sich um Kinder kümmern WILL, kann das tun - überall und jederzeit!

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GustavLecter 05.05.2015, 08:52
12. Warum klappt es nicht?

Nur mal so als Vorschlag...
Könnte es sein, dass die Natur dadurch eine Message senden will?

Läge doch nahe, oder?

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minnam 05.05.2015, 09:03
13. Zurückhaltung bitte

@spiegelleserin57
Niemand MUSS diese psychischen und hormonellen Belastungen auf sich nehmen, aber meist ist der Wunsch nach einem Kind eben größer und dafür tut man es. (Entschuldigen Sie, aber so eine Meinung kann nur von einer Nicht-Betroffenen kommen. Wir suchen uns das doch nicht aus.)
Und was die Kostenübernahme der KK angeht: Die bezahlen max. 3 Versuche, die meisten Kassen nur 50%. Wenn eine Frau Endometriose oder PCO hat, dann würde ich das schon als „Krankheit“ bezeichnen. Auch beim Mann gibt es diverse Ursachen.
Deutschland möchte mehr Geburten, aber unterstützt kinderlose Paare nicht bei diesem Vorhaben. Da stimmt doch was nicht. Sicher sollten nicht unzählige Versuche bezahlt werden, aber 3 ist nach eigener Erfahrung einfach zu wenig.
Mein Mann arbeitet in der Jugendhilfe und betreut Kinder von Müttern, die ohne nachzudenken Kinder in die Welt setzen und dann nicht in der Lage sind, sich um diese zu kümmern. Da kann man schon mal den Glauben an die Gerechtigkeit verlieren.

@ tartarosnemesis
Leider gibt es auch für Adoptionen strenge Vorgaben. Mein Mann ist über 40 und somit haben wir keine Chance mehr auf eine Adoption. Dass es da eine Obergrenze gibt, verstehe ich. Aber dass Paare mit unerfülltem Kinderwunsch nicht als erstes an eine Adoption denken ist auch verständlich und somit vergehen viele Jahre bis sie evtl. eine Adoption in Betracht ziehen. Meist sind die Altersgrenzen dann nicht haltbar.
Und es geht mir nicht um die Weitergabe meiner Gene. Aber als Frau möchte ich die Erfahrung einer Schwangerschaft nicht missen.

@hektor2: Ohne Worte! Hier gilt das gleiche wie weiter oben: Das kann man nur sagen, wenn man nicht betroffen ist.

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clkr 05.05.2015, 09:07
14. @tartarosnemesis,#4:

sind demnach Leute, die auf Kinder verzichten, imstinktlos?

Richtig ist, daß an Kindern der species h. "sapiens" weltweit wahrlich kein Mangel herrscht. Eine schlichte Umverteilung wäre schon ein Ansatz, da gibt es auch Geschäftsmodelle. Aber noch besser ist es, in der BRD einen Riesenmarkt aufzumachen, indem die Lobby der Reproduktionshelfer versucht, Kinderlosigkeit als behandlungspflichtige Befindlichkeitsstörung durchzudrücken, damit die Knete in den Säckel knattert, weil Krankenkassen gesetzlich zur Zahlung verpflichtet werden.
Reines Luxusproblem.

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Dramaturg 05.05.2015, 09:08
15. Kinderwunsch und Egoismus

Ich gebe dem Foristen Recht, der von den "Instinkten" schreibt.
Man kann sich den Kinderwunsch erfüllen und sogar gleichzeitig einem bereits geborenen Kind seinen sehnlichsten Wunsch erfüllen: eine Mama und einen Papa.
Die betroffenen Paare sollten darüber mal ernsthaft nachdenken, bevor sie sich derartigen Dingen aussetzen - halt wider der Natur.

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carlitom 05.05.2015, 09:11
16.

Zitat von tartarosnemesis
... sind einfach nicht auszuhebeln, wie es scheint. Es MÜSSEN die eigenen Gene weitergegeben werden, um jeden Preis. Dabei gibt es tausende Kinder die eine neue Familie suchen, Kinder die sich Ihr Schicksal nicht aussuchen konnten. Warum wird die Möglichkeit einer Adoption von diesen Paaren nicht betracht gezogen bzw. nur als eine Art "Notlösung"?
Sowas sagen immer diejenigen, die sich mit dem Thema so rein gar nie beschäftigt haben. So einfach ist Adoption nun wirklich nicht. Kleine Kinder bekommt man fast gar nicht. Dann sind die Regelungen, wer adoptieren kann, extrem hoch angesetzt: Schuldenfreiheit, bestimmtes Alter, bestimmte Bedingungen... - alles Dinge, die nun wirklich nichts darüber aussagen, ob man gute oder schlechte Eltern wäre. Gleichgeschlechtliche dürfen nebenbei schon gar nicht adoptieren. Sie dürfen lediglich die Kinder in Pflege nehmen, die absolut niemand anderes möchte (fragen Sie mal, warum). Dann ist dieses "tausende Kinder suchen eine neue Familie" blödes Geschwätz, denn die meisten dieser Kinder sind gar nicht zu Adoption frei gegeben, tragen schwerste psychische Schäden oder traumatische Erlebnisse in sich und müssen eher von Therapeuten als von liebenden Ersatzeltern betreut werden. Und das alles sind nur die hervorstechendsten Punkte, die gegen Ihre wilde und undurchdachte Stammtischthese sprechen.

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carlitom 05.05.2015, 09:14
17.

Zitat von Spiegelleserin57
der Kindertraum kann durch aus zu psychischen Problemen führen und muss dann therapiert werden. Mann sollte sich wirklich überlegen warum man Kinder möchte. Verbergen sich nicht auch hinter diesem Wunsch eigene ungelöste Problem die mit einem Kind übertuschen will?
Dass jemand einfach Kinder gerne hat und deshalb gerne Kinder hätte, diese aufziehen, lieben und umhegen möchte, ist Ihnen noch nie in den Sinn gekommen?

Den Wunsch nach einem Kind als psychische Störung oder Folge frühkindlicher Traumata einzordnen, ist geradezu pervers. Der Wunsch nach einem Kind ist total natürlich. Und wer das so sieht, wie Sie ist auf einem schweren Tripp unterwegs.

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besondereumstaende 05.05.2015, 09:14
18. Als direkt Betroffener...

freue ich mich immer, wenn dieses Thema angesprochen wird.
Was mich weniger freut sind die bösen Kommentare mancher Foristen hier. Die körperliche und psychische Belastung einer ICSI ist enorm und niemand tut sich so etwas ohne Grund an. Glück, wenn die eigenen finanziellen Möglichkeiten reichen, weitere Behandlungen zu bezahlen.
Das Argument mit der Adoption kommt oft von Gegnern - aber versuchen Sie mal, ein Kind zu adoptieren. Das geht nämlich nicht einfach so.
Bei uns hat es nach dem 6ten Versuch geklappt.
Und noch ein Wort zu "die Natur will es nicht" : Bei uns hat es dann auch noch einmal "einfach so" geklappt.

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ofmuc 05.05.2015, 09:18
19. Künstliche Befruchtung vs. Adoption

Diese frustrierten Menschen wissen doch gar nicht wie es in einem aussieht. Und dem obigen Foristen sei gesagt: Es geht nicht immer um die genetische Weitergabe. Allerdings wenn man bedenkt was einem eine Adoption kostet, dann stellt sich mir die Frage wie ethisch dies vertretbar ist und ob hier das Geld vor dem wohl des Menschen geht?

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